Ein Streichholz in Superzeitlupe

Eigentlich geht das ja recht fix. Über die Zündfläche gezogen, zack, Streichholz an und fast schon wieder aus. Was genau da passiert sieht kein Menschenauge, schon gar nicht von ganz nahe. Deshalb hat hierfür mal jemand seine Kamera aus 4000 Bilder pro Sekunde runtergebremst und das Ganze auf Makro eingestellt. Sieht super aus und erinnert an die ersten Experimente, die Künstler in den 60er und 70er Jahren mit schmelzendem Zelluloid machten und das dann auf Wände projizierten.


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Ein Traum von Auto oder was man Ende der 80er darunter verstand

Zurück in die schön schrottigen 80er, wo Visionen noch nicht mit einer Überweisung zum Arzt quittiert wurden und selbst die absurdesten Ideen zumindest für eine Konzeptstudie reichen konnten. So auch beim Pontiac Stinger, der nicht nur Strandbuggy mit sportlicher Note war, nein. Die Kiste sollte fast all das können, was Kiddies vor den Fernseher ausflippen lies, während sie K.I.T.T. bei der Arbeit zusahen.

Das verstellbare Lenkrad sollte es sogar in Serie schaffen, Radio mit Kassette im Auto sowieso. Bedauernswert allerdings ist, dass sich der integrierte Werkzeugkasten nie wirklich durchsetzen konnte. Die herausnehmbaren Seitenteile in den Türen sowieso nicht, aber man hat es schließlich mal versuchen können.


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Die visualisierten Flugrouten von Vögeln

Künstler Dennis Hlynsky, Professor an der Rhode Island School of Design, nimmt leidenschaftlich gerne die Wege auf, die Tiere so hinter sich lassen. Vor allem die Flugrouten von Vögeln scheinen ihm besonders zu imponieren. So hält er seine Kamera auf Vogelschwäre und zeichnet die primären Flugrouten derselbigen in After Effects nach. In der Summe sieht das nach einem ziemlich gut sortierten Chaos aus. Hier sein Vimeo-Account.

Hlynsky first started filming birds in 2005 using a small Flip video recorder, but now uses a Lumix GH2 to record gigabytes of bird footage from locations around Rhode Island. He then edits select clips with After Effects and other tools to create brief visual trails that illustrate the path of each moving bird. Non-moving objects like trees and telephone poles remain stationary, and with the added ambient noise of where he was filming, an amazing balance between abstraction and reality emerges. The birds you see aren’t digitally animated or layered in any way, but are shown just as they’ve flown, creating a sort of temporary time-lapse.

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(Direktlink, via Colossal)

Ólafur Arnalds & Arnór Dan – Say My Name

Neben Nils Frahm ist Ólafur Arnalds einer der mir liebsten Klavierspieler der Jetztzeit. Ende letzten Jahres hat er in Glasgow Arnór Dan, Douglas Dare, Björk Óskarsdóttir und Hallgrímur Jensson um sich geschart. Gemeinsam haben sie ein Cover von Destiny’s Childs „Say my Name“ eingespielt und das ist ganz ganz wundervoll geworden.


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Ein in Echtzeit fotomanipuliertes Musikvideo: Boggie – Nouveau Parfum

Ich gehe davon, dass die hier gezeigten Fotomanipulationen nicht in Echtzeit stattgefunden haben, aber das Video soll genau das suggerieren. Allerdings verstehe ich davon auch nicht sonderlich viel. Der Sound selber ist eher zum Abschalten, aber die Idee und auch die Umsetzung des Videos finde ich trotzdem gelungen.

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Montag

Portraits, surreal

Vermutlich, ganz sicher sogar, liege ich hier komplett falsch, wenn ich dieses kurze Video von Donato Sansone dem Kunstbegriff des Surrealismus unterschieben will. Aber ich und Kunst, ey. Wir waren nie wirklich dicke miteinander und dieses wirklich freakige Video lässt mich gerade kein anderes Attribut als „surreal“ finden. Nee.
„Verdrogt“ vielleicht noch, aber so hat es Sansone wahrscheinlich gar nicht gemeint. Obwohl… Ich weiß es nicht. Keine Ahnung, wie er diese wirklich imposanten Portraitaufnahmen gemacht hat, aber das ist ja auch nicht wirklich wichtig. Am Ende zählt – wie so oft – das Ergebnis. Und vielleicht sehen wir unter diesen, seinen hierfür gebrauchten, technischen Bedingungen ja alle so oder so ähnlich aus. Wahrscheinlich sogar das, ja. Vielleicht sollten wir einfach alle auch einfach nur weniger rauchen. Egal von was. Oder so.

