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Schlagwort: Streaming

arte Tracks: Was passiert mit den Streaming-Milliarden?

Ich kaufe nach wie vor noch recht häufig Musik – und das neben physischen Tonträgern in Form von Schallplatten auch digital. Auch, weil ich die Musik, die ich auflege, eben auch auf meiner Festplatte haben möchte. Ganz unabhängig von einer stabilen Internetverbindung. Dennoch nutze ich Apple Musik und somit einen der vielen Streamingdienste, um Musik zu hören, ohne sie explizit zu kaufen. Ein immer noch und vor allem wieder florierender Markt für die Musikindustrie. Fair geht es da nicht immer zu – im Gegenteil. Arte Tracks hat sich das mal etwas genauer angesehen.

Wir sind auf der „Justice at Spotify“ Demo mit der Union of Musicians and Allied Workers (UMAW),
wir reden mit Balbina über das ungerechte System der Spotify-Algorithmen, die Künstler*innen
bevorzugen, die am meisten der Plattform dienen.
Außerdem haben wir zwei BTS-Fans besucht, die uns erklären, wie sie ihre Idols
mit gezielten Streaming-Aktionen unterstützen und dabei aufpassen müssen, dass sie nicht von
Spotify oder YouTube als Bots wahrgenommen werden.


(Direktlink, via Maik)

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Ab Freitag im Video-Stream: Meeresrausch Festival at Subground.org (u.a. mit uns)

Ich weiß gar nicht, wann wir das letzte Mal soOo dermaßen nervös waren wie heute. Das ist alles so lange her, ganz große Vermissung. Und dann stehst du da und sollst vor keiner Crowd ein Set spielen. Auf einer Funktion One, die eigentlich nur wir hören können und mit allerhand Kameras um uns herum. Schon ganz vergessen, wie laut Musik sein kann, wenn sie darf. Und wie glücklich das machen kann, dieses Drücken der Bässe. Wir haben uns vor Aufregung fast in die Hose gepinkelt. Auch weil halt keine Crowd da war. Aber am Ende war es wunderschön. Wir hätten das gerne mal wieder in echt. Wenn es dann möglich sein wird.

Kurzer Break, weil mir das hier sehr, sehr wichtig ist.

Rudi und ich haben seit einem Jahr keinen regulären Gig mehr gespielt und wissen beide, wie sehr wir diese Momente lieben. Sie blieben jetzt lange aus und fehlen uns sehr. Andere haben natürlich ganz andere Sorgen, die ich mit den unseren nicht vergleichen mag. Ist eher so eine ganz persönliche Kiste. Aber auch in der muss man ja mal wühlen und das fühlen dürfen. Weil die steht da halt aktuell ganz unaufgeräumt in einem der Räume, durch die man täglich läuft, ohne die Möglichkeit wahrnehmen zu können, diese mal zu sortieren. Dabei wäre es schön, wenn es dazu mal wieder die Möglichkeiten geben würde. Haben wir nicht, soll so sein, bin ich auch okay mit. Im Sinne aller. Und trotzdem fehlt das.

Jedenfalls waren wir vor gut drei Wochen auf dem von uns so geliebten Gelände des Meeresrausch-Festivals, um Teil einer Video-Aufzeichnung sein zu können, die unter anderem genau das zeigen sollte, was dieses außergewöhnliche Lieblingsfestival für uns ausmacht. Liebe durch und durch.

Wir kamen an, wurden getestet und wurden vor unserer Abfahrt von dort nochmal getestet. Wie alle da Anwesenden negativ. Rudi und ich sind so genannte „Premium-Kontakte“, weshalb wir auf Masken verzichtet haben. Wir sehen uns eh 2-3 mal die Woche. Und man hatte uns überraschend den Opening-Slot für den Flyingfleur überlassen. Einer von Vieren. Um so einen Teil dessen zu präsentieren, was für das für uns liebste Festival von allen ausmacht. Wir waren aufgeregt as fuck, aber haben natürlich trotzdem nicht nicht zusagen wollen. Und uns vorbereitet wie nie zu vor. Wobei wir uns eigentlich noch nie für einen Gig wirklich vorbereitet haben. Für diesen schon. Und vielleicht ist dieses Set auf 106 BPM eines der besten, was wir je aufgenommen haben. Ich habe es mittlerweile mehrfach auf dem Rad gehört und liebe es mehr als nur ein bisschen.

Und bevor ich mich jetzt hier komplett emotional zerfasere: das Meeresrausch steht neben dem Fühl der Gesamtheit seiner Großartigkeit für vier Floors und jeder Menge geiler Menschen. Auf dem Flyingfleur (hier unserer Part), der Laguna Matata, dem Kinkerlitzchen und dem Schipp an Land. Ich liebe einfach alle Floors dort. Und alle, die diese zu dem machen, was sie sind. Freiräume mit jeder Menge Bass für alle. Mit dem Hosting und der Video-Expertise von Subground.org.

