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Schlagwort: Photography

Berlin: Alt | Neu

Wo wir gerade bei alten Aufnahmen aus Berlin sind, hier ein Hinweis auf die tolle Fotoserie von Jens, die er seit Jahren recht regelmäßig updatet: Berlin: Alt | Neu.

Sie zeigt Altes, Neues und die damit einhergehende Vergänglichkeit des Bestehenden in Berlin.

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Moskau in Farbe 1931

Ein auf schön koloriertes Foto-Set aus Moskau, 1931.

They say that these photos were made in 1931 but then lost for a long time, until recently they have surfaced in an archive, already in color. It’s obvious they were not originally been made in color but was colorized, however the timing of this is not known – they might be colorized at the time of making. Anyways a pretty stunning collection of everyday Russian people life in the capital back in 1931!

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Gefrorene Wellen und Bullis unter Palmen

Der Surf- und Lifestyle Fotograf Jonathan Nimerfroh hat bei Minusgraden verdammt beeindruckende Fotografien von gefrorenen Wellen machen können.

Earlier this week photographer Jonathan Nimerfroh was walking along the coast of Nantucket when he noticed something odd about the waves crashing on shore. The high temperature was 19°F (-7.2°C) and while the waves weren’t completely frozen, they were thick with pieces of ice, much like the consistency of a Slurpee, or an slushy, or an ICEE, or whatever.

Ich habe mich dann durch seinen Instagram-Account geklickt, wo er als Surf-Fotograf natürlich auch Bullis zeigt. Nice.

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Wirklich beeindruckende Urbex-Fotografie von Urbex Kind + Fragen und Antworten dazu

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Wer hier schon eine Weile mitliest, weiß, dass ich einen für Urban Exploration pflege. Dieser hat in den letzten Monaten etwas nachgelassen, da ich einfach zuviel schon gesehen hatte. Die immer gleichen Hospitale und alten Theater werden auf Dauer ja doch etwas schon Gesehenes.

Gestern Abend stolperte ich über die Facebook-Seite von Urbex Kind und klickte mich – ohne Scheiß – durch all seine Fotos. „Ich habe nicht die schönsten Bilder… dafür aber wird die ganze Location gezeigt.“ Seine Seite gibt es dort erst seit Montag, quilt aber jetzt schon über mit grandiosen Alben verlassener Häuser, Hospitalen, Hotels und sogar einem Knast. Ich finde die kleinen Häuser, die ganz private Geschichten erzählen könnten, am spannendsten. Urbex-Fotografie in einer Weise, wie zumindest ich sie noch nicht gesehen habe. Ich weiß, dass es da eine Szene für gibt und für Teile dieser werden diese Aufnahmen wahrscheinlich das Normalste der Welt sein, für mich aber, der da keinerlei Einblick hat, sind sie mehr als beeindruckend. Gerade weil viele seiner Aufnahmen Häuser zeigen, die rein optisch auch heute locker noch bewohnt werden könnten – vollmöbliert.

Und weil mich das so beeindruckt hat, habe ich ihm letzte Nacht ein paar Fragen gestellt, die er mittlerweile beantwortet hat.