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Under Pressure

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(Sybmolfoto unter CC von Mueritz)

Es war unser letzter gemeinsamer Sommer. Wir hatten alle gerade die 10te Klasse hinter uns, nach den Ferien würde jeder seine ganz eigenen alltäglichen Wege gehen. Die Zeugnisse waren bei fast allen mäßig bis dürftig – für fast alle reichte es da nur für eine Ausbildung auf dem Bau. Aber immer noch besser als nichts und immerhin nicht zum Straßenbau. Das gemeinsame nachmittägliche Rumhängen auf dem Schulhof mit den billigen 0,33er Schultheiß Blasen würde wegfallen und überhaupt würde nach diesem Sommer alles ganz anders werden.

Es war heiß. Viel zu heiß, um fünf, sechs Tage in Zelten an einem kleinen See in Teltow-Fläming zu verbringen. Wir taten es trotzdem. Natürlich. Wir soffen Bacardi mit pisswarmer River-Cola, rauchten mehr als unsere noch jungen und dennoch schon schwarzen Lungen vertragen konnten, spielten Karten und nachts angelten wir. Allerdings eher nur so alibimäßig – man konnte ja nicht nur Saufen, was wir natürlich trotzdem taten. Wenn der Bacardi alle und der schon geschnittene Käse am Tage in der Sonne mal wieder zu einem Klumpen verschmolzen war, liefen wir morgens vier Kilometer, um in dem kleinen Tante Emma Laden im nächsten Kaff Nachschub zu holen. Bacardi. Der Käse war dann nicht mehr wichtig.

Wir hatten einen riesigen Ghettoblaster dabei, den wir – ganz Ostler – „Doppelkassettenrekorder“ nannten. Und mindestens 34,7 Kilo Batterien für das Ding. Tagsüber hassten uns alle badenden Familien dafür, aber wir waren jung und das war unser letzter gemeinsamer Sommer. Die konnten uns also alle mal. Und das ordentlich. Mittelfinger hoch. Nachts waren wir immer allein und ballerten drei Platten über den dann ganz ruhig vor uns liegenden See. Erasures „Chorus“, 2 Live Crews‘ „Banned in the USA“ und „Hot Space“ von Queen. Die eigentlich nur wegen einem Lied, „Under Pressure“. Ein paar Jahre vorher hatte Vanilla Ice dieses eine Sample davon benutzt, dafür liebten ihn alle. Wir aber wussten, wo das im Original herkam und hassten alle, die davon keine Ahnung hatten. Am Ende lief dann meistens nur dieses Lied, „Under Pressure“.

Es lief morgens beim ersten Bacardi-Cola, mittags, wenn der See langsam aber stetig von den Familien umlagert wurde, abends als mein Bruder dieses Mädchen mitbrachte, das mich besuchen wollte. Es lief, als wir beiden im Zelt dann so taten, als würden wir viel mehr machen als uns nur zu unterhalten, was dafür sorgte, dass wir danach für alle „zusammen“ waren. Tatsächlich sollte es noch gut ein halbes Jahr dauern, bis wir das auch so sahen. Wir sehen das bis heute so. Und wenn wir dann nachts in den benebelten Schlaf der trunkenen Jugend fielen, lief „Under Pressure“ natürlich auch. So lange, bis die Batterien mal wieder den Geist aufgaben. Am Ende hatten wir ein Tape, dass wir damals – ganz Ostler – „Kassette“ nannten, auf dem nur dieses eine Lied war.

