Zum Inhalt springen

Schlagwort: Festivals

WIN: 2×2 Tickets für das (letzte) Wilde Möhre Festival vom 09. bis 13.08.18 in Drebkau

Manchmal kommen gute und schlechte Nachrichten gleichzeitig. Ich beginne mit der guten: Ich habe für euch 2×2 Tickets für das ganz wunderbare nun zum 5. Mal stattfindende Wilde Möhre Festival im Brandenburgischen Drebkau.

Einmal im Jahr, mitten im Sommer, am liebsten bei flirrender Hitze und wärmendem Sonnenschein, aber auch bei Schlamm, Matsch und Regen: in der grünen Lausitz trifft sich im schönsten Wald der Welt eine ganz besonders tolle Mischung an Möhre-Freund*innen, um im Herzen der Natur und fernab von gesellschaftlichen Zwängen miteinander das Wilde Möhre-Lebensgefühl zu feiern. Die Zutaten für dieses Sommer-Möhrchen? Kunst, Kultur, Workshops, Natur, Sinnfragen, ein offenes, faires und wertebasiertes Miteinander – und viel viel Musik. Aber die Geheimzutat bist natürlich du – jede*r einzelne Besucher*in, die das Wilde Möhre Festival zu dem macht, was es ist: Im Flamingo-Kostüm, seifenblasend, barfuß Hula-Hoop tanzend trifft hier Philosoph auf Hobby-Botanikerin, Neo-Hippie auf Idealistin und Yogi auf Veggie-Fee.

Die schlechte Nachricht: Es wird das letzte Wilde Möhre Festival werden, wie die Veranstalter gestern mitteilten.

Liebe Möhris,

manchmal kommt das Ende viel plötzlicher als man denkt: mit einen weinenden und einem lachenden Auge müssen wir euch hiermit verkünden, dass die Wilde Möhre 2018 zum letzten Mal stattfinden wird.

Wie kommt es dazu? Seit zwei Jahren läuft ein Bebauungsplanverfahren, um unsere Gebäude dauerhaft genehmigen zu lassen. Diese Genehmigung wurde nach zähen Verhandlungen schlussendlich nicht erteilt und das Bauamt hat uns einen Schlussstrich gesetzt.

Wir sind gezwungen, nach der diesjährigen Wilden Möhre alle Gebäude abzubauen. Das bedeutet, dass das Wilde Möhre Festival letztmalig in seiner einmaligen liebevollen und aufwendigen Pracht erstrahlen wird.

Daher lassen wir die Möhre noch einmal in voller Blüte erstrahlen, um uns dann mit einem Knall zu verabschieden.

Wir sind traurig, unsere große Liebe gehen lassen zu müssen. In diesem Projekt stecken fünf Jahre harte Arbeit, die oft kraftraubend, aber meist freudig und erfüllend war. In der Zeit haben wir wunderbare Menschen kennengelernt, enge Freundschaften geschlossen und unvergessliche Momente erlebt, die die Möhre überdauern werden. Dennoch freuen wir uns, uns mit all der Erfahrung und all den tollen Menschen, die wir auf dem Weg gefunden haben, zu neuen Ufern aufzumachen.

Wir danken den insgesamt über 400 Helfern, die uns in all den Jahren unterstützt haben, den Kollektiven, Partnern, Künstlern, Vortragenden und Workshopgebenden, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre. Und natürlich danken wir euch, den Gästen. Ihr habt Jahr für Jahr eine wundervolle Atmosphäre geschaffen, die uns immer aufs neue motiviert hat, das beste zu geben, um mit euch das Festival zu feiern, das wir uns immer erträumt haben.

Wir blicken positiv auf das, was kommt und hoffen, auf der letzten Wilden Möhre bereits einige Geheimnisse zu lüften und mit euch auf die Zukunft anzustoßen.

Damit ihr das Ende dieser möhrchenhaften Ära mit uns feiern könnt, ladet eure liebsten Freunde ein und rastet nochmal richtig mit uns aus!