Wo entstehen deine Aufnahmen? Nimmst du für ein Haus schon mal lange Wege auf Dich, oder bist Du eh viel unterwegs?
Die meisten Aufnahmen sind in Belgien entstanden. Das ist ein Paradies für Urbexer. Manche Häuser werden nicht so wie in Deutschland leergeräumt – wenn sie keiner mehr haben will, bleiben sie komplett einfach stehen. In Frankreich und Luxemburg ist das ähnlich.
Wir nehmen auch weitere Strecken im Kauf. Wenn man was tolles sehen möchte, dann muss man auch etwas weiter fahren.
Wie findest du die Häuser? Manche sehen ja echt erst aus, wie gestern verlassen. Woher bist du sicher, dass die immer schon ‚abandoned‘ sind. Prüfst du das vorher?
Bei den Touren die wir machen, weiß ich schon von anderen, wo man rein muss und ob es verlassen ist.
Wie wählst du aus, wo genau du reingehst? Hast du da bestimmte Kriterien?
Gehst du allein in die Häuser?
Wir sind meistens mit vier Mann.
Gehst Du manchmal mehrfach in das selbe Haus? Auch wenn Du es schon fotografiert hast?
Ich gehe auch nie zwei mal in ein Haus. Dafür gibt es noch zuviel andere Sachen zum sehen. Das wäre verschwendete Zeit.
Welches Haus deiner deiner hier (auf FB) ausgestellten Häuser hat dich selber am meisten beeindruckt?
Am beeindruckendsten fand ich Zone Braams die alte Radarstation. Das war schon ein tolles Erlebnis, so was mal gesehen zu haben. Aber auch alte Minen sind interessant. Ich finde jedes Haus eigentlich gut, weil es immer was anderes ist mit einem anderen Flair. Die Pathologie und das Gefängnis waren auch super.
Verrätst du anderen Deine Locations? Gibt es da irgendwie so eine Art Kodex unter Urbexern?
Ich verrate keine Locations. Nur mit meinen Urbex-Freunden wird getauscht. Wenn ich mal eine gute Location sehe, die ich noch nicht habe, dann wird mit anderen getauscht.
Die Szene ist hart am Anfang. Keiner sagt dir was. Man muss rumschleimen und und und. Aber wenn man einige Leute kennt, dann gehts wie von selbst. Man hilft sich dann gegenseitig was zu finden..
Hast du jemals irgendwas aus einem Haus „mitgehen“ lassen? Wenn ja, was? Wenn nein, hat es Dir später leid getan?
Ein Kodex unter Urbexern heisst: „Nimm nichts mit außer Fotos, hinterlasse nichts außer Fußabdrücke.“
Daran halte ich mich auch. Ich habe noch nie was geklaut auch wenn es manchmal schwer ist. Aber ich denke dann an die vernünftigen Urbexer, das die auch noch was tolles sehen können. Leider gibt es auch schwarze Schafe die was klauen oder kaputtmachen.

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(Facebook-Album: Ein Herrenhaus in sehr guter Verfassung)

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(Facebook-Album: Kleines Häuschen mit viel Inventar)

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(Facebook-Album: Cafe D.)

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(Facebook-Album: Maison Greiveldinger)

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(Facebook-Album: Villa 17 aux Vierges)

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(Facebook-Album: Maison de Statue)

Urbex Kind auf Facebook.

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Keine Statue für die Dame, die mit ihrer Handtasche einen Nazi schlägt: Schweden macht’s anders

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Hans Runesson machte 1985 dieses Foto einer Dame, die mit ihrer Handtasche auf einen Nazi-Skin einprügelte. Das Foto dürfte fast schon ikonischen Wert haben – wahrscheinlich kennt es jeder. Es wurde ganz zu recht zu _dem_ schwedischen Foto des letzten Jahrhunderts gewählt.

Nun sollte jener Dame und ihrer Handtasche eigentlich eine Statue gewidmet werden. Die Stadt Växjö allerdings wollte das dann so doch nicht, weil die Figur als gewaltverherrlichend wahrgenommen werden könnte. Also wurde die Aktion ab- und die Statue umgeblasen. Seitdem allerdings hängen die Schweden nun im ganzen Land Handtaschen um die Arme irgendwelcher, schon länger stehender Statuen.

Swedish town’s snub of a statue depicting a lady lashing out at a Nazi supporter with her handbag has sparked a creative protest, with handbags mysteriously appearing on statues across the country. Inspired by a photograph taken in 1985, a statue of the woman with her handbag in full swing was set to be installed at the main square in southern Swedish town Växjö. But the council’s culture committee changed their decision, claiming the statue promoted violence.

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(via René)

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„120 After“ – Fotografien von DJs nach ihren Sets

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Das derartige Fotos immer wieder mal von Joggern, Boxern und/oder Rockstars rumgehen, ist nichts Neues, dass der italienische Fotograf Salvatore Di Gregorio aber schon im Jahr 2013 diverse DJs nach ihren Sets fotografiert hat, ging bisher an mir vorbei. „Gregorio hat auf den Partys der Londoner Veranstalter Secretsundaze eine Saison lang House- und Techno-DJs direkt nach ihren Sets fotografiert.“ Die Groove holt diese jetzt nach Berlin. Vom 26. Februar bis zum 1. März sind die Aufnahmen jeweils von 15-19 Uhr bei Echo Bücher zu sehen.

Vor der Kamera mit dabei u.a. Nina Kravitz, Tama Sumo, A Guy Called Gerald, Red Shape, Derrick May, Motor City Drum Ensemble, Youandewan und und und. Und alle so schön unterschiedlich.


