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Schlagwort: Refugees

Leben in den Ruinen eines verlassenen sowjetischen Sanatoriums

Das sowjetische Sanatorium in der georgischen Stadt Zqaltubo war zur Zeit der UdSSR nicht unpopulär, da die Besucher glaubten, dass das Wasser der Region heilende Kräfte hätte.

Nach dem Zusammenfall der Sowjetunion wurde das Sanatorium verlassen und dem Verfall preisgegeben bis 1992 Tausende von Kriegsflüchtlingen Zuflucht suchten. Heute, 25 Jahre und einige Generationen später, leben immer noch Hunderte von Vertriebenen in den Ruinen des Sanatoriums von Zqaltubo.

Der Fotograf Ryan Koopmans dokumentiert mit einer beeindruckenden Serie die bröckelnden Gebäude und die Menschen, die sie immer noch als Zuhause bezeichnen.

(Direktlink, via Neatorama)

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Doku: Europas dreckige Ernte

Europa im Jahr 2018. Auf so vielen Ebenen zum Kotzen. Eine dieser Ebenen ist die der Produktion von Obst und Gemüse, die mitunter unter menschenunwürdigen Bedingungen stattfindet.

„Die Politik tut nichts, der Handel übernimmt keine Verantwortung“, dass Verbraucher deshalb ihr Einkaufsverhalten ändern werden, scheint eher fraglich.

Die Supermärkte sind voll mit günstigem Obst und Gemüse. Aus Spanien kommt die meiste Ware, auch Italien ist ein wichtiger Lieferant. Wie können die Länder so günstig produzieren? Der Film deckt katastrophale Arbeitsbedingungen auf.


(Direktlink)

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Horst Seehofer schafft es, sich zu seinem 69. Geburtstag in nur 20 Sekunden zu einem vermeintlichen Vollarschloch zu machen

Schafft nicht jeder, aber er kann das. Und dabei kann er darüber noch süffisant lächeln. Meine Oma hätte das im Rahmen der aktuell politischen Situation „widerlich“ genannt – und meine Oma war eine sehr kluge Frau.

Wie menschlich verkommen darf man in den Reihen der CSU heute denn bitte sein?! (Rhetorische Frage!)

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Umsetzung deutscher Asylpolitik und eine ganz persönliche Erfahrung

Sehr guter Thread von Patzilla, die von ihr ganz persönlich gemachte Erfahrungen der deutschen Asylpolitik der letzten Jahre gegenüberstellt. Ich lass das mal so hier und unterschreibe. In Fettschrift.

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Böhmermann crowdfundet Rechtskosten für die „Lifeline“-Besatzung

Da ich immer noch der Meinung bin, dass es sehr viel wichtiger ist, den Tod von Menschen auf der Flucht zu verhindern, als schulterzuckend dabei zuzusehen, wie diese im Mittelmeer ertrinken, finde ich die Arbeit der Flüchtlingsretter im Mittelmeer, die heute schnell mal als „Schlepper“ verunglimpft, gar verleumdet werden, unterstützenswert. Die „Lifeline“ trieb Tage land mit Flüchtenden an Bord durchs Mittelmeer, ohne von irgendwo eine Anlegeerlaubnis zu bekommen. Eine Erlaubnis, die Menschenleben rettet. Die gab es lange nicht. Dieser Umstand sorgt im schlimmsten Fall dafür, dass Menschen an der europäischen Außengrenze sterben, was ja leider schon seit längerem zum Alltag gehört. Das stört innereuropäisch nur leider viel zu wenig Menschen. „Hauptsache uns geht es gut“ und wir müssen uns dieses Elend nicht aus der Nähe ansehen. Ich bin es leid, diesem Niedergang der einst europäischen Werte, eigentlich selbstverständlich menschenrechtlicher Werte zuzusehen, die politisch kaum noch zu zählen scheinen.