Wir haben euch lieb und freuen uns auf einen fulminantes Finale

Eure Möhren

In diesem Sinne, poliert nochmal die Tanzschuhe und gebt ich dieses runde und vielversprechende Line Up. Mit dabei sind in diesem Jahr Konzerte von Egotronic, Eveline und Yarah Bravo und DJ-Sets von Perel, Ruede Hagelstein und Tim Engelhardt, bestens aufgelegt wird von Hunter/Game, Jimi Jules, Jimpster, Joyce Muniz, Robag Wruhme, Sedef Adasi und Trikk. Außerdem noch jede Menge mehr – und ich freue mich schreiben zu können, dass auch wir Musik aus der Konserve zum Besten geben werden. Wird ganz sicher geil. Hier ein einladender Rückblick aufs letzte Jahr.


(Direktlink)

Die Möhrchen hauen hier zwei mal zwei Tickets für ihr letztes Festival raus. Wer die haben möchte, hinterlässt hier bis zum 19.07.2018, 12:00 Uhr, unter Angabe einer gültigen Email-Adresse einen Kommentar. Sollten das mehr als nur zwei tun, entscheidet wie immer Random.org, wer wild mit den Möhren tanzen darf. Viel Glück!

Für jene, die sich nicht auf ihr Glück verlassen wollen, gibt es natürlich auch auf regulärem Wege Tickets.

Wir sehen uns zu einem Drink aufm Dance. \o/

140 Kommentare

WIN: 2×2 Tickets für das Oewerall Festival, 17.-19.08. in Grünz

Kein Sommer ohne Festival ist eines meiner Prinzipien, das sich so seit schon gut 25 Jahren pflege. Und da meine ich nicht mal die großen Dinger, auf denen zehntausende Menschen zusammenkommen. Das habe ich mir ein paar Mal angesehen und dann für mich entschieden, dass kleiner manchmal sehr viel feiner sein kann. Möglichkeiten dazu gibt es heute jede Menge und es will gut sortiert werden, wo man seine Wochenenden im Sommer verbringen mag. Mir fallen da spontan ein paar Beispiele ein. Eins davon ist das charmante Oewerall Festival, das vom 17.-19.08 im mecklenburgisch-vorpommerischen Grünz stattfinden wird.

Dort wird nicht nur getanzt, es gibt Kunst, Theater, Comedy, Performance sowie Healing, Yoga und Vorträge. Für alle, denen nur zu tanzen zu wenig ist, wobei das Line Up dem Tanz doch sehr einladend gegenübersteht.


(Direktlink)

Sieht großartig aus. Ich selber würde auch fahren, bin an diesem Wochenende aber schon anderweitig verplant. Aber ihr könnt ja trotzdem:

Das Oewerall haut hier zwei mal zwei Tickets für ihr Festival raus. Wer die haben möchte, hinterlässt hier bis zum 13.07. 2018, 12:00 Uhr, unter Angabe einer gültigen Email-Adresse einen Kommentar. Sollten das mehr als nur zwei tun, entscheidet wie immer Random.org, wer die Stadtflucht mit Tanz genießen darf. Viel Glück!

Für jene, die sich nicht auf ihr Glück verlassen wollen, gibt es natürlich auch auf regulärem Wege Tickets.

85 Kommentare

Auf der Suche nach der Woodstock-Bühne

(Foto: Derek Redmond and Paul CampbellCC BY-SA 3.0)

Archäologie der Gegenwart, wenn man so will. Nach nun fast 50 Jahren, die zwischen Woodstock und heute liegen, ist sich niemand mehr ganz sicher, wo genau die legendäre Bühne auf dem Festivalgelände von damals gestanden hat. Das herauszufinden haben sich jetzt ein paar Archäologen zur Aufgabe gemacht.

Zum 30-jährigen Jubiläum des Woodstock-Festivals wurde das Gelände umgestaltet, um einer neuen Bühne Platz zu machen. Der Ort, an dem die Bühne von 1969 stand, liegt deshalb nun unter einer dicken Erdschicht begraben – und hier kommen die Archäologen ins Spiel.

