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Schlagwort: Urbanism

Ein Park voller Menschen singt mit einem Mann, der auf einer Bank sitzt, Bon Jovis „Livin On a Prayer“

Ich hatte vor ein paar Jahren mal eine dieser komischen Situationen. Eine neue Kollegin fing an bei dem Träger zu arbeiten, bei dem ich schon länger war und immer noch bin. Wir quatschten kurz und sie nahm mich dann mit ihrem Auto mit. Während der Fahrt lief eine Bon Jovi CD. Bon Jovi!

Ich war etwas konsterniert, denn niemand, den ich kannte, hörte Bon Jovi. Nicht mal ironisch. Wirklich nicht. Ich stieg dann irgendwann aus ihrem Auto und erzählte irgendwem später, ja, schon auch so ein bisschen Arschloch-mäßig, dass ich glauben würde, dass primär nur Pfarrerstöchter Bon Jovi hören würden. Was ich heute so nicht mehr sagen würde. Aber für den Joke hat es damals gereicht.

Ein paar Monate später stellte sich heraus, dass die neue Kollegin tatsächlich die Tochter eines Pfarrers war – und Bon Jovi mochte.

Aber: sie ist bis heute eine verdammt stabile Kollegin. Eine der Besten. Trotz ihrer damaligen Vorliebe für Bon Jovi. Habe ich mir vor ihr auch nicht denken können – und bin froh, immer noch dazuzulernen. Und finde Bon Jovi trotz dessen immer noch ziemlich beschissen. Aber wenn dann ein ganzer Park mit einem Tüpen auf der Bank dazu zu singen anfängt, auch irgendwie ein bisschen dolle okay. Ja.


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Und natürlich waren es dann wirklich Rocco und seine Brüder, die im Schacht der Berliner U9 ein Büro für die CDU installiert haben

Alles andere wäre auch ziemlich anders gewesen, aber nach diesem Insta-Beitrag von Rocco samt seiner Brüder dürfte klar sein, dass diese aktuell urbane Kunstinstallation in Berlin von genau ihnen kommen dürfte. Sollte. Muss.

„Rent in Berlin has increased dramatically. Even CDU, Germany’s conservative ruling party, who were ferociously fighting against a ban of the explosion of rent increases, is now falling victim to their own politics. The party is being out-gentrified from their very own national office, as they are no longer able to come up with their rent. The discovery by BVG worker Norbert Schmidt in a tunnel of Berlin’s U9 metro line accordingly comes as no surprise. At exactly the same spot where four years earlier the BVG has evicted a young collective of artists, one can now find a new and fully furnished office space. When she opened her favorite newspaper this morning, Petra Nelken, press officer of BVG, was so shocked about the freshly publicised photos of the office that she dropped her coffee over her Leberwurstsandwich.“

Und dann wundere ich mich halt kurz ein bisschen darüber, dass die Hinweise dazu erst an Berliner Medien gehen müssen, um letztendlich bei der BVG anzukommen. Aber die stecken wahrscheinlich ein Teil ihres Geldes lieber ohnehin in Social-Media-Agenturen, die darüber lachen machen sollen, dass vieles nichts funktioniert, als sich genau darüber ärgern zu dürfen. Oder so. Rocco und sein Brüder haken da ganz subtil nochmal nach.

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Not again! Rent in Berlin has increased dramatically. Even CDU, Germany’s conservative ruling party, who were ferociously fighting against a ban of the explosion of rent increases, is now falling victim to their own politics. The party is being out-gentrified from their very own national office, as they are no longer able to come up with their rent. The discovery by BVG worker Norbert Schmidt in a tunnel of Berlin’s U9 metro line accordingly comes as no surprise. At exactly the same spot where four years earlier the BVG has evicted a young collective of artists, one can now find a new and fully furnished office space. When she opened her favorite newspaper this morning, Petra Nelken, press officer of BVG, was so shocked about the freshly publicised photos of the office that she dropped her coffee over her Leberwurstsandwich. @bvg_weilwirdichlieben @cduberlin #berlin #bvg #cdu #roccoandhisbrothers #ihrkriegtunshiernichtraus #dasistunserhaus #schmeisstdochlieberSchmidtundPressundMoschauskreuzbergraus

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(via Urbanshit)

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Ikea baut in Wien einen Store ohne Parkplatz

Der Gedanke an Ikea ist grundsätzlich immer mit einem Parkaus und oder Parkplatz verbunden. Irgendwo muss das dort gekaufte Zeug ja in die Autos kommen. Bisher. Jetzt aber baut Ikea in Wien eine Filiale, die komplett auf Fußgänger und Radfahrer als Kunden ausgerichtet ist. Es wird dort keinen einzigen Parkplatz geben. Alles, was zu groß zum Tragen ist, wird innerhalb von 24 Stunden geliefert.

