Das schöne Video zu Airs “Sing Sang Sung”

Ich finde zu diesem 70s-likem Video einfach kein besser passendes Adjektiv als “schön”. Dummerweise kann man das Ding zwar einbetten, allerdings nicht starten und stoppen. Auch läuft das Audio nur wenn man den Mauszeiger auf dem Vid lässt. (?) Nun ja, egal.


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Mir ist heute so Radiohead.

Russland in bunt vor 100 Jahren

Newsweek hat eine Galerie mit Farbfotografien, die zwischen 1907 und 1914 in Russland von Sergei Michailowitsch Prokudin-Gorski (Was für ein Name!) gemacht worden sind. Dafür entwickelte er eigens eine Farb-Foto-Technik, wie Wikipedia weiß. Sehr schön.


(via kox)

Thom Yorke – Harrowdown Hill

Toller Song – großes Video.


(Direktlink)

20 tracks every techno fan should know

Bei dem vor kurzem erst eingezogenem Insolvenzverwalter hängt ein “Zu Vermieten” im Schaufenster. Laden leer. Bestimmt insolvent. Der erste Hippie-Fachandel – der schöne, in dem ich so gerne Last Minute-Geschenke gekauft hatte – der erste, den diese Stadt nach dem Mauerfall gesehen hatte, hat in diesem Sommer dichtgemacht. Malerabdeckpapier verhängt nur noch halbherzig den Blick ins Innere. Die Adhäsionskraft des Krepps hat den Sommer und seine warmen Tage nicht überstanden. Ein vorsichtiger Blick in die Scheiben, in denen sich das abendliche Getummel der Stadt spiegelt, verrät, dass sie auch die wunderschönen Fliesen-Mosaike mitgenommen haben, die den Boden zierten. Lichtschläuche an den Häusern erinnern mich daran, dass bald schon wieder Weihnachten sein müsste. Und wenn ich noch eine Station laufe, verpasse ich auch die nächste Tram.

Fantastische Animation: Universiteit Twente

Man ist ja nun doch einiges gewöhnt an Eyecatchern, die täglich in nicht zählbarer Menge durch das Netz wabern. Aber das hier… Das finde ich doch wirklich sehr uijuijui.

Studio Dumbar created a new visual identity for Universiteit Twente. They asked us to translate their graphical concept into motion design. And so we did…


(Direktlink, via Computerlove)

Rudolf Walther hat für die taz hat einen lesenswerten Artikel über die Geschichte des Urheberrechts geschrieben. Vieles daraus ist nicht neu und auch nicht unbekannt – mir zumindest nicht. Aber es taugt sehr gut dazu, dass mal denen auf den Tisch zu legen, die immer noch nicht wahrhaben wollen, das sich Zeiten und mit denen Privilegien nun mal ändern. Dieter Gorny wäre so eine Tüpe, von dem ich allerdings glaube, dass der nur so tut. Der weiß ganz genau, wo der Frosch die Locken hat. Nur sharen will er dieses nicht.

Während das Urheberrechtsgesetz von 1870 mit wenigen Ergänzungen bis 1966 praktisch unverändert blieb, musste es seit 1973 nicht weniger als sieben Mal angepasst werden an die medientechnologisch veränderten Produktions-, Kopier- und Verwertungsbedingungen. Die Intervalle, in denen solche Anpassungen – je nach Interessenlage – vorgenommen oder verhindert werden sollen, werden immer kürzer. Daraus erklärt sich auch eine gewisse Hektik der aktuellen Debatte, in der je nach Stimmungs- und Interessenlage der Untergang der Musikbranche, der Beginn unbeschränkter Gratiskultur oder das Ende des Urheberrechts beschworen werden.

Kopieren verboten in der taz.

arte TRACKS über Subkulturen in Ost-Berlin

TRACKS hatte die Tage einen zwar kurzen aber dennoch aussagekräftigen Beitrag über die Punk-Subkultur der 80ger in Ost-Berlin. Einiges daraus kommt aus mir schon bekannten Dokumentarfilmen, anderes ist neu.

