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Wie man 1822 in Deutschland heraus fand, dass Zugvögel in Afrika überwintern

Auf rückblickend eher ungewöhnliche Weise: Am 21. Mai 1822 erlegte Reichsgraf Christian Ludwig von Bothmer in der Nähe seines Schlosses bei Klütz einen Weißstorch. In der Halsmitte dieses Storches steckte ein 80 cm langer Pfeil aus dem zentralen Afrika. Heute ist der Storch (Foto) besser bekannt als Rostocker Pfeilstorch.

Pfeilstorch ist die Bezeichnung für einen Storch, der beim jährlichen Flug nach Afrika durch einen Jagdpfeil verletzt wurde und mit dem Pfeil im Körper den Rückflug nach Europa überstand. Etwa 25 Fälle von Pfeilstörchen sind bekannt geworden.

Der erste bekannte Fall ist ein Weißstorch, der 1822 auf Schloss Bothmer bei Klütz mit einem afrikanischen Pfeil im Hals erlegt wurde. Er wurde ausgestopft und kann in der Zoologischen Sammlung Rostock besichtigt werden. Er wird häufig als Rostocker Pfeilstorch bezeichnet.

Diese Pfeilstörche waren im 19. Jahrhundert deshalb von Bedeutung, weil durch sie am Beispiel der Störche der Vogelzug bis nach Äquatorialafrika belegt werden konnte. Zu damaliger Zeit war nicht genau bekannt, was mit den Zugvögeln im Winter passiert. Neben der Fernzug-Theorie war damals unter anderem diskutiert worden, ob Zugvögel Winterschlaf halten oder sich in Mäuse verwandeln.

Mag sein, dass das alle außer mir schon wussten, mir war das bis heute neu. Man lernt halt nie aus.
(via reddit)

3 Kommentare

  1. Hans20. Oktober 2017 um 21:12

    Das sind ja wohl Fake-News! Im Winter verwandeln sich Störche natürlich in Mäuse, das weiß doch jeder!

  2. Rob21. Oktober 2017 um 13:18

    Dieses Bild war Teil des letztjährigen Weihnachtsrätsels der Süddeutschen Zeitung. In dem Bild, war der Speer raus-retuschiert und man sollte rätseln, was dort fehlte.

  3. Fritz21. Oktober 2017 um 15:05

    Boah, dann hast du tausende Kilometer mit einem Pfeil im Hals nach Hause geflogen und wirst nach der Ankunft erschossen und ausgestopft.

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