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Schlagwort: Biology

Warum Wombat-Kacke viereckig ist

(Foto: StygiangloomCC BY 2.0)

Seit Jahren tragen die Leute ihr unnützen Wissen darüber vor, dass die Kacke von Wombats viereckig ist. Wir Wombatexperten im Netz machen das natürlich schon deutlich länger als diese Leute da draußen. Aber warum dem so ist, wussten wir auch nicht.

Wissenschaftler haben nun herausgefunden, warum Wombat-Kacke viereckig ist: Die molligen Beuteltiere mit den kurzen Füßen setzen dafür ihre unterschiedlich elastischen und beweglichen Darmwände ein, wie das Forscherteam um Patricia Yang vom Georgia Institute of Technology berichtet.

Für die Häufchen wählen sie nach Angaben der Forscher gut einsehbare Orte, weil ihre Sehstärke gering ist. Je höher und besser platziert der Haufen ist, desto stärker lockt er andere Wombats an, um daran zu schnuppern und in Austausch zu treten. Hierfür wiederum spielt die Form des Kots eine entscheidende Rolle: Die Häufchen sollen nicht wegrollen, sondern an exponierten Orten kleine Stapel bilden.

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Zwei tiefgefrorene Alligatoren auf ihrem Weg zu einem Skelett

[TW] Totes Tier und Käfer, die das Fleisch vom toten Tier bis auf die Knochen runter knabbern. Aber für die Wissenschaft.

Die folgende Foto-Dokumentation ist gleichsam interessant wie sie für manche auch eklig sein wird. Redditor JLowes hat für die naturhistorische Sammlung seines Colleges zwei tote, tiefgefrorene, amerikanische Alligatoren zu einem Skelett gemacht. Zu Anschauungszwecken. Mit der Hilfe von Speckkäfern, die das Fleisch von den Knochen der Alligatoren gefressen haben. Man hätte das auch abkochen und runterpulen können, aber das würde die Farbe der Knochen versauen, wie er schreibt. Also bewahrt er Geduld, bis die Käfer ihren Job gemacht haben. Dann taucht er die Knochen in Ammoniak-Lösung und klebt am Ende das Skelett zusammen.

Das ganze zeigt und beschreibt er/sie ausführlich in drölfdutzend Bildern. Und das ist für mich der beste Content des Tages. Irgendwo zwischen Faszination und Ekel. Ein bisschen. Ja. Aber für die Wissenschaft.

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Dromedar frisst Kakteen mit Zentimeter langen Stacheln

Offenbar für das Dromedar gar kein Ding und sogar Teil der alltäglichen Nahrung. Allerdings schwer bis zum Ende anzusehen, da das Video irgendwie eine Art Phantomschmerz übermittelt. Da möchte man nicht tauschen müssen.

Ein Zoologe dazu:

Camel mouths are full of cone-shaped papillae that look like this. These protrusions are partly keratinised – keratin being the hard stuff your nails are made out of – which makes them tough n‘ semi-rigid, feeling a bit like the middle of tupperware lids when you squish ‚em. The plastic-ey cones not only help protect the mouth from internal damage – scratches, abrasions etc. – when they feed on thorns and other nasties, but they also manipulate the food to go down in one direction.

Worth mentioning that modern camels wouldn’t be eating cactus like this in the wild either; instead it’d be scrubby, thorny acacia bushes and the like. They also likely do feel some pain and discomfort eating this stuff, as much of their mouths – particularly their lips – are very sensitive, despite the papillae. Being metal as fuck though, camels just get on with it. They have an oddly voracious appetite for prickly pear and similar cacti native to North America, so clearly there’s something about those plants that camels love, despite the irritating prickles. Makes them sort of sadomasochistic diners, really.

Anywho, the same sorts of papillae structures have independently evolved multiple times across the animal kingdom; notably inside the mouths and throats of leatherback turtles. The shelled beasties likewise use ‚em to prevent themselves getting stung by their jellyfish prey, whilst also helping to keep the jellies moving down towards their demise, to be slowly digested in the darkness.