Das bei so viel rückblickender Kuhlness nun sehr viele Menschen darum bemüht sein dürften “dabei gewesen” zu sein, erklärt sich von selber. Inwiefern das genau hier jetzt der Fall ist entzieht sich meiner Kenntnis, aber ich vertraue da einfach mal auf die Recherchen von TRACKS und denke, dass man diesen Protagonisten ihre Zeit im rebellierenden Ost-Berlin abnehmen kann. Zumal die alles andere als unbekannt sein sollten.


(Direktplaylist)

Ich dann bei all2gethernow

Ich werde nächsten Donnerstag auf einem Panel der all2gethernow meinen Standpunkt zum Thema Netaudio kundtun. Oder so. Ich habe keine Ahnung, was genau mich da erwartet, weiß aber was ich zu sagen habe. Auch weil ich im Rahmen des diesjährigen Netaudio-Festivals in Berlin bereits interview-erprobt bin.

Dennoch bin ich selber gespannt, was das wohl werden wird. Wer sich das geben möchte, sollte sein Wörterbuch für Ballinisch-Deutsch nicht zu Hause lassen. Könnte gebraucht werden.

Nachdem in den 1990er Jahren die Independent Musikverlage und –label mehr und mehr von den Verlagsriesen der Branche arborbiert und bestenfalls als Sublabel überleben konnten, breiten sich seitdem eine wachsende Zahl an Netlabels in dem Vakuum aus. Individuell geführt und eher an neuen, ungewöhnlichen Sounds als am bestehenden Massengeschmack des Mainstreams orientiert bieten Netlabel einerseits all jenes, was die Independent Vinyl- oder CD Label d er 1980er und 199er attraktiv gemacht hat. Indem Netlabel derzeit i.d.R. nicht auf finanziellen Gewinn ausgerichtet sind, bieten sie andererseits extrem wenig Argumente für ihre Absorption durch die großen Majors. Im Schlepptau der non-kommerziellen Label entwickeln sich zudem in jüngster Zeit auch neue Formen und Strukturen, die den kostenfreien Rahmen verlassen und alternative Bezahlmodelle – von Mikropayment über hybrides Cross-Selling, temporäre Kostenpflicht bis hin zu Zahlungen auf freiwilliger Basis anwenden. Welche Potenziale bieten Netlabel für eine zukünftige Independent-Labellandschaft jenseits von Selbstausbeutung und diesseits von Integrationsinteressen der Major Companies? Welche Strukturen entwickeln sich – oder haben sich bis dato noch nicht entwickelt, wären aber wünschenswert – oder gar notwendig für eine vielfältige und chancenreiche Indie-Musikkultur?

Mit:
Raimund Reintjes, Netaudio Festival Berlin, Moderation

Ronny Kraak – Blogbetreiber und Netaudiokünstler (Das Kraftfuttermischwerk / Potsdam)

Timor Kodal
– Netlabelhead (Pulsar Rec.), Digitallabel Betreiber (Little Green Man) und Gema Mitglied

Einen Abend später gibt es dann dazu noch die Party im RAW.Tempel, aber dazu dann gesondert nochmal mehr.

Langzeitbelichtete Schwarz-Weißfotografie von Chris Friel

Der farbenblinde Britte Chris Friel kaufte sich im Jahr 2006 seine erste Kamera und macht seit dem grundsätzlich schöne Bilder. Sein long exposure-Set auf Flickr allerdings ist mehr als das. Optisch erinnert es an die kalten Jahreszeiten, obwohl ich sicher bin, das viele der Fotos im Sommer entstanden sind. Sie laden zum Träumen, vor allem aber zum Verweilen an, und das will was heißen im Netz.

(via waximal)

Max Herre – Blick nach vorn

Den Song gibt es nach wie vor für umme und so langsam wird es dann auch mal Zeit für das Album. Wird ja schließlich Herbst.


(Direktlink, via Testspiel)

Bob der Baumeister scheint in den letzten sieben Jahren nicht einen Tag gealtert zu sein.