(Nina Kraviz, Foto: Salvatore Di Gregorio)

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Visualisierte Stadtkarten, die zeigen, wo Einheimische am liebsten Fotos machen

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(Berlin, CC BY-SA 2.0, Eric Fischer)

Schöner Geotagging-Data-Porn, den Eric Fischer da ausgewertet und mit Hilfe von OpenStreetMap visualisiert hat. Würde ich mir so für meine Stadt womöglich auch an die Wand hängen.

Eric Fischer hat aus diesen allzumenschlichen Bewegungen in jahrelanger Arbeit ein vorbildliches Datenprojekt gemacht: Er siebte geogetaggte Informationen aus Metropolen auf der ganzen Welt aus, legte sie über Stadtkarten und vergleich dann die Orte, an denen Einheimische (blau) und Touristen (in rot) ein Foto machten. So verwandelte er trockene Daten in schöne Visualisierungen, die die großstädtischen Parallelwelten in Zeiten von Billigfliegern und ​Geotag-Kameras als kleines Kunstwerk abbilden.

Sein ​Flickr-Album für dieses Projekt hat bereits 136 Karten für die beliebtesten Touristenziele der Welt. Von Sydney über Berlin und London bis Kuala Lumpur sind alle wichtigen Metropolen verzeichnet. Fischers System ist dabei so einfach wie effektiv: Als Einheimischer wurden die jenigen klassifiziert, die in den letzten Monaten Bilder von dem gleichen Ort geschossen hatten.
(Motherboard)


(Paris, CC BY-SA 2.0, Eric Fischer)


(London, CC BY-SA 2.0, Eric Fischer)


(New York, CC BY-SA 2.0, Eric Fischer)


(Tokio, CC BY-SA 2.0, Eric Fischer, via It’s Publique)

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Eine Onlineaustellung über Turnhallen der Sowjettruppen in der DDR

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(Screenshot: VIMUDEAP)

Angus Boulton fuhr ab den späten 90ern für über 10 Jahre durch die ehemalige DDR und versuchte mit seiner Kamera Fotos von Sporthallen zu machen, die einst von den Sowjettruppen benutzt wurden. Das ist nicht nur deshalb toll, weil viele davon quasi in meiner Nachbarschaft liegen, sondern auch, weil ich ein paar wenige davon selber noch von innen gesehen hatte.

»Während meiner Arbeit an ›A Soviet Legacy‹ traten wiederkehrende Strukturen zu Tage: Unterkünfte, Kulturstätten, Stabsgebäude, Sportanlagen, Sanitäreinrichtungen, Garagen und militärische Spezialeinrichtungen. Diese boten auf den ersten Blick wenig Neues. Mit der Serie ›41 Gymnasia‹ wollte ich diese Orte aus dem militärischen Grau ›heraustreten‹ lassen, diese von mir als Oasen der Farbigkeit erlebten Stätten vereinen, eine Typologie schaffen.
Fast jeder Mensch kennt Sporthallen aus seiner Kindheit, egal, ob aktiv oder widerwillig besucht. Das sofortige Wiedererkennen bringt jene fernen Erinnerungen hervor, die verwandt sind mit denen der einst in diesen Räumen agierenden Soldaten und Offiziere.
Meiner Meinung nach erzeugen diese intensiven Farben, die Wandbilder und die Gegenwart der olympischen Symbole eine klare Erinnerung an die Zeit des Kalten Krieges.«

Da viele der durch die Sowjetischen Truppen nachgenutzten Kasernen vor dem Ende des 2. Weltkrieges entstanden, zeugt die Serie »41 Gymnasia« zusätzlich von den ursprünglichen Nutzungen als Garage, Pferdestall, Werkstatt oder Lagerraum.

Viele der Hallen sind mittlerweile abgerissen, aber 41 der von ihm besuchten und fotografierten werden aktuell im Virtuellen Museum der Toten Orte gezeigt, einer Onlineaustellung. Sehr geiles Format, wie ich finde.

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Das ist toll. Einestages hat außerdem die Geschichte hinter der Fotoserie.

Elf Jahre lang spürte Angus Boulton in Ostdeutschland verlassene russische Kasernen auf, um vor dem Abriss ihre bunten Turnhallen zu fotografieren. Wir erzählen die Geschichte einer verrückten Idee – und zeigen die beeindruckenden Bilder des Fotokünstlers.

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