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Schlagwort: Nazis

Künstler übermalen in Dortmund unter Polizeischutz Nazi-Graffiti

Schon etwas länger her, aber immer noch eine Meldung wert. Staatlich legitimiertes Graffiti, quasi. Aber trotzdem gut.

Mit dem Schriftzug “Our colors are beautiful” haben Künstler*innen in einer lang geplanten Aktion am 06.09.19 die “Nazi”-Graffitis im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld übermalt. Bezirksbürgermeister Stoltze (SPD) und die Polizei möchten den Bürger*innen auf diese Weise Mut machen und ein klares Signal an die rechte Szene senden: Man beweise “Klare Kante” und “Null Toleranz” gegen Rechtsextremismus, so der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange. Um die Künstler*innen vor Übergriffen durch die Neonazis zu schützen, waren viele Polizist*innen vor Ort, außerdem wurde ein Sichtschutz aufgestellt.


(Direktlink, via I ❤ Graffiti)

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Hero of the day in Chemnitz gestern

Hier der Hintergrund zum Trikot. Will jetzt auch eins.

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Video: Egotronic – Linksradikale

Fragen, die heute halt aufkommen, wenn wir uns die Nachrichten des letzten halben Jahres so ansehen. Und Antworten, die fehlen. Ich bin zu wenig Optimist, um zu glauben, dass sich daran perspektivisch sonderlich was ändern wird.

Nazis ziehen über Jahre mordend durchs Land. Die sogenannte gesellschaftliche Mitte warnt vor Extremismus von links und rechts. Eine Gruppe faschistoider Prepper bestehend aus Cops und Militärs legt Feindlisten an, sammelt Waffen und Munition und ordert Leichensäcke samt Ätzkalk, um sich auf einen sogenannten Tag X vorzubereiten, an dem politische Gegner, heißt, Linke getötet werden sollen. Die sogenannte gesellschaftliche Mitte warnt vor Extremisten von links und rechts.

Faschisten machen sich im Bundestag breit und ihr militanter Arm schickt sich an, Repräsentanten der sogenannten gesellschaftlichen Mitte zu exekutieren. Die sogenannte gesellschaftliche Mitte warnt…

Meanwhile:
„Es steht ständig in der Zeitung, die Nazis horten Waffen. – Umso wichtiger ist, im Blick zu behalten, was die Linken machen“.


(Direktlink)

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Pegida nach dem Mord an Walter Lübcke

Wie sehr Teile der Gesellschaft komplett im Arsch sind. Frei von Normen, frei von Werten, frei von moralischem Kompass, der in eine emphatische Richtung ausschlagen würde. Hier Beispiele aus Dresden, Pegida. Leider wenig überraschend. Und man wird diese Menschen nicht mehr zurückholen können.

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Kraftklub-Sänger macht Song über Nazis – und was das mit mir macht: KUMMER – 9010


(Direktlink)

Brandenburg zu Beginn der 90er Jahre: Sich für eine Seite entscheiden müssen. Entweder bei den Nazis sein oder eben zu den anderen gehören und Stress mit den Nazis riskieren. Wenn es sein musste, drei mal die Woche. Vor ihnen wegrennen, sich einen Club über dem Kopf anzünden lassen. Manchmal es drauf ankommen lassen. Austeilen oder kassieren. Die Entscheidung vorher kaum einschätzen könnend. Mal ausgeteilt, mal kassiert. Austeilen fühlte sich immer geiler an. Trotzdem kassiert. Das nicht bereut. Es wieder drauf ankommen lassend. Reden wollten die nie.

Vor ein paar Wochen Reha in dem Nest in Brandenburg gehabt, in der ich genau das alles 1990 – 1993 erlebt habe. Weil ich dort heranwuchs und nach all dem ganz schnell das Weite Richtung Berlin suchte und auch fand. In der Zeit viele der alten, bekannten Gesichter gesehen. Kaputt mitunter. Mein Mitleid hielt sich in Grenzen. Sie waren einer der Gründe, warum ich von dort abgehauen, wo ich meine Kindheit verbrachte. Eben auch dieser Wichser wegen, die immer dachten, dass für sie andere Regeln gelten würden. Und der Staatsapparat gab ihnen damals nicht das Gefühl, dass sie mit diesem Bewusstsein falsch liegen würden.

Handys, an denen man Licht anmachen konnte, um seine Zähne auf dem Asphalt suchen zu können, gab es damals noch nicht. Ansonsten passt dieser Text von Felix Brummer alias KUMMER, seines Zeichens Sänger von Kraftklub, sehr krass auf die Erinnerung an meine Jugend. Und auf die Leute, die mich damals „klatschen“ wollten, und heute komplett im Arsch wie Zombies durch unser damaligen gemeinsames „Ghetto“ wanken. Zu den Opfern geworden, zu denen sie uns damals machen wollten. Fickt euch. Immer noch.

Kummer hat mit dem Spiegel über diesen Song gesprochen, über Nazis und über sein Leben in Chemnitz. Ein wirklich lesenswertes Interview. Und: ein Mega-Video auch.

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So verschieben Sie eine Debatte nach rechts – Eine Anleitung in 20 Schritten

Sascha Lobo mit einer lesenswerten Kolumne darüber, wie man umhin kommt, Nazis als das zu benennen, was sie nun mal sind: Nazis. Ganz einfach, in 20 Schritten. Haben wir alle schon genau so irgendwo gelesen: So verschieben Sie eine Debatte nach rechts. „Sie möchten rechtskonform im Internet publizieren? Also konform mit anderen Rechten? Dann befolgen Sie diese Anleitung und lernen Sie alles übers Entschärfen, Beschönigen und Schuldumkehren.“

4. Passivierung
Direkt an Entschärfung und Beschönigung grenzt die Passivierung, mit der Sie rechte Täter von der Hauptperson zu allenfalls zufällig Beteiligten machen. Bei einem Nazimord wurde das Opfer nicht von einem Rechtsextremen erschossen, sondern kam durch einen Schuss zu Tode. Der sich gelöst hat. Von einer Waffe. Auf bisher unklare Weise. Wenn eine Passivierung zu umständlich ist, entscheiden Sie sich für eine Objektifizierung: Der Molotowcocktail hat das Flüchtlingsheim angezündet, nicht etwa ein rassistischer Attentäter. Je häufiger Sie sprachlich vertuschen, dass Rechtsextreme absichtsvoll und geplant handeln, um so besser.

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Kein Bier für Nazis – Bürger in Ostritz kaufen Biervorräte auf

Nachdem die Polizei vorgestern schon 4400 Liter Bier vom Gelände eines im sächsischen Ostritz stattfindenden „Rechtsrock“-Festival holte, haben die ortsansäßigen Bürger auf ganz eigene Weise dafür zu sorgen versucht, dass die Nazis auch weiterhin auf dem trockenen sitzen. Sie kauften den gesamten Biervorrat eines Supermarktes auf: mehr als 120 Kisten. Bier als Mittel der Zivilcourage.

Im sächsischen Ostritz haben Bürger auf ungewöhnliche Weise ihren Unmut über ein großes Treffen von Rechtsextremisten gezeigt. In einer Aktion von Einwohnern und dem Internationalen Begegnungszentrum des Klosters Sankt Marienthal wurde der gesamte Biervorrat eines Supermarktes aufgekauft.

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