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Schlagwort: YouTube

Radiohead laden jedes ihrer Alben zum Stream auf YouTube

Radiohead haben in den letzten Wochen sämtliche ihrer Alben auf ihren YouTube-Kanal geladen. So, dass sie dort jeder streamen kann, ohne dafür irgendwas zahlen zu müssen. Konsequent, wie ich finde.

Now you can stream all of those albums on YouTube, from Pablo Honey to 2016’s Moon Shaped Pool. Revisit not only the songs on their debut besides “Creep” but the albums that devastated, then reshaped, the industry, and irrevocably changed the sound of popular music.


(Direktlink, via Kottke)

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„Hab ich mich gefragt, was wäre eigentlich in diesem Land los, wenn die Bundesvorsitzende einer Regierungspartei die Zensur-Karte ziehen möchte?“

Die CDU kann endgültig weg. Und trägt dafür ganz alleine die Verantwortung.

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CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer erwägt Regulierung von Meinungsäußerungen im Internet

Man hätte nach gestern Abend ja wenigstens hoffen können, dass die CDU wenigstens ein bisschen so etwas wie ihre Lektion gelernt hätte, aber Annegret Kramp-Karrenbauer beweist keine 24 Stunden nach der herben Wahlniederlage das Gegenteil. Schuld daran ist wohl das Video, in dem über 80 YouTuber letzte Woche dazu aufgerufen haben, weder die CDU/CSU, die SPD oder die AfD zu wählen.

In der Diskussion um CDU-kritische Youtube-Videos vor der Europawahl hat CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer die Regulierung von Meinungsäußerungen im Internet vor Wahlen angeregt.

Kramp-Karrenbauer sagte am Montag nach Gremiensitzungen der CDU, wenn 70 Zeitungsredaktionen vor einer Wahl dazu aufriefen, nicht CDU oder SPD zu wählen, würde dies als „klare Meinungsmache vor Wahl“ eingestuft. Man müsse darüber reden: „Was sind Regeln aus analogen Bereich und welche Regeln gelten auch für den digitalen Bereich.“ In der Debatte müssten auch die Auswirkungen auf die Demokratie eine Rolle spielen.

Und schwups steht die Meinungsfreiheit zur Debatte. Weil, wenn die dazu aufrufen, mich nicht zu wählen, verbiete ich denen den Mund. Krass wie schnell sowas gehen kann.

Und ich wusste letzte Woche nach dem Video schon, dass so etwas kommen würde – und meinte das gar nicht nur lustig.

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Rezo in der New York Times

Das Geile am Internet ist ja, dass es keine Grenzen kennt. Also zumindest außerhalb von Nordkorea oder China und so. Davon weg, fließt das alles (noch) und bricht sich Damm um Damm. Und so ist Rezo mit seinem „Zerstörungsvideo“ in der New York Times gelandet: Youth’s Video Takes Aim at Merkel’s Party in Run-Up to European Elections. Ich lehne mich zurück und sage wertfrei in den Raum: „Leute, da passiert was.“ Ich find’s gut.

The video is a master class in online civic engagement. Clad in an orange hoodie and gray baseball cap, the narrator, who says he is 26, unfurls his attack point by point, apparently while sitting in his workroom study with guitars and keyboards in the background. His real identity and hometown are unclear, but he says he is a YouTube music producer.

The video employs easy-to-watch cuts, sound effects and graphs and, in a style commensurate with German youth culture, uses much English slang.

(via Volker)

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Rezo legt nach und sammelt 80+ YouTuber*innen, die dazu aufrufen, am Wochenende wählen zu gehen

Vielleicht hoffte ganz besonders die CDU, dass die Rezo-Sache mit ihrem 11-seitigem Antwort-PDF erledigt sei und man sich dort wieder dem Tagesgeschäft widmen könnte. Aber nein, so ist es nicht. Rezo hat nun ein Video veröffentlicht, in dem über 80 YouTuber*innen dazu aufrufen, am Sonntag wählen zu gehen. Dabei machen sie deutlich, wen man nach ihren Meinungen lieber nicht wählen sollte. Das gibt der ganzen Angelegenheit noch mal einen ganz neuen Spin und zeigt, dass sich die jungen Menschen nun auf ihre Weise Gehör verschaffen. Wohl auch, weil sie das Gefühl haben könnten, viel zu lange nicht gehört worden zu sein. Ich finde das ziemlich spannend und warte auf das, was da noch kommen mag, auch wenn man die Zusammenstellung der hier gezeigten Akteure und die Motivation einiger, in diesem Video dabei zu sein, durchaus kritisch hinterfragen kann.

Dies ist ein offener Brief. Ein Statement. Von einem großen Teil der Youtuber-Szene.
Am Wochenende sind die EU-Wahlen und es ist wichtig wählen zu gehen. Aber es ist genauso wichtig, eine rationale Entscheidung bei der Wahl zu treffen, die im Einklang mit Logik und Wissenschaft steht.

Es gibt viele wichtige politische Themen, aber nach der Risiko-Hierarchie hat die potentielle Zerstörung unseres Planeten offensichtlich die höchste Priorität. Jedes andere Thema muss sich hinten anstellen.

