Idiot des Tages

[Update] Kiev selber beteuert mittlerweile, dass der Beitrag nicht von ihm stammt und sein Account gehackt wurde.

Sollte dem wirklich so sein, wünsche ich ihm, dass das auch nachweisbar ist.

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[Update 2] Könnte sein, dass er vor einem halben Jahr schon mal gehackt wurde

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„Leute Ich bin seit 15min. Online! Keine Ahnung wer hier das alles verfasst hat. Ich bin gerade dabei den Misst zu Löschen. Passwörter sind geändert. Ein Statement werde Ich noch Posten. Ps: Ich bin im Urlaub undvermeide Datenverarbeitung. D.h. kaum Online!“

Als ich vorhin unterwegs war, las ich leicht schockiert aber angeekelt, folgenden Facebook-Beitrag des wohl in Frankfurt lebenden House-DJs Hagen Kiev. Der Name war mir nicht geläufig und kam mir bisher auch nicht unter. Sei es drum.

Statements wie diese sind auf Facebook keine Seltenheit und erregen wahrscheinlich auch deshalb viel weniger Aufmerksamkeit als das eigentlich der Fall sein sollte. Aber: wer mit Musik hantiert, die es ohne Schwule in ihrer Geschichte heute vielleicht so gar nicht geben würde und diese Musik dann noch vor Menschen spielt, für die es vielleicht das Normalste der Welt ist, dass Menschen gleichgeschlechtlich lieben, der sollte sich womöglich oder unbedingt nach einem anderen Job umsehen. Finde ich.

Dieses armselige Geschwafel geht weit über das hinaus, was sich durch den in dem Fall schützenden Mantel der Meinungsfreiheit, unter dem sich Leute wie Kiev ja im Nachhinein dann immer verstecken wollen. Und dafür darf er auch gerne Konsequenzen in Kauf nehmen.

Der Beitrag wurde mittlerweile gelöscht, mit ihm alle Kommentare. Zu seinem Glück auch seine Kommentare, die das alles nicht besser machten. Im Gegenteil.

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(via Enough is Enough)

NY Times: 36 Hours Berlin

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie von außen auf die Stadt Berlin gesehen wird. So aus internationaler Sicht. Schließlich gucken wir von hier aus auch ganz anders auf Städte wie London, New York oder Tokyo, als jene die dort leben, und verlassen uns im Regelfall auf das, was andere darüber zu berichten wissen. Meistens zumindest. Wir sehen, lesen oder hören was und denken so, ach, da könnte man ja mal gucken, wenn man mal da ist.

Die New York Times jedenfalls hat jetzt ein 36 Hours Feature über Berlin. So mit Blick von außen. Vielleicht für jene, die das irgendwo sehen und denken, ach, da könnte man ja mal gucken, wenn man mal da ist.

Die Berliner werden sicher was zum Meckern finden, aber die meckern eh immer. Allerdings wohnen die ja auch in Berlin und brauchen derlei Situationsbeschreibungen nicht.

Baby. Und Katze

Ich könnte mir vorstellen, dass die beiden Freunde werden.


(Direktlink, via Say OMG)

Bodo Morshäuser zur Stimmungsmache gegen Asylsuchende: „Sie zündeln wieder und grinsen dabei“

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(Foto: Sebaso, CC-BY 2.0)

Hörenswerter Kommentar von Bodo Morshäuser zum politischen Umgang mit Flüchtlingen. Ausgestrahlt gestern im Deutschlandradio Kultur.

Auch Horst Seehofer ist ein Meister dieses Spiels. Seit Monaten sieht er „massenhaften Asylmissbrauch“ durch Asylantragsteller vom Balkan. Dabei weiß er genau: Antragstellung ist kein Missbrauch, sondern Ausübung eines Rechts. Die derzeitigen Probleme sind Probleme von Verwaltungen und ihrer Budgets, also Probleme der Politik, die die Verwaltungen führt und ihre Budgets verteilt. Wir haben es nicht mit einem Flüchtlings- und Asylbewerberproblem zu tun. Das Problem ist eine Politik, die sich der Realität verweigert.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.


(Direktlink)

Samstag in Bochum: „Lazy Dub“ – Ambient & Dub-Music Festival mit icke

Ich werde am Samstagnachmittag auf dem Ambient & Dub-Music Festival „Lazy Dub“ in Bochum spielen und freue mich da sehr drauf. Schließlich war ich noch nie in Bochum. Also so gar nicht. Das ganze startet schon mittags im Westpark, An der Jahrhunderthalle, und endet am Abend. Familienfreundlich also. Der Eintritt ist frei, das Gebotene vielfältig. Wen das alles immer noch nicht überzeugen kann, dort hinzukommen, so denn man denn in der Nähe verweilen sollte: Es ist ein Faultier auf dem Flyer! Awwwwwwww!!111!!!

lazydub

A beautiful day
for children, adults and all inbetweeners.
with Ambient- & Dub-music

line up:
** Kraftfuttermischwerk ** (dj)
** Roxopolis ** (live-band)
** Talking Decks ** (dj)
** WhoIsIR ** (liveset)
** Maso Maso ** (dj)
** Janosch,Fränkedelic und Flip **

fresh food & drinks.
hulahoop.
yoga schnupperkurs.
playgrounds.
art performances.
free entry!

