„Besorgte Bürger“: Updates aus Freital

In Freital ist es leider immer noch nicht ruhiger geworden, obwohl das jene, die es alle nach ihrer eigenen ganz persönlichen Odyssee endlich (oder ausgerechnet) bis dorthin geschafft haben, redlich verdient hätten.

Die Website des Ortes gibt zumindest noch vor, dass Gäste dort willkommen wären. Schwer zu glauben nach den Bildern und Informationen der letzten Wochen.

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(via Phrobion)

Währenddessen fand gestern in Freital selber eine Bürgerversammlung statt, um die Debatte über Zuwanderung zu ordnen. Es wurde ein ziemlich hässlicher Abend: Auftritt der pöbelnden Schaummünder.

„Das ist die Konfliktlinie, in Freital wie anderswo: Es gibt eine sehr laute Seite, die die Herausforderungen durch Zuwanderung gerne mit Spielregeln des Mittelalters in Angriff nehmen würde. Und es gibt eine leisere, konstruktive Seite, die den Ton mäßigen und sich in der Sache bemühen möchte. Viele haben sich auch in Freital noch nicht sichtbar entschieden, welcher der beiden Seiten sie angehören möchten. Wie fern sich beide Seiten inzwischen sind, zeigt sich auf verstörende Weise noch einmal am Ende des Abends. Nachdem Polizisten, Politiker, Verwalter sich zwei Stunden lang haben zubrüllen lassen, fragt der Moderator das Publikum, ob es Interesse an Folgeveranstaltungen gebe und ob die Herren vor der Bühne denn wiederkommen dürften, „denn das entscheiden Sie!“ Nur zaghafter Applaus.“
(SZ)

(Direktlink)

Den wahrlich bedauernswerten Höhepunkt allerdings machte im Laufe des Tages, ein Tumblr mit dem Namen „Perlen aus Freital„, der mindestens unglücklich wenn wohl auch ironisch gewählt wurde, aber dennoch die rassistischen Auswüchse sammelt, die Sympathisanten der Freitaler Knetbirnen auf einem sozialen Netzwerk wie Facebook von sich geben. Übelst!

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Da kann man Forderungen wie diese doch ruhig mal in den virtuellen Raum stellen. Finde ich.

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Kommentare: 14

  1. Marcus,

    Ich weiß nicht ob es zwischendurch mal anders war. Traurig ist es trotzdem.

    @Piesacker: Deinen Vorschlag finde ich nicht schlecht.

  2. Andreas Garbe 8. Juli 2015 at 10:23  zitieren  antworten

    Marcus,

    Diese Schwachköpfe von rechtsaußen waren nie weg, nur haben sie nun aufgrund der aktuellen Situation wieder mehr Öffentlichkeit. Beschämend und widerwärtig, aber „ausrotten“ wird man sie leider nie ganz können.

  3. odra 8. Juli 2015 at 14:04  zitieren  antworten

    Sandro,

    da reicht eigentlich schon ein land wo gar kein krieg herrscht, sondern einfach nur 40-50€ im monat für hütte, reis mit bohnen, mobiltelefon und bustaxi fahrten. nachts ne solarfunzel und ins loch kacken, wasser ausm brunnen trinken und zu erfahren, dass klopapier was für reiche europäer ist. und das würde ich sogar noch als halbwegs zu meistern einstufen…

  4. […] …Freital (und nochmal und nochmal). […]

  5. Marcus²,

    obwohl mein zynismus- level (nie sehr niedrig) in der letzten zeit noch rasant angestiegen ist:
    wenn ich das lese schaudert es nicht ein wenig, sondern es läuft mir eiskalt den rücken runter.

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