(Direktlink, via BoingBoing)

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Nordkoreaner wird auf der Flucht nach Südkorea angeschossen – jetzt wurde ihm ein 27 Zentimeter langer Wurm entfernt

Letzte Woche versuchte ein nordkoreanischer Soldat über die Grenze nach Südkorea zu fliehen. Bei diesem Versuch wurde er angeschossen, aber von südkoreanischen Soldaten gerettet. Das diese Momente zeigende Video der UN erinnert an längst vergangene Zeiten an der innerdeutschen Grenzen. Krass, wenn man bedenkt, dass wir das Jahr 2017 zählen.


(Direktlink)

Hier in langer Version.


(Direktlink)

Die UN wirft Nordkorea jetzt eine Verletzung des vereinbarten Waffenstillstandes vor.

Die Volksarmee verletzte danach den Angaben zufolge das Abkommen zweifach: Einmal, als Soldaten über die militärische Demarkationslinie hinweg auf den Flüchtenden geschossen hätten, und das andere Mal, als einer der Soldaten bei der Verfolgung für kurze Zeit die Linie überschritten habe.

Damit nicht genug für den Geflüchteten. Ein erfahrener, südkoreanischer Chirurg hat dem Mann jetzt einen 27 Zentimeter langen Spulwurm entfernt. In Nordkorea wohl nicht so selten, da die dort ihre Felder mit menschlichen Exkrementen düngen.

Bei dem Wurm, der im Darm des nordkoreanischen Flüchtlings auf 27 Zentimeter Länge anwuchs, handelt es sich laut einem Medienbericht um einen Spulwurm (Ascaris lumbricoides). Dessen Eier können lange im Boden überleben. Werden sie verzehrt, schlüpfen die Larven im Darm und wandern über die Blutbahn in die Lunge. Dort entwickeln sie sich weiter und lösen Hustenanfälle aus, so dass sie hochgehustet und dann zum Teil wieder verschluckt werden.

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Lehrerin unterrichtet mit cleverem Experiment zum Thema Bakterien

Donna Gill Allen ist Lehrerin an einer High School in North Carolina und unterrichtet dort unter anderem zum Thema Bakterien. In diesem Zuge hat sie mit ihren Schülern ein anschauliches sowie cleveres Experiment durchgeführt, für das drei Toast in drei Zipper-Tüten kamen. Ein Toast wurde dort mit Handschuhen reingepackt, eines mit gewaschenen, und das dritte mit ungewaschenen Händen. Dann haben sie die Dinger an die Wand gepappt und einfach mal gewartet. Keine Ahnung, wie lange genau, aber das letzte Toast sah am Ende jetzt nicht mehr ganz so lecker aus.

Auch wenn ich kein Freund von Desinfektion im Alltag bin und auch schon mal ein Toast schmiere, ohne mir vorher die Hände zu waschen, finde ich diese Art der Veranschaulichung doch ziemlich gelungen.

To all my teacher friends this is the grossest yet coolest experiment. I did this while teaching about germs and how…

Posted by Donna Gill Allen on Sonntag, 13. August 2017

(via Laughing Squid)

To all my teacher friends this is the grossest yet coolest experiment. I did this while teaching about germs and how they spread. You use three pieces of bread. You let all the kids see you put a piece of bread in a baggy with a glove on hence „controlled“ then you wash your hands and put a piece of bread in a baggy for „clean“ last but definitely not least you pass a piece of bread around and let every kid in class touch it then you put it in a baggy and label it dirty. Watch how the bread changes over time due to germs.

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Wie hunderte von Wasserkäfern auf Schall reagieren

Keine Ahnung, ob „Wasserkäfer“ im biologischen Sinne den hier im Englischen „Water Bugs“ entsprechen, aber darum geht es auch nur am Rande.