The concept focuses on the current megatrends and takes into account the dramatically changed shopping behavior, as well as a new form of mobility without a car. Customers have little time and appreciate convenience and comfort. This is clearly noticeable in the furnishing area: More and more customers no longer even think about carrying their purchases home themselves. You can have them delivered.

(via Tibor)

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Frau in einem Wohnviertel in Chile singt eine Oper vom Balkon – und das Viertel reagiert

Keine Ahnung, wo genau und im welchen Kontext diese Aufnahme entstanden ist. Aber stellen wir uns einfach mal vor, dort trat tatsächlich eine Frau auf ihren Balkon und singt auf diesem eine Oper. Und dann schreien ihre Nachbarn nicht, „Halt die Fresse!“ und geben sich dem hin. Wie schön bitte ist denn dieser Gedanke und die Reaktion auf den Gesang, solang die Sache hier nicht irgendwie editiert wurde?

Ich mag in dem Moment genau daran glauben – und dann sind Menschen auf einmal auch nur halb so scheiße, wie an sich.

[Upadte] Ist so wirklich passiert. Hier die Story dazu: A Chilean Opera Singer Sang In Peaceful Protest During A Curfew For Thousands Of Her Neighbors. (Danke, Gilly!)

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In Jakarta haben sie ein kleines Dorf auf das Dach eines zehnstöckigen Gebäudes gebaut

Ein Dorf in der Urbanität ist in Jakarta vor schon gut 10 Jahren Realität geworden und erzeugt gerade mediales Interesse. Jakartas Comsmo Park ist ein kleines Dorf, das auf einem zehnstöckigen Gebäude über einem Einkaufszentrum und einem Parkhaus errichtet wurde. Wohnräume schaffen, wie auch immer es geht. Und das sieht dann so aus.

The Guardian hat eine Hintergrundstory dazu:

“It’s a lovely oasis,” says (resident) Fazila Kapasi, as she tails her four-year-old son around on his bike along one of the complex’s neat roads. “I cannot recommend it enough.”

Fazila and her husband moved to Jakarta from Mumbai, and chose Cosmo Park partly because they were concerned about Jakarta’s floods. But after living there for six years Fazila can reel off a string of other advantages, including that it is less isolating than standard apartment living.

In the afternoon Fazila stops to chat to her neighbours, while most days she and her son feed the pigeons that live in a nearby tree. She also has her own garden, where she has a hammock and space to grow aubergines, tomatoes and chillies.

“It is so good. There is so much open space, my son can ride his bike around. It’s so central, it’s really safe, and there is a lovely neighbourhood feel,” she says.

(via BoingBoing)

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Hinweis an Hamburger Autofahrer, die gerade im Stau stehen: „Mit dem Fahrrad wärst du schon da!“

Ich persönlich bin Fan der Idee von autofreien Innenstädten. Zumindest hier ist die Innenstadt so klein, dass man easy in wenigen Minuten zu Fuß durch diese laufen kann. Momentan allerdings stören einen dabei die Autos, die sich um Parkplätze streiten und die kleinen Straßen kontinuierlich verstopfen. Und das, obwohl man hier, wenn nicht gar zu Fuß, doch mindestens mit dem Fahrrad schneller wäre. Immer und ohne Ausnahme. Offenbar gilt das auch für größere Städte. Wie in diesem Fall für Hamburg, wo die Initiative Hamburg dreht sich an den Landungsbrücken mal eben einen Banner für die tausenden im Stau stehenden Autofahrer platziert hat. Ob die Message dort auch ankommt? Wer weiß.


(via Urbanshit)

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