Enno Lenze spricht Klartext: „Ich bin ja kein Nazi, aber..“ – doch bist du

Ich hatte das Video gestern geflaggt und kam eben erst dazu, es komplett zu sehen. Ich finde es, bis auf ein paar Formulierungen, die ich nicht sonderlich mag, und den vereinfachten Seitenschwang auf Bildungsstände und Intellekt, durchaus sehenswert. Auch weil es eben an seinen Seiten die ewig diplomatisch, schwammige Kommunikation verlässt und verbal austeilt. Ich hoffe, es kommt an.

Enno schreibt:

„Ich saß vorhin im Museum und wartete auf einen Termin. Weit und breit sonst niemand, also las ich auf Facebook, was es an unspannendem neuen in der Welt gibt. Da sprang er mich wieder an, dieser Satz „Ich habe ja nichts gegen Ausländer, aber…“ den die „besorgten Bürger“ so gerne benutzen. Sie meinen wirklich, dass ihre rassistischen Kommentare nicht rassistisch seine weil … ja warum eigentlich? Weil es alle in ihrem Umfeld sage? Weil sie sich als Herrenrasse fühlen? Ich weiß es nicht. Ich habe inzwischen über vierzig Länder gesehen. Ich bin in Ruanda groß geworden und habe oft den anti-ISIS Einsatz der Peschmerga begleitet. Ich weiß, warum man fliehen muss. Andere Leute offensichtlich nicht. Aus einer Mischung aus Wut und Langeweile nahm ich dieses Video auf.“


(Direktlink)

Passend dazu, und weil es für mich aktuell täglich auch beruflich intensiv Thema ist: Die Zeit hat ein paar der vermeintlichen „Argumente“ von Fremdenfeinden auf Faktenlage geprüft. Viele der sogenannten Argumente sind schlicht Blödsinn.

„In Deutschland wird es eng, Flüchtlinge wollen nicht arbeiten und wer vom Balkan kommt, ist sowieso ein Wirtschaftsflüchtling. Zehn Mythen über Flüchtlinge“: Haben wir wirklich keinen Platz mehr in Deutschland?

Video: Berlin Friedrichshain 1991

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(Foto: Renate Hildebrandt, CC-BY 3.0)

Sehenswertes Zeitdokument, dass in Form eines Musikvideos für „Pillskills“ Berlin Friedrichshain im Jahre 1991 zeigt. Da dürfte bis heute kaum noch was so aussehen wie damals.

Der Sound gibt mir nichts, das Video allerdings erinnert an längst vergessene Zeiten.


(Direktlink, via Nicole)

Ein Betrunkener im Konflikt mit seinen Flip Flops

„Flip Flops sind auch keine Lösung“ pflege ich zu sagen, wenn auch aus anderen als den hier gezeigten Gründen. Der Mann bemüht sich wirklich um die Schuhe und will seinen Latschen keinesfalls den Sieg überlassen. Ein Kampf unter Gleichgestellten. Außerdem befolgt er den alten ärztlichen Rat, auch während der Arbeit ausreichend zu trinken. Von nichts kommt ja bekanntlich nichts.


(Direktlink, via Bits & Pieces)

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(Sponsored Post) Jason Pauls Freerunning Illusions

Jason Paul Running Illusion @bike (c) Emily Dyan Ibarra.jpg

Der deutsche Freerunner Jason Paul, der spätestens seit seinem Arcarde Run, in dem er die Welt zu einer 8-Bit Landschaft gemacht hat, eine Marke sein dürfte, hat sich für seinen neues Werk mit Freerunner Pasha Petkuns zusammengetan. Gemeinsam haben sie ein Video gemacht, dass mit klassischem Freerunnig offenbar nur am Rande zu tun hat, im Detail aber noch freerunniger ist, als das ohne zur Hilfenahme von Zutaten aus der Trickkiste möglich wäre. So spielen die beiden mit Perspektiven und dem Umstand, wie schnell die menschliche Wahrnehmung sich austricksen lässt, denn nichts ist wie es scheint. Sage ich ja schon immer. Schönes Ding.


(Direktlink)

Das Video kommt von Sebastian Linda & Frank Sauer, die auch schon für das Video zu Jason Pauls Arcarde Run verantwortlich waren.

