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Schlagwort: Youth

Übersicht über Erscheinungsformen „negativ-dekadenter“ Jugendlicher in der DDR

Eine kleine Übersicht darüber, wie man beim Staatsapparat der DDR Jugendliche und ihre Subkulturen zu klassifizieren versuchte. Klar jedenfalls ist, dass jede Zugehörigkeit von Jugendlichen in etwaigen Subkulturen von Staatsseite alles andere als gern gesehen und durchaus beobachtet wurde. Deshalb waren Punks, Grufties, Blueser und alle anderen, die sich in der DDR einer Jugendkultur zugehörig fühlten, immer etwas anderes, als jene, die das im Westen für sich beanspruchten, wo das, bis auf die Nachbarn, kaum jemanden sonderlich tangiert hat.


(via reddit)

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Jugendliche klauen Radlader, um ihren BMX-Platz schöner zu machen

(Symbolfoto: • Ricobino)

Bei Osterode haben zwei 15-Jährige einen Radlader geklaut, um mit dem ihren BMX-Court um ein paar Sprunghügel zu erweitern. Erlaubt ist das freilich nicht, die beiden müssen jetzt mit strafrechtlichen Ermittlungen leben.

Zwei 15-jährige Jugendliche aus Bad Grund haben auf dem Parkplatz des Sportplatzes Im Teufelstal in Bad Grund einen dort abgestellten Radlader unbefugt benutzt. Zuvor hatten diese sich über eine weitere Person bei einem Internetportal einen sog. Universalschlüssel besorgen lassen und öffneten damit das Führerhaus des Radladers. Durch eine weitere Manipulation konnten sie anschließend die Wegfahrsperre der Baumaschine außer Kraft setzen. Einer der 15-Jährigen habe den Radlader dann von dem Parkplatz auf ein angrenzendes BMX-Gelände gefahren.

(via Geschichten Onkel)

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Über ostdeutsche Neonazis zur Nachwendezeit und wie das so war

Langer aber starker Text von Daniel Schulz, der im Hinblick auf das, was in Chemnitz passiert, seine Nachwendezeit reflektiert und darüber schreibt, wie das als Jugendlicher in der Post-DDR war: Jugendliche in Ostdeutschland – Wir waren wie Brüder. Ich kann da vieles unterschreiben, denn vieles habe ich genau so erlebt, auch wenn ich mich recht frühzeitig ganz bewusst dazu entschieden hatte, den Umgang mit diesen Leuten zu meiden. Ganz ließ dieser sich nicht immer ausschließen. Und doch gab es auch damals schon Menschen, die sich den Nazis in den Weg stellten. Dafür gab es dann halt schon mal auf die Fresse, oder man musste die Beine in die Hand nehmen und schneller sein als sie in ihren Stiefeln.

Ein Text, der zum Nachdenken anregt, auch wenn er wenig besser macht. Ich finde auch nicht, dass er um Verständnis zu werben versucht, er stellt dar – auf ganz persönliche Weise.

„Bis Ende der neunziger Jahre weicht dieser neue Staat zurück – in den Kleinstädten und Dörfern. Viele Menschen, die so alt sind wie ich, rechnen nicht mehr mit ihm. Wir sehen alle dasselbe: Es kommen keine Polizisten, wenn dreißig Kahlrasierte vor einem Jugendklub auftauchen und Leute vermöbeln oder sie kommen nur zu zweit und bleiben dann in ihren Autos sitzen. Was sollen sie machen? Selbst verdroschen werden? Das passiert manchmal auch.

Die große Macht der Volkspolizisten ist ebenso gebrochen wie die unserer Lehrerinnen. In der DDR konnten diese Autoritäten noch im Alleingang ganze Biografien versauen – du darfst studieren und du nicht – und jetzt lachen wir sie aus, wenn sie vor uns stehen. Wir lachen, bis sie heulen. Sie haben Angst vor der neuen freien deutschen Jugend.“

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Wenn ich nicht hier bin

Ich bin beruflich gerade in Belfast und gucke mir unter anderem an, wie das hier mit der Jugendsozialarbeit gehandhabt wird, wie sich der damalige Konflikt noch heute auf die Stadt auswirkt und wie der Brexit das alles vielleicht nochmal verändern könnte. Superspannend alles und höchstinteressant. Allerdings auch nach straffem Programm organisiert, so dass kaum Zeit für irgendwas anderes bleibt. Sobald ich wieder da bin, geht das hier wie gehabt weiter. Bis dahin: immer schön die Ohren steif halten und locker durch die geschlossene Hose atmen. Ihr wisst schon.

Peace Walls:

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