Und wenn ihr Bock drauf habt, könnt ihr ab Freitag Teil davon sein. Und vielleicht und hoffentlich dann ja auch mal wieder in echt. Wir werden da sein. Versprochen. Bis dahin lasst dem Meeresrausch und Subground ein paar Bucks dort, wenn ihr könnt und wenn ihr wollt. Die können das gebrauchen. Auf dass wir mal wieder gemeinsam tanzen können…

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The KLF bringen ihre Musik zurück ins Netz


(Direktlink)

Im Jahr 1992 haben The KLF ihren kompletten Musikkatolog gelöscht und vermittelten den Eindruck, dass das für immer so bleiben sollte. Weitestgehend hat das auf ihren offiziellen Kanälen auch funktioniert, auch wenn das gänzlich natürlich nicht geklappt hatte und immer wieder Videos o.ä. im Netz blieben. Nun scheint es bei den KLFlern einen Sinneswandel gegeben zu haben und sie packen die populärsten ihrer Songs
auf die bekannten Streaming-Plattformen. Ganz offiziell. Ich müsste das nicht haben, das imho wichtigste Album der Kombo ist „Chill out“. Das steht hier im Schrank und gab es seit jeher auf Youtube.


(Direktlink)

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Streamer pennt während Live Stream ein, 200 Menschen gucken ihm beim Aufwachen zu und schicken Geld

Twitch-Streamer JesseDStreams ist neulich während eines Live-Streams eingepennt. So menschlich trivial wie nichts anderes. Allerdings fanden offenbar nicht wenige Gefallen daran und sahen dem Herrn live beim Schlafen zu. Einige schickten ihm Geld in der Hoffnung, dass das Pinken, was beim Erhalt einer Spende eingeht, ihn wecken würde. Tat es nicht und so schlief JesseDStreams vier Stunden unter den Augen seiner Zuschauer. Hier der Moment, in dem er dann doch endlich mal aufwachte. Mittlerweile haben sich das mehr als 3 Millionen Leute angesehen.

JesseDStreams who streaming in the ‚Just Chatting‘ category on Twitch, had a normal stream for about two hours – eating, watching TV and not really engaging in chat interactions. Then, he dozed off. In the stream which continued for four more hours, two hundred people joined the stream, and several even sent money donations hoping the familiar ‚ding‘ notification tune would wake him up.

Through the hours, more and more people kept joining – all to watch someone sleeping.

When he finally woke up, the chat box was beyond happy with their reactions that he finally woke up. Some had been watching the stream of him for sleeping for over four hours! His follower count had also jumped up from a hundred to over a thousand.


(Direktlink)

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Aphex Twins Online-Shop ist eine ordentliche Streaming Plattform

Bei Warp ist der Online-Shop Aphex Twin ins Netz gegangen und bietet dort nicht nur all die gezeigten Veröffentlichungen zum Kauf, sondern das alles auch zum kostenfreien Stream an: aphextwin.warp.net. Wer sich also mal durch die Discography von Richard David James hören will, kann das dort gerne tun. Schade nur, dass die Selected Ambient Works 85-92 fehlen. Warum auch immer.
(via Paco)

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Soundcloud Go als Streaming-Dienst für DJ-Mixe?

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Soundcloud hat mit Soundcloud Go heute einen eigenen Streaming-Service an den Start gebracht, der sich neben Apple-Music und Spotify platzieren will. Soundcloud bietet dafür 135 Millionen Tracks an und möchte dafür 9,99 Euro monatlich. User der kostenlosen Variante erwartet in Zukunft Werbung.

Dass das musikalische Angebot sich von dem der aktuellen Marktführer unterscheidet, dürfte klar sein. Das Soundcloud dennoch nach wie vor auch ein soziales Netzwerk ist, ebenso.

Was aber als Nachricht wirklich ganz großartig klingt: Soundcloud hat sich dafür mit Verwertungsgesellschaften wie der GEMA darauf geeinigt, das DJ-Mixe rechtlich ab jetzt klar gehen und nicht mehr gelöscht werden müssen, was im Hinblick auf die eigenen Mixe und den seit Jahren bezahlten Pro Accounts die beste Nachricht des Tages ist.

„Wichtig ist aber, dass diese Probleme mit der Einführung von SoundCloud Go der Vergangenheit angehören und das auch für Nutzer, die kein Abo abschließen. Im Rahmen der Verhandlungen zu unserem Abodienst haben wie auch eine Einigung mit Verwertungsgesellschaften wie der GEMA in Deutschland erzielt. Das bedeutet, das man DJ-Mixe jetzt legal und problemlos auf SoundCloud stellen kann. Das ist also eine sehr positive Nachricht für DJs.“

Ob sich das auch gleich so umsetzen lässt, werde ich bei den Uploads einiger kommender Kalendermixe erfahren. Geil wäre das in jedem Fall!

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Portishead: 2300 Euro für 34 Millionen Streams

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(Foto: Paul Carless, CC BY 2.0)

Ich erwähnte hier mal in einem Nebensatz, dass ich Streaming-Angebote wie Spotify nicht sonderlich schätze, weshalb ich konkret Spotify selbst auch nicht nutze, obwohl ich wirklich viele der immer wieder irgendwo aufploppenden neuen Angebote zumindest mal anteste.

