Als ich gerade die Kleine ins Bett brachte und wir mit dem Lesen fertig waren, machten wir kurz und zum Einschlafen nochmal Radio Teddy an. Hört sie halt manchmal. Irgendwer dachte vor kurzem wohl, es wäre mal wieder an der Zeit, Seligs „Ohne dich“ neu aufzunehmen und unter die Menschen zu bringen. Zumindest lief dort gerade ein Remake dieser grandiosen Nummer. Es schmerzte mich, das zu hören, was ich ihr auch sagte, worauf hin sie fragte, warum dem denn so sei?
Ich meinte, „Lass uns kurz das Original hören. Etwas lauter. Ich werde nicht mitsingen. Aber versuch mal den Schmerz aus Plewkas Stimme zu hören. Diese schonungslose Ehrlichkeit einer emotional noch offenen Wunde. Man kann die hören, man kann sie förmlich fühlen. Sie kann einem das Herz zerreißen.“
Ich sang nicht mit, wir sagten nichts und hörten einfach nur zu. Schweigen. „Ich nähte mir einen Bettbezug aus der Zeit, die wir hatten.“ Ich glaube, sie verstand, was ich meinte. Kann einem das Herz zerreißen. Sie schlief ein.
Mittlerweile gibt es auch von Selig selber ein Update des Songs in Bild und Ton. Auf YouTube seit zwei Jahren als „Official Video“ und so. Aber das klingt im Gegensatz zum Original halt doch schon sehr (v)erwachsen und viel zu aufgeräumt. Schmerz lässt sich halt nicht wegbügeln.
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