Aber: ich bin auch ein bisschen müde. Angesichts des aktuellen innenpolitischen Theaters der großen Egos, das sich weder um Sozial-, Bildungs-, Verkehrs-, Renten- und oder gar der Pflegepolitik zu scheren scheint. Das alles scheint vernachlässigbar, wenn man über Migrationspolitik reden kann, die dann „innenpolitische Flüchtlingskrise“ genannt wird, die objektiv eher eine Krise der soziologischen Empathie und eine der Menschlichkeit an sich zu sein scheint. Fast die gesamte deutsche Politik lässt sich davon treiben und anstatt sich mal locker zu machen und tatsächliche Probleme anzugehen, watet sie durch die stinkende Kloake der AfD und anderer Menschenfeinde und sammelt aus der schön die Bröckchen raus um sie nochmal in den Mund zu nehmen und wiederzukäuen. Klingt eklig. Ist es auch. Sehr. Aber ich schweife ab…

Der Kapitän und die Besatzung der „Lifeline“, die ihr Boot dann mit den Geretteten endlich in einem Hafen in Malta parken konnten, haben nun Ärger mit dem Gesetz, der ganz offensichtlich auf politischer Ebene zu einem Problem gemacht wird. Sie wollen sich dagegen wehren – und das kostet Geld.

Jan Böhmermann hat aus diesem Grund auf Leetchi eine Kampagne gestartet, die die Rechtskosten der Besatzung im Falle von Prozessen decken soll: Rechtskosten für die „Lifeline“-Besatzung. Und ich finde, die haben den besten Rechtsbeistand verdient, der sich für Geld kaufen lässt. Deshalb packe ich da jetzt auch mal ein paar Euro mit ins Töpfchen. Wenn es dazu dient, dass sich die Menschlichkeit gegen die EU vor einem Gericht bewähren muss, dann sehr gerne. Vielleicht dient es dazu, das Werte neu justiert werden, wobei ich da nicht sonderlich optimistisch bin. Mein bescheidenes Gefühl sagt mir, dass das alles noch viel schlimmer werden könnte.

Liebe Internetfreaks,

ich machs mal kurz und unkompliziert: Der Besatzung der „Lifeline“, die zur Zeit auf Malta festsitzt, wurden „rechtliche Konsequenzen“ angedroht, dafür, dass sie 230 Menschen das Leben gerettet hat.

Lasst uns gemeinsam für die beste Verteidigung zusammenschmeißen, die man sich für Geld kaufen kann. Hier mein kleines Video:


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Nordkoreaner wird auf der Flucht nach Südkorea angeschossen – jetzt wurde ihm ein 27 Zentimeter langer Wurm entfernt

Letzte Woche versuchte ein nordkoreanischer Soldat über die Grenze nach Südkorea zu fliehen. Bei diesem Versuch wurde er angeschossen, aber von südkoreanischen Soldaten gerettet. Das diese Momente zeigende Video der UN erinnert an längst vergangene Zeiten an der innerdeutschen Grenzen. Krass, wenn man bedenkt, dass wir das Jahr 2017 zählen.


(Direktlink)

Hier in langer Version.


(Direktlink)

Die UN wirft Nordkorea jetzt eine Verletzung des vereinbarten Waffenstillstandes vor.

Die Volksarmee verletzte danach den Angaben zufolge das Abkommen zweifach: Einmal, als Soldaten über die militärische Demarkationslinie hinweg auf den Flüchtenden geschossen hätten, und das andere Mal, als einer der Soldaten bei der Verfolgung für kurze Zeit die Linie überschritten habe.

Damit nicht genug für den Geflüchteten. Ein erfahrener, südkoreanischer Chirurg hat dem Mann jetzt einen 27 Zentimeter langen Spulwurm entfernt. In Nordkorea wohl nicht so selten, da die dort ihre Felder mit menschlichen Exkrementen düngen.

Bei dem Wurm, der im Darm des nordkoreanischen Flüchtlings auf 27 Zentimeter Länge anwuchs, handelt es sich laut einem Medienbericht um einen Spulwurm (Ascaris lumbricoides). Dessen Eier können lange im Boden überleben. Werden sie verzehrt, schlüpfen die Larven im Darm und wandern über die Blutbahn in die Lunge. Dort entwickeln sie sich weiter und lösen Hustenanfälle aus, so dass sie hochgehustet und dann zum Teil wieder verschluckt werden.

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Escape from Syria: Rania’s odyssey

Die 21-jährige Rania Mustafa Ali hat ihre Flucht aus dem syrischen Kobane nach Österreich filmisch dokumentiert. Mit allem „Drum und dran“. Ich hoffe sehr, es geht ihr gut.

