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Schlagwort: Youth

Doku von 1992: Videokids im Prenzlauer Berg – Die Vorläufer der YouTuber-Generation

[Update] Video wurde mittlerweile auf privat gestellt. Offenbar wurden vor der Veröffentlichung bestimmte Absprachen nicht geführt.

Sehr schöne Archiv-Perle, die zwei 13-jährigen Zwillinge dabei zeigt, wie sie ihrem Hobby nachgehen. Was die beiden wohl heute so machen?

Sie machen Videos in der „Kinder-Video-Werkstatt“ und sind überall mit ihrer Kamera dabei, um das zu filmen, was die Kinder in ihrem Viertel interessiert. Das sind zum Beispiel Hausbesetzungen und Demonstrationen, die Veränderungen seit der Wende oder die Gewalt, die in ihrer Schule ständig zunimmt. „Selbermachen“ heißt die Devise, wobei die Kinder ihre Themen selbst entwickeln und die Drehorte bestimmen. Spielerisch wird die Perspektive der Erwachsenen der Sichtweise der Kinder gegenübergestellt, deren Bilder im Mittelpunkt stehen.

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Doku: Lugau City Lights – Ein DDR-Dorf schreibt Popgeschichte

Eine sehr schöne Doku über jugendkulturelle Begehrlichkeiten in der DDR und über junge Leute, die es trotz aller staatlichen Widerstände einfach mal gemacht haben, was nicht ganz ungefährlich war.

In Lugau, einem kleinen Dorf im Spreewald, ist es still. Zu still. Der einzige Ort, der etwas Leben verspricht, ist die Kneipe. Kein Wunder also, dass der Ostfrust insbesondere bei der Dorfjugend allgegenwärtig ist. Das Leben von Alexander Kühne und seinen Freunden dümpelt geradezu dahin: Kohlebau, Weißkohlernte. Kurzum: viel Langeweile, wenig Coolness. Bei Bier und Zigaretten beginnen sie herumzuspinnen, malen sich aus, wie es wäre, ein Stück der pulsierenden Metropole nach Hause zu holen. Sie wollen etwas noch nie Dagewesenes schaffen, dem Mikrokosmus der DDR etwas ganz Großes entgegensetzen. Sie träumen groß – Spielen mit dem Gedanken, einen Musikclub zu gründen, in dem sich auch David Bowie wohlgefühlt hätte. Die Volkspolizei wittert eine Revolution, die Nachbarn Ruhestörung. Die Hürden scheinen unüberwindbar – und doch gelingt es. Aus der ehemaligen Dorfgaststätte wird der Jugendclub „Extrem“. Die größte Party ihres Lebens beginnt – mitten im Nirgendwo der DDR. Bis in die 90er zieht der Musikclub in der Provinz rockwütige Partygänger aus Berlin, Cottbus, Dresden und Leipzig an. Bands wie Rammstein, Fettes Brot oder Sandow bringen die Bühne zum Beben. Heute ist die Bühne verwaist, die Punkkonzerte von einst sind nichts weiter als bloße Erinnerung. 2017 reist Kühne zurück an den Ort, an dem er und seine Freunde einst das Unmögliche möglich machten. „Lugau City Lights“ zeigt überschäumende Popkultur, wo sie keiner vermutet – in einem Dorf zwischen Dresden und Berlin – und erzählt die Geschichte von jungen Menschen, die weder aus der DDR flohen noch sie bekämpften, sondern sie einfach ignorierten: mit einer musikalischen Revolution im einem Dorfsaal.

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Rezo legt nach und sammelt 80+ YouTuber*innen, die dazu aufrufen, am Wochenende wählen zu gehen

Vielleicht hoffte ganz besonders die CDU, dass die Rezo-Sache mit ihrem 11-seitigem Antwort-PDF erledigt sei und man sich dort wieder dem Tagesgeschäft widmen könnte. Aber nein, so ist es nicht. Rezo hat nun ein Video veröffentlicht, in dem über 80 YouTuber*innen dazu aufrufen, am Sonntag wählen zu gehen. Dabei machen sie deutlich, wen man nach ihren Meinungen lieber nicht wählen sollte. Das gibt der ganzen Angelegenheit noch mal einen ganz neuen Spin und zeigt, dass sich die jungen Menschen nun auf ihre Weise Gehör verschaffen. Wohl auch, weil sie das Gefühl haben könnten, viel zu lange nicht gehört worden zu sein. Ich finde das ziemlich spannend und warte auf das, was da noch kommen mag, auch wenn man die Zusammenstellung der hier gezeigten Akteure und die Motivation einiger, in diesem Video dabei zu sein, durchaus kritisch hinterfragen kann.

Dies ist ein offener Brief. Ein Statement. Von einem großen Teil der Youtuber-Szene.
Am Wochenende sind die EU-Wahlen und es ist wichtig wählen zu gehen. Aber es ist genauso wichtig, eine rationale Entscheidung bei der Wahl zu treffen, die im Einklang mit Logik und Wissenschaft steht.

