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Schlagwort: Autobahn

Autobahntunnelputzmaschine

Vorneweg und nur kurz Off Topic: ich habe heute mal wieder festgestellt, wie fies die deutsche Sprache sein kann. Ich habe versucht, zwei syrischen Flüchtlingskids, die schon länger hier sind und mittlerweile gutes Deutsch sprechen, zu erklären, was ein „Hosentaschenkavalier“ sein soll. Ich glaube, sie taten nur so, als dass sie es wirklich verstanden haben. Was aber auch okay ist. Dieses Deutsch ist halt mitunter wirklich übel kompliziert. Wissen die jetzt auch beim Auswärtigen Amt: Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz und so.

Aber sei es drum.

„Autobahntunnelputzmaschine“ zu erklären wäre wohl nicht minder schwer, aber die Dinger schrubben sich halt nunmal durch die Autobahntunnel Europas, um den Abgasdreck der tausenden von Autos, die hier täglich durch die Tunnel fahren, von den Wänden zu schrubben. Ich habe nie über eine solche Reinigungsmassnahme nachgedacht, aber jetzt, wo ich sie sehe, ergibt sie tatsächlich irgendwie Sinn.


(Direktlink, via Sploid)

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Beim Landeanflug auf Rom und was ein Zeichen an der A24 damit zu tun hat

Hier an der A24 stand über viele Jahre hinweg ein aus Dosen oder Ähnlichem zusammengebasteltes Peace-Zeichen, das sich immer im Wind um die eigene Achse drehte. Wenn man dort vorbei fuhr, wusste man, dass man etwa die Hälfte zwischen Berlin und Güstrow weggefahren hatte. So zumindest meine Erinnerung daran – kann sein, dass es in Kilometern gemessen so nicht ganz genau passt. Jenes Peace-Zeichen tauchte damals neben der Autobahn kurz nach dem Mauerfall auf. Einer Zeit, in der ich aus familiären Gründen mal öfter noch nach Güstrow fuhr und jenes Zeichen für mich den Mittelpunkt des Weges dorthin markierte.

Nachdem ich dann nicht mehr nach Güstrow fuhr, war dieses Zeichen immer noch ein Hinweis darauf, fast zu Hause zu sein, wenn man aus dem Norden kam. Fast die A19 und dann den Berliner Ring erreicht zu haben. Wenn wir von der Ostsee kamen. Wenn wir aus Hamburg kamen. Wenn wir von der Fusion kamen. Da war immer dieses Peace-Zeichen, das sich drehte und das dir klarmachen konnte, dass du fasst schon zu Hause bist.

Seit 2-3 Jahren steht es dort nicht mehr. Ist einfach so weg. Der Hof dort hinter steht immer noch, aber das Zeichen ist verschwunden. So, als wäre es nie dort gewesen. Als Wegweiser. Als Forderung. Als Auftrag. Als Markierung. Jeder, der dort mal vorbeikam muss es gesehen haben.

Das wirft Fragen auf. Warum dreht es sich dort nicht mehr? Warum ist es weg? Wer hat es abgebaut? Warum weiß trotzdem jeder um genau diese Stelle, wenn er an dieser vorbeifährt, auch wenn sich das Dingen dort trotzdem nicht mehr dreht?

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Das alles kam mir gerade in den Sinn, als mir Paul sein Foto eines Landeanflugs auf Rom schickte. Er schreibt: “
Schönheit am Weg: Das hat mir heute das Herz erwärmt. ??
Gesehen beim Landeanflug auf Rom“.

Irgendwie musste ich an die A24 denken – und hoffte kurz, dass dieses Zeichen auf einer Weide in Italien mindestens so lange vom Flugzeug ausgesehen werden kann, wie das sich gefühlt schon immer an der A24 drehende, graue Peace-Zeichen.

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