Rania Mustafa Ali, 20, filmed her journey from the ruins of Kobane in Syria to Austria. She is cheated by smugglers, teargassed and beaten at the Macedonian border. She risks drowning in the Mediterranean, travelling in a boat meant to hold 15 people but stuffed with over 50. Her footage shows what many refugees face on their perilous journey to Europe.

[Update:] Rania lebt mittlerweile in Wien. Sie fühlt sich In Sicherheit, aber allein. (Danke, Johnny!)

Wenn das erledigt ist, will sie studieren und Journalistin werden. Rania Mustafa Ali wurde vom Bundesasylamt subsidiärer Schutz gewährt. Drei Jahre kann sie bleiben, dann wird wieder über ihren Asylstatus entschieden.

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300 Menschen versuchen, die Abschiebung eines jungen Afghanen zu verhindern

An einer Berufsschule in Nürnberg haben sie heute einen 20-jährigen Afghanen festgenommen, der in das „sichere Herkunftsland“ Afghanistan abgeschoben werden soll. Dieses „sichere Herkunftsland“, in dem heute vor der deutschen Botschaft ein Sprengsatz 80 Menschen in den Tod riss und weitere 350 verletzte.

Laut Abschiebungsbeschluss sollte der junge Mann zu Schulbeginn festgenommen werden, was er anfänglich über sich ergehen lies. Mitschüler und Passanten stellten sich dem in den Weg und blockierten das Auto, in dem der Festgenommene saß. Die Situation eskalierte, die Polizei setzten Schlagstöcke und Pfefferspray ein und ließ wohl Hunde auf die Demonstranten los. Diese warfen mit Flaschen und einem Fahrrad, es gab mehrere Verletzte.

Der 20-Jährige lebt seit vier Jahren in Deutschland und hat nach Angaben des Bayerischen Flüchtlingsrates einen Hauptschulabschluss und einen Ausbildungsplatz als Schreiner in Aussicht. „Der Vertrag liegt ihm vor, zur Unterschrift fehlt nur seine Bleibe-Erlaubnis“, sagt Thal. Die Regierung von Mittelfranken setzte die Abschiebung am Nachmittag außer Vollzug. Nach einer Vernehmung wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sollte der 20-Jährige auf freien Fuß kommen.

Die Abschiebung wurde später aufgrund der Vorkommnisse in Kabul vorübergehend ausgesetzt.


(Direktlink)

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Derweil am Fuße der Freiheitsstatue: „Refugees Welcome“

NYC, mittlerweile wieder „beräumt“.

„A banner reading „Refugees Welcome“ was unfurled at the Statue of Liberty Tuesday afternoon. Park rangers have taken it down and are looking for the people hung it on the national monument.

National park police are investigating how a banner reading „Refugees Welcome“ got on to the Statue of Liberty Tuesday afternoon.
The banner, measuring about 3 feet by 20 feet, was unfurled atop the pedestal of the Statue of Liberty just before 1 p.m., according to the National Park Service.“

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Story im Ersten: Clausnitz – Der Bus, der Mob und das Dorf

Man vergisst ja immer so schnell. Clausnitz ist jetzt ein Jahr her, die Story im Ersten hat mal nachdem geschaut, was in dieser Zeit dort im ländlichen Sachsen so passiert ist. Hier als Doku in der Mediathek.

„Es waren schockierende Videosequenzen, die im Februar 2016 den Weg aus dem sächsischen Dorf Clausnitz bis in internationale Nachrichten fanden: Ein Reisebus mit Flüchtlingsfamilien, darunter weinende Frauen und Kinder, wird belagert von einer Menge hasserfüllter Männer, die „Ab nach Hause!“ schreien und „Wir sind das Volk!“. Die Aufforderung der Polizei, den Weg freizuräumen, quittierten sie mit Hohngelächter. Als ein Beamter den Flüchtlingsjungen Luai aus dem Bus in die vorgesehene Unterkunft zerrt, johlt die Menge. Die nächtlichen Szenen symbolisieren bis heute die hässliche Seite Deutschlands während der Zuwanderungs-Debatte.“

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