Am Montag wurde die Spraydose 100 Jahre alt. Neben all den unzähligen Errungenschaften, die mit ihr einher gingen, hat man irgendwann festgestellt, dass sie auch dazu taugt, Farben in die Welt zu tragen. Deutschlandfunk Kultur hat dazu ein kurzes Interview mit dem Sprühkunsthistoriker Dieter Briedel: 100 Jahre zsch, ffft, klack: – Die Spraydose in der Kunst.
Manuel ist seit seiner Kindheit ein großer Legofan. Durch seinen Sohn Tommy hat er seine alte Leidenschaft neu entdeckt und angefangen Stop Motion Filme zu machen. Auch mit seinem Sohn zusammen. Das Ergebnis ist nicht nur eine wahrscheinlich sehr zeitaufwendige Fleißaufgabe, sondern einfach auch sehr, sehr großartig! Und der BVG sind dadurch keinerlei Kosten entstanden.
Das Video entstand als LEGO-Stop-Motion-Film mit einem selbstgebauten Set aus LEGO-Steinen. Die Animation entstand Bild für Bild: Mit etwa 12 Bildern pro Sekunde müssten die Figuren in sehr kleinen Schritten bewegt und jede einzelne Bewegung fotografiert werden. Bei der Filmlänge von rund 14 Minuten müssten so ungefähr 10.000 Einzelbilder entstanden sein. Anschließend wurden alle Bilder zu einer flüssigen Animation zusammengesetzt, geschnitten und mit Soundeffekten sowie Musik ergänzt. Der größte Aufwand lag dabei wahrscheinlich in der Geduld und Präzision – schon kleinste Fehler oder Lichtveränderungen sind in Stop Motion sofort sichtbar. Allein der Aufbau der Sets, das Fixieren der Kulissen sowie die Planung der einzelnen Szenen müssen Tage in Anspruch genommen haben, die eigentlichen Dreharbeiten über mehrere Wochen, weil jede Bewegung der Figuren in sehr kleinen Schritten angepasst werden musste. Für Schnitt, Ton, Soundeffekte und Musik sind mit Sicherheit auch einige Tage in der Postproduktion hinzugekommen. Insgesamt dürfte der Arbeitsaufwand damit riesig gewesen sein, und in der Form und Liebe zum Detail nur von Jemandem gemacht, der relativ genau weiss wie es da unten im Tunnel abläuft wenn ein Wholetrain auf Berliner U-Bahn entsteht.
In der ARD-Audiothek gibt es aktuell eine fünfteilige Podcast-Serie über den Hamburger Graffiti-Künstler Walter Fischer, bekannt als OZ., vom dem wohl jeder schon mal irgendetwas gesehen haben dürfte.
Zwei Jahrzehnte lang geht der Graffiti-Sprayer OZ – bürgerlich Walter Fischer – jede Nacht raus und »macht Hamburg bunter«, wie er sagt – oder, wie andere urteilen: Er verschandelt die Stadt. Immer wieder wird er verprügelt. Und immer wieder verurteilt, insgesamt zu mehr als acht Jahren Gefängnis. Doch OZ macht immer weiter, am Ende stirbt er als Künstler. Was war sein Antrieb? Kai Sieverding und Sven Stillich begeben sich auf die Suche nach dem Menschen hinter der Sprühdose und finden ein Leben, das geprägt ist von Extremen.
Diese Gentlemen hier sind morgens vor jeder Tour de France-Etappe auf der jeweiligen Strecke unterwegs, um Graffiti von den Straßen zu entfernen, die später bei den Helikopter-Aufnahmen nicht im TV auftauchen sollen. Genau genommen übermalen sie dafür jede Menge Pimmel-„Kunstwerke“. Hat halt jeder so seinen Job, ich kann mir schlechtere vorstellen.
Okay, der Titel etwas sperrig, aber halt passend in die Reihe der SWR Handwerkskunst, die die Wertschätzung für das Kunsthandwerk des Sprühens auch in den öffentlich rechtlichen Rundfunk trägt. Das ist ja schon mal auch was.
Graffiti ist Handwerk und Kunst zugleich, zumindest wenn es so gekonnt gesprüht wird. Der Stuttgarter Streetart Künstler Jeroo verwandelt eine graue Wand in ein buntes Spektakel. Die passenden Farben wählt er aus über 350 verschiedenen Spraydosen.
In sechs Tagen entsteht ein Mural, also ein großes Wandbild. Zunächst zieht er die Umrisse der Motive, Formen und Figuren vor und füllt erste Flächen. Dann beginnt das eigentliche Herausarbeiten: Schattierungen und Lichtkanten werden gezogen oder Highlights mit Weiß gesetzt.
Hanif Panni hat auf den Zaun seines Nachbarn ein 3D-Mural gemalt und den Prozess in diesem Zeitraffervideo festgehalten. Sein Nachbar hatte kurz vorher einen Brief der Stadt bekommen, dass er sein Boot bitte schön hinter einem Zaun zu verstecken hätte, um es so vor den Blicken der Öffentlichkeit abzuschirmen. Die Reaktion ist schon ein bisschen Punk.
My neighbor has a sea-faring vessel which he parks on the side of his home. A few weeks ago, he received a letter from the city stating he needed to build a new fence to hide said vessel from view of the street. After reluctantly building the fence and driveway, he presented a sassy idea to me that would require my artistic skills.
Our Tacoma area maintenance crew, led by Mike Gauger, is testing drone technology that can remove graffiti from hard-to-reach places. The team is learning how these drones operate, how they apply paint and if they can cover graffiti. The drone, built from an Aquiline Endure model, uses a spray nozzle and is linked to a paint supply on the ground.
MOSES & TAPS™ sind in Hamburg derweil damit beschäftigt, ihre Graffitis nicht auf irgendwelche Züge sondern auf Lieferwagen von DHL zu malen. So kommt mit jedem ausgelieferten Paket ein Bild von Moses oder Taps frei Haus. Bei Urbanshit gibt es noch mehr Fotos der durch die Stadt rollenden Graffitis.
Die Deutsche Bahn hat im Kampf gegen Graffitis auf Zügen in München einen Roboterhund im Einsatz. Der „Spot“ von Boston Dynamics soll vorläufig erstmal im Testbetrieb Sprayer davon abhalten, Züge zu bemalen.
Er ist rund 40 Kilogramm schwer, kann bis zu 7 km/h schnell laufen und hat drei Kameras an verschiedenen Stellen seines Körpers: Der Roboterhund „Spot“ soll die Deutsche Bahn und die S-Bahn München künftig dabei unterstützen, Graffitisprayer aufzuspüren, bevor sie Bahnwaggons bemalen.
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Allerdings ist auch der Roboterhund keine billige Angelegenheit: Für die vierwöchige Testphase beliefen sich die Kosten auf einen „mittleren fünfstelligen Betrag“, so eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Die Graffitis einfach auf den Waggons zu lassen, lehnt S-Bahn Chef Büttner ab: Sauberkeit gehöre zu den Grundwerten der S-Bahn München: „Ehrlicherweise finde ich Graffiti-Künstler im Bereich der Urban Street Art durchaus sehenswert und besuche auch gerne solche Museen“, so Büttner, „aber an unseren Zügen ist es am Ende Sachbeschädigung“.
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