Es war unser letzter gemeinsamer Sommer. Und auch wenn keiner sich in diesem Bewusstsein von seinen Eltern dort hinfahren lies, wussten wir es irgendwie still und heimlich alle, als uns die Eltern nach diesen Tagen wieder abholten. Es blieb dabei. Nach diesem Sommer gingen wir alle irgendwelchen Ausbildungen auf allen möglichen Baustellen Berlins nach und verloren uns aus den Augen. Manche für immer.

Und jetzt sitze ich hier in der Küche, backe einen Mohn-Kirsch-Käse-Marzipan-Kuchen, während das Mädchen, das mich damals besuchte und mit dem ich im Zelt so tat, als ob, an der Nähmaschine Hoodies für unsere Kinder näht. Dann höre ich wie aus dem Nichts „Under Pressure“ und muss an damals denken. Und an den Sommer, der mir wie jedes Jahr so fehlt. Vielleicht fahren wir im nächsten einfach mal für eine Nacht an diesen See, trinken Barcardi-Cola und hören dort die ganze Nacht „Under Pressure“. Der alten Zeiten wegen und weil dieser eine Sommer für uns gar nicht der letzte gemeinsame, sondern erst der erste war.


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Feinkost bei Rewe

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(Foto: Mareiki)

Darkaudio Podcast 071: Marko Fürstenberg

Marko hat dieses jetzt schon fast vier Jahre alte Set von sich in die Cloud geladen. Ich hatte den hier damals schon, aber mittlerweile ist der Darkaudio Podcast – ganz anders als mein Werk (hihi) – Geschichte. Mit der Domain landeten alle Podcast Mixe im Daten-Nirvana. Er spielte sich hierfür durch meine Best of von ihm. Mit den ganz alten Nummern, die damals noch auf Thinner kamen. Ein ganz großartiges Chord-Gewitter, absolut zeitlos.


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Tracklist:
01 – marko fürstenberg – 2006 (a.r.t.less)
02 – marko fürstenberg – falling leaves (a.r.t.less)
03 – marko fürstenberg – i209 (thinner)
04 – marko fürstenberg – 070120 (a.r.t.less)
05 – marko fürstenberg – option23 (thinner)
06 – marko fürstenberg – while repeat (instabil)
07 – marko fürstenberg – bbt (edit) (a.r.t.less)
08 – marko fürstenberg – eastdub (realaudio)
09 – marko fürstenberg – rennes le chateaux (instabil)
10 – marko fürstenberg – option21 (thinner)
11 – marko fürstenberg – option22 (thinner)
12 – marko fürstenberg – site312 (echocord colour)
13 – marko fürstenberg – inaxa (realaudio)
14 – marko fürstenberg – espenhain (baum)

Eine Woche

week
(via KTH)

Glühbirne wechseln in 520 Metern Höhe

So was Ähnliches hatte ich hier schon mal. Allerdings ging es dabei nicht ganz so hoch. Hier nun eine Birne in 520 Meter Höhe wechseln. Muss ja auch jemand machen. Aber ich als ausgewiesener Höhenschisser würde das nicht tun. Holy Shit!

We made this video for all of the climbers in the tower industry who believe in safety. Nick Bassarab and Todd Horning from Safety One Training Inc. climb to the top of a 1700 foot tall tower to change a couple light bulbs while using 100% attachment the whole time.


(Direktlink, via Like Cool)

Into the Cave of Wonders

Wahnsinnig bildgewaltige Kurz-Doku über die Tropfsteinhöhle „La Gruta de las Maravillas„, Grotte der Wunder, im südspanischen Aracena. Mutter Natur in ihren schönsten Kleidern, Alter! Hier die Seite zum Doku-Projekt.

(Direktlink)

Train Bombing in Berlin

Ein ziemlich buntes Video von Writers Madrid, welches ein paar Berliner Maler spanische Writer auf Europatour zeigt, die eine U-Bahn auf einem Parkgleis unter Farbe bringen. Laut Kalle Kornblum wird es dazu wohl bald einen Metrolaut-Podcast geben. Ob der sich dann konkret um diese Writer kümmert, lässt sich seinem Tweet nicht entnehmen.


(Direktlink, via Kalle)

Wenn du mal traurig über Dein Leben bist


(via Willy)