Jason Paul Running Illusion crazy room (c) Emily Dyan Ibarra.jpg

Red Bull, die hier mit für die Produktion verantwortlich waren, haben hier ein Making of und Impressionen vom Dreh.

Jason Paul jedenfalls hatte Spaß beim Dreh. Aber Spaß alleine macht halt noch kein abgefahrenes Video, wie er in einem Interview sagt.

„Wie es bei uns meistens läuft: über Spielerei… Pasha und ich haben gemeinsam trainiert und dabei mit der Kamera Sachen ausprobiert. Irgendwann meinte ich: „Du könntest eigentlich mal in meinen Mund springen.“ Wir haben einiges versucht, es sah am Ende wirklich cool aus und dann haben wir noch eine Wieder-Ausspuck-Sequenz gedreht. Das Filmchen haben wir dann auf Facebook gepostet und hatten bald 70.000 Likes. Da wussten wir, dass es nicht nur uns gefällt und wir waren inspiriert, was Größeres draus zu machen.“

(Sponsored by Red Bull. Das Geld, das ich hierfür bekomme, geht als Spende direkt an den Flüchtlingsrat Brandenburg.)

Einbrecher entkorken in Getränkemarkt über 1000 Bierflaschen für Gewinnspiel

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(Foto: Günter Hentschel, CC BY-ND 2.0)

Kronkorkengewinnspiele führen in zumindest diesem Fall zu äußerst merkwürdigen Teilnahmeversuchen. So sind Unbekannte in einen Getränkemarkt in Mülheim eingebrochen und haben mehr als 1000 Bierflaschen geöffnet – in der Hoffnung auf einen Hauptpreis. Das Bier getrunken haben sie wohl nicht. Ob und welche Preise sie ergattern konnten, ist nicht geklärt.

„Die Täter müssen sich zwischen Samstagabend, 21 Uhr, und Montagmorgen, 7 Uhr, Zugang zu dem Getränkehandel an der Düsseldorfer Straße verschafft haben. Laut Polizei suchten sie wohl gezielt die Paletten von König Pilsener auf, um den ausgeschriebenen Jackpot zu knacken. Etliche Nieten blieben am Tatort zurück, geleerte Flaschen entdeckten die Polizisten jedoch nicht.“

Gesichter vorm Luftkompressor in Slow Motion

ScottDW hat ein paar Menschen vor einen Luftkompressor gestellt, voll draufgehalten und das ganze in SloMo aufgenommen. Alle gleich schön.


(Direktlink, via Geeks are Sexy)

9 Drummer spielen zusammen unabhängig von einander die Beats zu einem Song: 9 Drummers : 1 Song

Aric Improta hat 9 Schlagzeuger ein paar Takte zu einem Song auf 140 BPM trommeln lassen. Unabhängig voneinander spielten sie diese ein und am Ende wurde alles aneinander arrangiert. Nicht so ganz mein Sound, aber ich mag die Idee sehr.

THE OBJECTIVE was for each drummer to compose their own section of a song, the only rules were that they would get 18 bars at 140 bpm and match a similar fill at the end. Once they sent me their compositions, I tried to tie it together and order it in a way that felt cohesive. I then sent the full track to Nick and Reilly, of Night Verses, to compose a song around it. This video is the final result.


(Direktlink, via reddit)

Dave Grohl holt weinenden Fan auf die Bühne, um mit ihm „My Hero“ zu singen

Gestern auf einem Foo Fighters Konzert in Colorado. Vielleicht ist Dave Grohl aktuell einfach die geilste Sau auf den großen Bühnen dieser Welt. Und die Foo Fighters muss ich auch unbedingt mal live sehen.


(Direktlink, via Laughing Squid)

Mash Up: James Brown vs. Portishead – I Feel Roads

Nach dem letzten hier verbloggten Mash Up äußerten manche Leser vorm Hören, dass es da Bedenken gäbe, ob man persönliche Idole von irgendwem (meistens dann die der Bedenkenden) einfach so mashen dürfte. Ja, Remix darf erstmal alles. Immer. Kill your Idols. Keiner muss das mögen, was am Ende dabei herauskommt. Das allerdings sollte wiederum niemanden davon abhalten, Versuche wie diese zu wagen.

Ich liebe Portisheads „Roads“ wirklich sehr. Es hat mich durch sehr traurige Phasen meines Lebens begleitet und immer alles irgendwie ein klein bisschen gemacht. James Brown ist mir immer ein wenig zu hektisch und Funk war nie wirklich mein Sound. Beides zusammen in der Konstellation, gemasht von DJRozroz, ist großartig und hat derbe Gänsehautfaktor. Wirklich.

Hier auch zum Download.


(Direktlink, via Johannes)