Der Backpacker Amy Lippus saß neulich in der kalifornischen Kaiser Wilderness an einem See, auf dem hunderte Insekten saßen. „Water Bugs“, „Wasserkäfer“ oder was auch immer. Immer wenn Amy „Hey“ rief, jedenfalls, reagierten die Insekten auf dem Wasser. Und wenn er nochmal „Hey“ rief reagierten sie wieder. Und wieder und wieder.

The insect reacting to the shout is the Water Boatman (Corixidae). The lake has very few, if any, fish in it, so a huge population of water bugs, mostly Corixidae (from what we could see). For whatever reason, the ones that happen to be on the surface when we shout shoot forward rapidly when they hear a loud voice. The ones that are underwater don’t react at all. They don’t react to a clap. The only thing that got a reaction out of them was shouting. They seemed to prefer “Hey!” You could actually “see” the speed of sound by watching their reaction propagate across the lake.


(Direktlink, via Laughing Squid)

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Gedeihendes Lamm in künstlicher Gebärmutter


(Direktlink)

Medizinern der Universität von Philadelphia ist es gelungen, frühgeborene Lämmchen in einer künstlichen Plazenta heranwachsen zu lassen. Bis zu 28 Tage lang wuchsen und gediehen acht Tiere. Das Experiment könnte zum medizinischen Meilenstein für die Versorgung bei Frühchen vom Menschen werden. Das allerdings wird noch dauern.

„Prinzipiell lassen sich die gewonnenen Erkenntnisse auf den Menschen übertragen“, sagt Thomas Kohl vom Deutschen Zentrum für Fetalchirurgie in Gießen. Es werde allerdings noch Jahre dauern, bis das System ausgefeilt genug ist, um es an menschlichen Frühchen zu testen. Obwohl die Lämmer zum Teil begannen selbständig zu atmen, ist nicht bekannt, wie sie sich weiter entwickelt hätten. Sie wurden für Organuntersuchungen eingeschläfert.

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Braun-weiße Pandas

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(Foto: AilieHM – Qinling „Brown“ Panda • CC BY-SA 4.0)

Panda Qizai geht gerade viral. Man sagt, dass er der einzige Panda wäre, der anstatt einer schwarz-weißen eine braun-weiße Färbung hätte. Das stimmt so nicht ganz, denn schon vor Qizai waren braun-weiße Panda nicht gänzlich unbekannt, wie Wikipedia weiß.

„The Qinling panda (Ailuropoda melanoleuca qinlingensis) is a subspecies of the giant panda, discovered in the 1960s but not recognized as a subspecies until 2005. Disregarding the nominate subspecies, it is the first giant panda subspecies to be recognized. It differs from the more familiar nominate subspecies by its smaller skull and dark brown and light brown (rather than black and white) fur, and its smaller overall size. There are an estimated 200–300 Qinling pandas living in the wild. On August 30, 1989, a female of this species was captured and brought to the Xi’an Zoo to be mated with a regular giant panda. Her offspring was black-and-white, but reportedly started becoming brown-ish as it aged. According to other reports she gave birth to three cubs who all died shortly after being born. The mother, named Dan-Dan, died in 2000. This subspecies is restricted to the Qinling Mountains, at elevations of 1,300–3,000 metres (4,300–9,800 ft). Its coloration is possibly a consequence of inbreeding : the population is closed off from genetic variation and this might have led to the preservation of the mutation responsible.“

Qizai aber bringt aktuell eine ans Herz gehende Story mit. Natürlich. Von der Mutter verstoßen, von den schwarz-weißen Artgenossen „gemobbt“. Heute lebt er in einem Pandaschutzgebiet, wo ein Pfleger sich „aufopfernd“ um ihn kümmert, in einem Einzelgehege. Er sei dort „langsamer als die anderen Pandas, aber er ist auch süßer“.

Und so putzig der Kumpel auch sein mag, ist er trotz all der Headlines die das behaupten, wohl nicht der einzige braun-weiße Panda der Welt. Es gibt schätzungsweise 200-300 Qinling Pandas, die in der Wildnis leben. Trotzdem ist Qizai natürlich eines der schönsten Panda-Modells aktuell.

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