Sichere Fahrradwege, so einfach würde es gehen

Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Menschen jede Woche in schweren Fahrradunfällen verwickelt sind, die leider Gottes nicht immer gut ausgehen. Die Ursachen sind oftmals eine große Mischung aus unübersichtlichen Verkehrssituationen, für Fahrradfahrer desaströse Straßenverhältnisse, fehlender Rücksicht und/oder riskantem Fahrverhalten vom Fahrrad-, aber auch dem PKW-Fahrern.
– Dabei wäre es so einfach zumindest den ersten der oben genannten Punkte zu entschärfen.
Ein schönes Konzept gibt es von Nick Falbo, einem Stadtplaner und Designer aus Portland.

(Direktlink, via Doobybrain )

Mehr Informationen zu diesem, meines Erachtens nach sehr gutem Konzept gibt es übrigens bei WIRED.

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Kommentare: 12

  1. bernd 20. Juni 2014 at 19:31  zitieren  antworten

    Da hat wohl jemand mal Urlaub in den Niederlanden gemacht :)

  2. glamorama 20. Juni 2014 at 19:39  zitieren  antworten

    Da gibt es nur ein klitzekleines Problem: Die Straßen in dem Film sind im Kreuzungsbereich 7 (sieben!) Spuren breit – zuzüglich der Gehwege! Wenn wir davon vier Spuren abziehen, haben wir die durchschnittliche Breite einer Straßenkreuzung in einem Berliner Wohngebiet. Um hier den erforderlichen Platz zu schaffen, müsste man mit der Abrissbirne an die Häuser ran.

    Für breite Straßen ist die Idee freilich super. Dass man den Autofahrern ein bisschen Raum abknipsen und ihn den Radlern zur Verfügung stellen kann, sieht man ja prima in den Niederlanden. Hierzulande scheitern solche Pläne hingegen an der starken Autolobby. Und so bedeutet wohl auch weiterhin jede Radtour durch Berlin einen halsbrecherischen Autoslalom, bei dem die Radwege munter als Taxispur, Rechtsabbiegerspur, Busspur, Parkspur, Einkaufswagen-rumschieb-Spur, Sperrmül-Entsorgungsspur, Am-Stau-vorbeifahr-Spur und Ohne-in-den-Spiegel-schau-Autotür-aufmach-Spur mißbraucht werden. Seufz.

  3. Jack 20. Juni 2014 at 20:00  zitieren  antworten

    leider kommen nun Fußgänger mit den Radfahren zusammen, müssen e-bikes dann auf die Straße?

  4. Jon 20. Juni 2014 at 20:01  zitieren  antworten

    Wie soll da der Linksabbieger in der rechten Spur abbiegen wenn alle anderen auf der linken Spur wie üblich gerade auswollen und an dem vorbei rauschen?
    wer nix wird, wird Städteplaner

  5. Matthias 20. Juni 2014 at 20:09  zitieren  antworten

    So ein Quark. Nicht nur, dass der linksabbiegende Radler wieder mal zwei Ampelphasen bräuchte, um eine Kreuzung zu überqueren. Ich finde es auch bedenklich, dem Autofahrer zu suggerieren, dass Radfahrer auf Radwege gehören und auf der „Autostraße“ nichts verloren haben.

  6. Jon 20. Juni 2014 at 21:26  zitieren  antworten

    wenn ich depp noch _Rechtsabbieger_ geschrieben hätte, würde das gebrabbel auch sinn machen.

  7. hackbyte 21. Juni 2014 at 13:29  zitieren  antworten

    Hömm…. also irgendwie ist da genau garnichs neu drann…. so sehen so einige strassen in hamburg aus.

    Radwege sind eh regulär auf dem fussgängerweg integriert bzw separiert, in seltenen fällen gibts eine separate radspur auf der strasse die üblicherweise an kreuzungen mit auf die fussgängerwege geführt wird, wenn das ganze nicht gleich in eine seitlich gelegene parkstrasse integriert wurde.

    Aber .. weisste was? Das bringt exakt mal garnichts…….

    Schade drum … aber spannend das jemand das mal wieder als neue idee verkauft kriegt..

  8. Eisboer 22. Juni 2014 at 15:42  zitieren  antworten

    hackbyte,

    Haste da mal nen Beispiel was ich mir auf Google streetview anschauen kann? In Berlin stoppen die Fahrräder meines Wissens ausnahmslos auf der gleichen Höhe wie die Autos.

  9. hackbyte 22. Juni 2014 at 16:43  zitieren  antworten

    Eisboer,

    Puh, da fragste was. Da weiss ich den baum vor lauter wald glatt nich.

    Leider zickt google maps grad irgendwie nur rum und faselt was von maps lite. Schade drum.

    Ansonsten wär das recht easy, schau dir einfach in hamburg mal irgend eine strasse mit mehr als einer oder zwei spuren an, das ist eigentlich recht konsequent überall durchgezogen. Bis auf die kleineren nebenstrassen.

    Abgesehen davon haben wir halt auch recht viele verkehrsberuhigte zonen und spielstrassen in denen die radwege entsprechend entfallen…

    Schau dich mal um sobald google maps wieder satellitenbilder zeigen mag. ;)

    Gruß,

    hacky

  10. Tig3rch3n 22. Juni 2014 at 23:06  zitieren  antworten

    So nach dem ich dann doch entlich mal Stabiles Internetz hab,
    bin ich auch mal dazu gekommen mir den Vorschlag anzugucken und ich muss leider
    Matthias,
    Nur zustimmen :(

    Allein wenn man Autofahrer suggeriert „Fahrräder haben auf der Straße nichts zu suchen“
    ist genau der falsche Ansatz, den umso ungehaltener reagieren Autofahrer wenn man dann mal nicht auf dem „Radweg“ fährt gerne mit dem Hinweis auf -> http://www.swb.de/personal/elch/50-gruende.html

    Ich bin in Orten unterwegs in denen es keine oder nur wenige ausgezeichnete Radwege exisieren,
    in denen auch die Autofahrer gut damit klar kommen.
    Wenn ich dann doch mal in Städten bin in denen Vergleichsweise viele existiern,
    reagieren auch die Autofahrer ungehalten wenn man mangels Radweg auf „Seiner Autospur fährt“

    Daher tendier ich eher zur gänzlichen Abschaffung von Radwegen.

    Wenn dann wieder das lieblings Argument kommt „Ja aber! Die Kinder“
    Die machen in der 4. Klassen Fahrrad Fahrschule und (StVO) regelt in § 2 Absatz 5 zunächst ganz klar und eindeutig:

    >Kinder bis zum vollendeten 8. Lebensjahr müssen,
    >ältere Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwege benutzen.

    Hebt das auf 14 oder so an und gut ist

  11. kernpanik 3. Juli 2014 at 14:43  zitieren  antworten

    Hier übrigens mal eine schöne Bilderserie, die illustriert, wie der neu gebaute Radweg in der Invalidenstraße von den Berliner Autofahrern im Handumdrehen zum Parkplatz umfunktioniert wurde:
    http://twitpic.com/e7fvev

    Alle Fotos sind innerhhalb der letzten 7 Tage entstanden!

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