Die irreversible Zerstörung unseres Planeten ist leider kein abstraktes Szenario sondern das berechenbare Ergebnis der aktuellen Politik. Das behaupten nicht wir, sondern das ist der unfassbar große Konsens in der Wissenschaft. Die Experten sagen deutlich, dass der Kurs von CDU/CSU und SPD drastisch falsch ist und uns in ein Szenario führt, in dem die Erde unaufhaltsam immer wärmer wird, egal was wir tun. In dieser Welt sterben nicht nur viele Tierarten aus, sondern auch viele Menschen. Für die Überlebenden nehmen Krankheiten zu, Billionen wirtschaftliche Schäden entstehen und es werden hunderte Millionen Flüchtlinge kommen, die nicht für ein paar Jahre sondern für immer in anderen Ländern untergebracht werden müssen.
Darin ist sich die Wissenschaft sicher. Hier geht es nicht um einzelne Expertenmeinungen, denn die kann man immer finden. Nein, es ist ein überwältigender Konsens unter Wissenschaftlern, der sich auf unzählige unabhängige Studien und Untersuchungen stützt.

Krasser Move, dieses Video. Hätte nicht gedacht, dass mich die deutsche YouTube-Szene irgendwann mal auch nur annähernd politisch überraschen könnte. Da brennt jetzt nicht wenigen Politakteuren der Hut. Jede Wette.


(Direktlink, via Volker)

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CDU entscheidet sich nun doch gegen Video-Antwort auf YouTuber Rezo

Halb Deutschland hat gestern auf die Videoantwort der CDU an YouTuber Rezo gewartet. Angekündigt wurde sie Vormittag, produziert wurde sie wohl auch. Vorgetragen werden sollte sie von Philipp Amthor. Heute wurde mitgeteilt, dass jenes Video nicht veröffentlicht wird. Leere Versprechungen. Pfff. Alles wie immer bei der CDU.

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat den Kritiker nun via Twitter zum Meinungsaustausch einladen.

Stelle mir gerade vor, wie die finale Version des Amthor-Videos zur Abnahme an Angela Merkel ging und sie kurz und entschlossen antwortete: „Was soll diese Scheiße? Wollt ihr mich verarschen?!“

Mittlerweile gibt es auch eine schriftliche Stellungnahme von Seiten der CDU: Wie wir die Sache sehen.

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YouTuber Rezo „zerstört“ die CDU

Das Video ging die letzten Tage schon rum, ich kam aber erst heute dazu, es mir anzusehen. Und das solltet ihr auch tun. Es ist das bisher meist gesehene Politikvideo eines deutschen YouTubers, der damit in erster Linie junge Menschen anspricht. Offenbar verstehen die ihn eher als sie Politiker und ihre vermeintlichen Expertisen verstehen. Kein Wunder, denn viele Jugendliche fühlen sich von der Politik im Allgemeinen gar nicht mehr angesprochen. Dann halt auf diesem Wege. Find ich gut, auch wenn manche Punkte ein wenig unterkomplex abgehandelt werden. Im Ganzen ist dieses Video wirklich gut und wird junge Menschen vielleicht dazu bewegen, genau zu wissen, wen sie nicht wählen werden. Am Ende kommen nämlich auch andere Parteien nicht ganz so gut weg. Und wenn das ein Weg sein sollte, junge Menschen für Politik zu interessieren, dann nur zu! Gerne mehr davon, Rezo.

Die CDU jedenfalls kotzt aktuell ob des Videos ab. Alles richtig gemacht.


(Direktlink)

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Zwei sich im Netz vollpöbelnde YouTuber sorgen für Massenschlägerei auf dem Alexanderplatz

(Foto: Couleur)

Zwei mehr oder minder bekannte YouTuber haben durch ihr Online-Gedisse und einem jeweiligen Aufruf an ihre „Fans“ dafür gesorgt, dass sich gestern 400 Menschen auf dem Alexanderplatz in Berlin trafen, woraufhin es zu einer Massenschlägerei kam, an der wohl 50 Leute beteiligt waren. Der Berliner Polizei musste mit 100 Leuten anrücken, um den Tumult aufzulösen. Es flogen Schottersteine und sowohl „Fans“ als auch die Polizei setzte Reizgase an. Es gab 9 Festnahmen.

Ist ja gut, wenn die jungen Menschen mal wieder rausgehen, um sich mit Leuten zu treffen, aber…

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Was bei Pornhub passierte, als YouTube neulich down war

In der Nacht zu Mittwoch war YouTube für einige Minuten offline. Das Netz war in Aufregung, manche alarmierten gar die Polizei, die allerdings nicht helfen konnte.

Aber wie das so ist in diesem Netz, die Leute wollen Videos sehen. Mir wäre als Alternative zuerst Vimeo eingefallen. Andere klickten sich zu Pornhub und versuchten, dort YouTube-ähnliche Usererfahrungen machen zu können. Pornhub hat mal eben seine Statistiken des Zeitraumes ausgewertet, in dem YouTube down war: YouTube Down, Pornhub Up.

Daraus ergibt sich: Eigentlich wollen halt alle einfach nur Videos gucken. Ich gucke jetzt mal nicht, was sich bei Pornhub unter „ASMR“ so finden lässt.

YouTube experienced a rare global service outage on October 16th, between 9:30 pm and 10:45 pm Eastern time. Mashable checked with us to see if YouTube’s disruption an effect on Pornhub traffic, and it certainly did. When you can’t tube, you fap instead!

Traffic to Pornhub surged during the outage, reaching 21% above daily averages at 10 pm. That’s a significant increase by millions of additional viewers during Pornhub’s peak evening hours.

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