Zum Inhalt springen

Im Stream: Als wir träumten

Der Rahmen des Filmes „Als wir träumten“ gleicht meinem zu dieser Zeit, auch wenn ich noch etwas jünger war als die hier gezeigten Protagonisten. Jugend und Techno gehörte für mich unweigerlich zusammen. Beim Techno ist geblieben, auch wenn meine Jugend lange hinter mir liegt.

Der Film von Adreas Dresen jetzt in der arte-Mediathek.

„Leipzig nach der Wende. Nach dem Zusammenbruch der DDR ist vom Pioniergeist ihrer Kindheit bei Dani, Rico, Mark, Pittbull und Paul nicht mehr viel übrig. In dieser neuen Zeit, in der alles möglich ist, gehen die Jungs an ihre Grenzen. Sie klauen, saufen, prügeln sich mit Nazis, hören Techno und eröffnen einen Underground-Club. Doch die Probleme lassen nicht lange auf sich warten.

Dani, Rico, Mark, Pitbull und Paul erleben ihre Kindheit in den letzten Jahren der DDR. Der Zusammenbruch des sozialistischen Systems trifft sie in einem sensiblen Alter, mitten in der Pubertät. Für die Jugendlichen und vor allem Rico, der unter dem Konformitätszwang der DDR gelitten hatte, ist das Chaos der Wendezeit ein Befreiungsschlag. Die Schule wird zur Nebensache, saufend, wütend, grölend zieht die Jugendclique durch die Straßen Leipzigs. Sie klauen im Supermarkt, bestehlen eine ältere Dame, aber nur ein bisschen. Trotz ihrer Härte gehören die Jungs zu den Guten, auch wenn sie manchmal über die Stränge schlagen. Doch Dani und seine Freunde leben auch in ständiger Gefahr. Regelmäßig werden sie von einer Gruppe Nazis, die das Revier für sich beanspruchen, verfolgt und verprügelt. Das Leben, das der Film zeichnet, ist voll von Exzessen, Grenzüberschreitungen, aber auch Härte und noch dazu den üblichen Jugenddramen wie etwa einer unerwiderten Liebe. Schließlich bündelt sich die Energie der Jungs in der Idee, einen Techno-Club zu eröffnen.“


(via FernSehErsatz)

Ein Kommentar

  1. Flomarkt19. Februar 2018 at 23:14

    Ronny, vielen Dank.
    Den wollte ich eigentlich im Kino sehen. Hab ich nicht geschafft. Dann habe ich ihn mir offen gehalten und heute geschaut.
    Ich bin ’90 erst geboren, aber an den Rändern der Stadt wirkte die DDR noch länger nach. Und so habe ich doch Eindruck erhalten aller „Großen“, die wie die Protagonisten in ihrer Adoleszenz mal eben einen kompletten Umbruch durchgemacht haben.
    Die Probleme mit den Nazis und dass viel gesoffen und geraucht wurde sind für mich Dinge, die ich erst als Erwachsener verstanden habe.
    Der Film hat mich echt gefesselt, besonders emotional konnte ich mich durch eigene Erfahrungen gut in die Rollen einfühlen. Und dann sagt der eine Fidschi. Ich dachte als Kind, das Obst kommt von den Fidschi-Inseln. Und erst eine befreundete Halb-Vietnamesin hat mir gesagt, dass es nicht in Ordnung ist, zu Vietnamesen Fitschies zu sagen. Aber sie hat es mir nicht vorgeworfen und so habe ich begriffen, statt zu trotzen.
    Mit 19 lernte ich Moderat kennen und auch alle anderen gespielten Lieder sind mir vertraut – und deswegen passt dieser Film sogar auf mich, obwohl ich erst zwei Wochen vor der Wende geboren bin.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.