Wikipedia über jene Bühne:

Die nach dem Design von Steve Cohen vollständig aus Holz gefertigte Hauptbühne wurde in ostwestlicher Richtung aufgebaut, so dass die Musiker die aufgehende Sonne im Rücken hatten. Die Bühne maß 20 × 15 × 5 Meter und besaß in der Mitte eine drehbare Rundbühne, die auf Rollen gelagert war. Während auf der vorderen Hälfte die jeweils aktuelle Band spielen sollte, war die rückwärtige Hälfte für Auf- und Abbau vorgesehen. Es war geplant, die Umbaupausen so auf ein Minimum zu reduzieren und am Ende eines Konzertes die Bühne für die nächste Band lediglich um 180 Grad zu rotieren. Da man das Gewicht des Musikequipments unterschätzt hatte, brachen die Rollen schon am ersten Tag und man kehrte zum herkömmlichen System mit Umbaupausen zurück. Hinter der Bühne wurde ein Backstagebereich als Aufenthaltsort für die Musiker und das Veranstaltungsteam eingerichtet. Zwischen der Bühne und dem Publikum wurde für die Medienvertreter eine drei Meter hohe Holzwand errichtet. Die Bühne sowie die Dächer der weiteren Gebäude waren mit großen Segeltüchern überspannt. Der Aufbau der Bühne und die Installation der Beleuchtungstechnik wurde vom Lichtdesigner und technischen Direktor E.H. Beresford „Chip“ Monck geleitet. Monck war bereits für die Bühnen- und Beleuchtungstechnik des Monterey Pop Festivals und den meisten großen Konzertveranstaltungen der USA verantwortlich gewesen und hatte ein eingespieltes Team sowie zahlreiche Hilfskräfte unter sich.

Einen Kommentar hinterlassen

Nachtdigital-Dokumentation online: Escape to Olganitz

Für manche ist das Nachtdigital das beste Festival auf dem ganzen Planeten. Ich glaube das gerne, habe es allerdings selber noch nie ins Bungalowdorf Olganitz geschafft, wo das Nachtdigital schon seit 1998 stattfindet.

Schon im Jahr 2014 haben Philip Zeller, Florian Fischer und Yves Kasten dem Festival eine Dokumentation gewidmet, die jetzt auch online zu sehen ist – und mich am Anfang nicht wenig auch an meine Jugend in den 90er Jahren im Osten erinnert: Escape to Olganitz.

Inmitten der Dahlener Heide, fernab der großen Städte liegt das kleine Dörfchen Olganitz.
Der Weg dorthin führt über geschwungene Landstraßen durch die stille Märchenhaftigkeit aus Kiefernwäldern, Kornfeldern und ausgestorbenen Straßendörfern. Hierher, in ein Bungalow- Feriendorf aus DDR-Zeiten, treibt es jedes Jahr 3000 Menschen, die eines eint: Die Liebe zur elektronischen Musik und zu einer großen Party namens Nachtdigital. Dieses Festival ist anders als andere Festivals. Keine kommerzialisierte Techno-Party, eher ein exzessives, musikalisches Zusammensein unter Freunden. Ein Wochenende am See, mit Ruderboot und Schaukelpferd, ein Spielplatz mit vielen kleinen Kuriositäten und exzellenter Musik.
„Escape to Olganitz“ erzählt wie mitten in Sachsen, abseits des Hypes, diese kleine Insel des Glücks entstanden ist. Es ist die Geschichte echter Freundschaft und gemeinsamer Leidenschaft, ein Film über die kleinen Träume und wie man sie Wirklichkeit werden lässt. Diese Dokumentation wird laut und gemütlich, fröhlich und mitreißend, richtig sächsisch, persönlich und berührend, überschwänglich wie ein Kindergeburtstag und so schön wie das Gefühl kurz bevor der Bass einsetzt.


(Direktlink)

1 Kommentar