Mal unabhängig davon, dass ich musikalisch auf Spotify wahrscheinlich auch gar nicht sonderlich glücklich werden würde… Ein zweiter Punkt ist eben der, dass die Musiker durch Dienste wie diese eben echt wirklich beschissen bezahlt werden. Es gab dafür in letzter Zeit einige Beispiele, das aktuelle Sahnehäubchen dazu kommt von Portishead-Kopf Geoff Barrow, der auf Twitter die sehr mäßigen Einnahmen von den Streams ihrer Musik veröffentlichte.

Wie genau er dort auf Apple kommt, weiß ich nicht. Immerhin verkaufen die ja, wenn auch zu einem für die Künstler eher miesen Anteil von 50%, soweit ich weiß.

Von Tonspion:

Die Zukunft der Musikbranche scheint ungewiss. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Dienste wie Spotify, Youtube oder Pandora Musikern wenig Geld einbringen. Letztes Jahr veröffentlichte Streaming-Riese Spotify offizielle Zahlen, nach denen er zwar insgesamt rund 500 Mio. Euro an die Rechteinhaber zahlt. Und Zahlen aus dem Jahr 2014 belegen dass Streaming-Einnahmen, die von CD-Verkäufen zum ersten Mal überstiegen. Allerdings findet das Geld nur in seltenen Fällen den direkten Weg zum Künstler, vielmehr geht es zu großen Teilen an Plattenfirmen, Labels und Verlage.

Umgerechnet verdient Barrow damit pro Stream eines Songs gerademal 0.007 Cents. Wer hier scheinbar richtig verdient ist Universal Music Group. Die kritisiert Barrow auch, dafür dass sie seine Musik so günstig unter das Volk bringen. Zur Universal Music Group gehört auch die Universal Music Publishing Group, diese macht in der Regel die Verträge mit den Streamingdiensten.

Ich bin in seiner Betrachtungsweise da recht nahe bei Tanith, der vor gar nicht allzu langer Zeit schrieb, „Mir persönlich ist es lieber wenn die Kids die Musik klauen, anstatt sie zu streamen, weil so wenigstens keiner reich wird anstatt die falschen“.

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Hörtest: MP3s vs. unkomprimierte Musik

Tidal ist ein Streamingdienst, der sich anschickt, Musik in CD-Qualität ins Netz zu streamen. Vermeintlich also unkomprimiert. Dafür gibt es auch in hiesigen Gefilden einen einen Anbieter, der sich WiMP nennt. Dienste also, die Musik in besserer Qualität als Spotify, Rdio und Co ins Netz packen wollen. Dass das den Kids, die sich auch mit YouTube und dem wenig besseren zufrieden geben, komplett am Arsch vorbeigeht, sei da mal egal.

Es gibt ja immer noch jene, die immer mokieren, dass ein 320er MP3 nicht an Flac rankommen würde und überhaupt alles, was nicht Vinyl oder mindestens Wave wäre, klanglich ablaufen kann.

Endlich macht es mal einer und gibt Butter auf die Fische: Dann machen wir doch alle jetzt mal diesen Test, den eben Tidal anbietet, um sich der Vorzüge von nicht komprimierter Musik bewusst zu werden.

Ich habe das über eine semi-gute Creative-Station getan. Mit Bass und zwei Hochtönern. Kann sein, dass das über die von mir immer benutzten Kopfhörer anders ausgesehen hätte. Aber immerhin habe ich es auf 3 von 5 geschafft. Und dabei ist nicht mal klar, wie qualitativ hochwertig das zum Test angebotene MP3 tatsächlich ist.

Aber testet mal selbst, ob euch die vermeintlich bessere Qualität in etwa das doppelte an Geld wie z.B. Spotify wert wäre. Mir nicht. Und ich habe nicht mal Spotify und finde Streamingdienste für Musik auch generell eher so naja. Aber darum soll es ja gar nicht gehen.

Und jetzt kommt mir nicht alle mit: „Ich habe es immer gewusst, ich habe fünf von fünf!“ Den meisten von euch werde ich dann kein Wort glauben. So.

Immerhin war ich damit besser als die Tester von Das Filter, die zweifelsohne den Klang Musik nicht weniger lieben als meine Wenigkeit und trotzdem glatte fünf Mal daneben lagen.

Das kann natürlich die unterschiedlichsten Gründe haben. Prüfungsdruck (ha!), die falschen Tracks (haha) oder einfach Beschiss (haha, nee, buuuh!). Oder es bedeutet einfach, dass unsere Ohren auf solche Unterschiede mittlerweile nicht mehr reagieren, zumindest dann, wenn man nicht darauf vorbereitet ist und weiß, ein kulturbeflissenes Statement zu den Vorzügen von analogen Signalwegen im Allgemeinen, dem Vinyl im Besonderen und der generellen Skepsis gegenüber dem Digitalen abgeben zu müssen. Oder es heißt, dass die Unterschiede nie wirklich relevant waren und heut schon sowieso nicht mehr sind.

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