Download: Das Kraftfuttermischwerk – Tief | mixed for Proton Radio 06.09.2009

Eigentlich sollte dieser Mix gestern auf Proton Radio laufen, wobei ich mir nicht sicher bin, dass das auch der Fall war; Mir sagt ja keener wat. Wenn der lief, ist gut, wenn nicht, ist mir das jetzt auch egal, hau’ ich den eben hier raus. Ist deren Exklusivität zwar im Arsch, aber wenn die sich nicht melden, müssen die da durch.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.


(Direktdownload)

Tracklist:
Paul St. Hilaire & René Löwe – Faith [False Tuned]
Radio Slave – Neverending [Ostgut Tonträger]
Brendon Moeller – Changes [Third Ear Recordings]
Marko Fürstenberg – Strackebrot (Havantepe Remix) [tfe-records]
Quantec – Chaindata [Styrax Leaves]
P.Laoss – Speak French [unreleased]
Rhauder feat.Paul St.Hilaire – No News (Marko Fürstenberg Remix) [Ornaments]
Lowtek Soundsystem – Stella Polaris [Out Of Orbit Recordings]
Found a Way (feat. Tikiman) – Find A Way (Vocal plus Version) [Main Street Records]
Luke Hess – Transform [Echochord]
Grit – Deimos [ROHS!]
Consistent – Who Did (das Kfmw Remix) [tfe-records]

Native American Portraits, 1836 bis 1939

Einige schöne Portraits von Indianern, die im Zeitraum von 1836 bis 1939 gemacht wurden. Und irgendwie finde ich die sehr beeindruckend, auch der ganzen Klischees wegen.

Hier Bone Necklace, Oglala Sioux, aus dem Jahre 1899.

(via ffffound)


Ey, Punk!

Verlassenes mal anders: Die Bilder von Cari Ann Wayman

Ich bin heute Mittag über den Flickr-Pool von Cari Ann Wayman gestolpert und habe bis eben gebraucht, mich durch wirklich fast jedes ihrer nahezu unendlich vielen Fotos zu klicken. Wahnsinnig gut, was die junge Frau mit der Kamera anzufangen weiß. Immer.

Was mich aber wirklich echt beeindruckt, ist ihr Umgang mit der Darstellung von verlassenen Objekten. Da hat man ja doch schon so einiges weg in letzter Zeit. HDR, was ich immer noch mag, Effekthascherei, der ich auch immer noch was abgewinnen kann und jede Menge spektakulärer Bildkompositionen. Mag ich alles, aber nichts ist so augentreffend, wie diese Bilder hier. Ich nenne das ab hier mal Grunge-Fotografie. Ein ergreifend unspektakuläres In-Szene-Setzen von verlassenen Gebäuden; dreckig, ehrlich, irgendwie amerikanisch und reflektierend.

Ihr Foto-Album abandoned things strotzt nur so vor mittelfingerzeigender Kuhlness und übertrifft so ziemlich alles, was ich bisher in diesem Genre zu sehen bekam. Auch deshalb, weil sie in diese Öde immer wieder Menschen einbindet. Gerne sich selber, in dem sie sich der Abgewracktheit des Äußeren in nichts nach zustehen versucht, was auch gelingt, gerne aber auch Freunde von sich.

Diese Bilder sind genial und ich bin echt ein wenig aus dem Häuschen. Dem verlassenem, versteht sich. Ich weiß gar nicht, welches Foto ich jetzt nehmen soll, die sind alle grandios. Deshalb: unbedingt Zeit mitnehmen.

Bvdub – Glimpse Of Infinity

Boah! Wundervolles Stop-Motion-Time-Lapse-Nature-was-weiß-ich-noch-alles-Video zu Brock Van Weys Glimpse Of Infinity. Wegschmelz.


(Direktlink, via Deepgoa)

How to smoke a joint

Aus dem Film Taking Off von 1971. Nur damit auch das mal geklärt ist.


(Direktlink, via kox)