Es gibt viele wichtige politische Themen, aber nach der Risiko-Hierarchie hat die potentielle Zerstörung unseres Planeten offensichtlich die höchste Priorität. Jedes andere Thema muss sich hinten anstellen.

Die irreversible Zerstörung unseres Planeten ist leider kein abstraktes Szenario sondern das berechenbare Ergebnis der aktuellen Politik. Das behaupten nicht wir, sondern das ist der unfassbar große Konsens in der Wissenschaft. Die Experten sagen deutlich, dass der Kurs von CDU/CSU und SPD drastisch falsch ist und uns in ein Szenario führt, in dem die Erde unaufhaltsam immer wärmer wird, egal was wir tun. In dieser Welt sterben nicht nur viele Tierarten aus, sondern auch viele Menschen. Für die Überlebenden nehmen Krankheiten zu, Billionen wirtschaftliche Schäden entstehen und es werden hunderte Millionen Flüchtlinge kommen, die nicht für ein paar Jahre sondern für immer in anderen Ländern untergebracht werden müssen.
Darin ist sich die Wissenschaft sicher. Hier geht es nicht um einzelne Expertenmeinungen, denn die kann man immer finden. Nein, es ist ein überwältigender Konsens unter Wissenschaftlern, der sich auf unzählige unabhängige Studien und Untersuchungen stützt.

Krasser Move, dieses Video. Hätte nicht gedacht, dass mich die deutsche YouTube-Szene irgendwann mal auch nur annähernd politisch überraschen könnte. Da brennt jetzt nicht wenigen Politakteuren der Hut. Jede Wette.


(Direktlink, via Volker)

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Warum man Freunde nicht in einem Reifen von einem Berg rollen sollte, der von einer Straße gekreuzt wird

Also vielleicht nicht, aber dafür hier recht anschaulich. Aber vielleicht ja doch.

„Good luck!“ hat er in diesem Fall ganz gut gebrauchen können. Hatte er.

[Update] ist Teil einer Werbung. Leider.

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Schultheater in New Jersey bringt „Alien“ auf die Bühne – und beeindruckt nicht nur mit grandiosen Kostümen

An der North Bergen High School in New Jersey hat die Schultheater-AG den Ridley Scott Klassiker „Alien“ 40 Jahre nach dessen Premiere auf die Theaterbühne geholt. Dafür gab es extra einen Trailer:


(Direktlink)

Ganz besonders beeindruckend daran sind die Kostüme, die alle samt aus recycelten Materialien selbst hergestellt wurden. Auch die Requisiten haben die Schüler selbst gebastelt. Und das zusammen ist alles ganz schön geil. Auch ohne das Stück jetzt gesehen zu haben.


(via Neatorama)

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Zwei sich im Netz vollpöbelnde YouTuber sorgen für Massenschlägerei auf dem Alexanderplatz

(Foto: Couleur)

Zwei mehr oder minder bekannte YouTuber haben durch ihr Online-Gedisse und einem jeweiligen Aufruf an ihre „Fans“ dafür gesorgt, dass sich gestern 400 Menschen auf dem Alexanderplatz in Berlin trafen, woraufhin es zu einer Massenschlägerei kam, an der wohl 50 Leute beteiligt waren. Der Berliner Polizei musste mit 100 Leuten anrücken, um den Tumult aufzulösen. Es flogen Schottersteine und sowohl „Fans“ als auch die Polizei setzte Reizgase an. Es gab 9 Festnahmen.

Ist ja gut, wenn die jungen Menschen mal wieder rausgehen, um sich mit Leuten zu treffen, aber…

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Derweil in München: Partygäste urinieren gegen Polizeiauto – Sieben Beamte verletzt

Da kommen die Deutschen aus dem Süden immer nach Berlin, um danach rum zu fabulieren, wie schlimm es um die Hauptstadt gestellt sein muss. Dabei sieht das in München nicht viel besser aus. Zumindest werden in Berlin keine Polizisten verletzt uriniert. Genau genommen in München auch nicht, aber was sind das denn bitte für Zustände in Bayern?!

Auf einer Party in Untersendling kam es zu Ausschreitungen: Partygäste bieselten erst an einen Streifenwagen und bewarfen dann die Beamten mit Flaschen. Mehrere Tatverdächtige wurden festgenommen.


(via Perlen des Lokaljournalismus)

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Schlagzeugerin Sina erklärt, warum Ringo Starr ein großartiger Drummer war

Schlagzeugerin Sina erklärt hier in 15 Minuten mal eben, warum Ringo Starr ein tatsächlich guter Drummer für die Beatles war. Und sie weiß dabei augenscheinlich ganz genau, worüber sie da spricht – und was sie da spielt.

Randnotiz: Da Sina die Beatles-Originalaufnahmen aus urheberrechtlichen Gründen nicht verwenden konnte (der Content-ID-Algorithmus von YouTube interessiert sich nicht für eine faire Verwendung), verwendet sie hierfür die Aufnahmen einer Beatles-Tribut-Band, in der ihr Vater spielt: „The Silver Beatles“.

Weitere Randnotiz: Die Beatles hießen einst „The Silver Beatles“.

Und sie kann es. So was von.


(Direktlink, via BoingBoing)

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