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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Pingipung Podcast 189: AFAR – Wounds and Cures

In den letzten Wochen des ganz persönlichen Wahnsinns hier auch mehrfach gelaufen: der Pingipung Podcast mit AFAR. Schön verschroben, irgendwie ganz anders und immer auch unerwartet. Tolles Stück Musik, das zu überraschen weiß.

Melodies that help us feel. Pain and love and hope and wounds. A melody that cures. Everything is welcome. A little emo bonbon to allow the loving pain to shake off the shyness and live what’s inside. For us it is an emotional time, probably it always is, but now it’s time to open up even more, getting in contact with emotions of all sorts even more, sharing them with loved ones even more. In times of rising fascism and hate on queer people it’s time to cry together, hold each other, help each other, laugh with each other, get to know your neighbours and being brave and loving. No AI can generate our pain away!

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Album-Stream: Chillhop Essentials Fall 2026

Schon zu Beginn der letzen Woche erschienen, kam damit pünktlich zum Herbst die musikalische Quartalsberechnung von Chillhop. Und auch wenn noch nicht verbloggt, hier schon mehrfach gehört und die letzten Sommertage dazu genossen. Den heutigen jetzt auch noch mal.

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Tortur de France – Bericht über eine Radrundfahrt (1960)

Ich hatte zur diesjährigen Tour mein Interesse daran wieder entdeckt und es im Urlaub immer ganz schön gefunden, die Tour de France sehen zu können. Es gab mir so Vibes, die ich als Kind von der Internationalen Friedensfahrt kannte. Nur in neu und anders halt. Jedenfalls haben die Frau und ich im Bulli gesessen und stundenlang die Tour im Stream gesehen. Klar, dass ein Algorithmus dann irgendwann diese Doku aus dem Jahr 1960 vorschlägt. Und damals rollte die Tour halt schon noch ein bisschen anders, als wir das von heute kennen.

Die Tour de France ist die härteste Sportveranstaltung Europas: so sieht es 1960 der Dokumentarfilmer Dieter Ertel. Zusammen mit dem Sportjournalisten Hans Blickensdörfer begleiten er und sein Kamerateam den Tross der Radrennfahrer auf den Etappen zwischen Limoges und Paris mit kraftzehrenden Anstiegen in den Pyrenäen und Cevennen. Gezeigt werden die Qualen der Radsportler und die Auswüchse der Werbebranche, die dieses Radrennen zu einem einzigartigen Zuschauer-Spektakel machen. Der tragische Sturz des französischen Radsportidols Roger Rivière bleibt ebenso im Gedächtnis wie die Bilder von Henry Anglade, der kilometerlang mit stark blutender Kopfwunde in Richtung Ziel fährt. Den Gesamtsieg sichert sich der Italiener Gastone Nencini vor seinem Landsmann Graziano Battistini. Hennes Junkermann verpasst als bester Deutscher den dritten Platz um eine knappe Minute.

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Netaudio-Mixtapes (2007-2009)

Mein Lieblingsbohm aus Wien fragte mich neulich ob ich ein-zwei Mixe für ein Sommerfest bei sich auf Arbeit wüsste. Eher was Chilliges für einen sonnigen Nachmittag im Garten. Mir fielen die Mixe ein, die ich damals in den Hochzeiten der Netlabels aufgenommen habe und auch, dass ich diese lange nicht mehr gehört habe. Sehr lange nicht – immerhin sind die jetzt schon gut 20 Jahre alt, stecken aber immer noch voll mit guter Musik, die damals komplett auf allen möglichen Labels unter Creative Commons Lizenzen veröffentlicht und vertrieben wurde. Nicht wenige glaubten damals an kleine Revolution der Musikindustrie, die dann dank Streaming allerdings ganz anders kam, als wir uns das gewünscht haben.

Nun denn: weil die Musik damal allerdings zeitlos war und immer noch gut zu hören ist, habe ich die alten Tapes mal sortiert und bei SC in eine Playlist geparkt.

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Alles wird gut. Ganz ohne den Kontext zum Kummer-Song. Und ich habe hier gerade so eine Idee. Ich weiß, dass einige von euch hier schon seit 20 Jahren mitlesen und ich habe an genau jene eine Frage: hat irgendwer von euch noch das MP3 dieses Mixtapes auf der Festplatte? Ich nämlich nicht mehr und es wäre toll, es nochmal haben und neu veröffentlichen zu können.

Danke und bis gleich!
Bin bald wieder da.

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Pause – Nichts ist schön und alles tut weh

Ich habe gerade, weil ich nicht schlafen kann, unter vielen Tränen einen ellenlangen Text geschrieben und traue mich nicht, ihn zu veröffentlichen, weil er unfassbar emotional ist und ich nicht weiß, ob ihr das so recht wäre.

Um es kurz zu machen: die von mir so hart geliebte und für mich beste Frau der Welt ist während unseres gemeinsamen Urlaub am Dienstagnachmittag auf einem Campingplatz an der Müritz aus dem Nichts mit einem Herzstillstand zusammengebrochen und musste reanimiert werden. Ich habe sie währenddessen beatmet und bin in dem Moment innerlich mit ihr gestorben. Es geht ihr den Umständen entsprechend gut, wenn man in dem Kontext überhaupt von „gut“ sprechen kann.

Sie liegt in Neubrandenburg in einem künstlichen Koma. Es sieht soweit ganz gut aus, wenn man in dem Kontext überhaupt von „ganz gut“ sprechen kann. Morgen soll sie aus dem Koma entlassen werden und wir, unsere zwei gemeinsamen Töchter und ich, werden bei ihr sein. In der Hoffnung, dass alles irgendwie wieder gut werden wird. Ich pendele derweil zwischen Potsdam und Neubrandenburg und versuche, dieses seit über 30 Jahren gemeinsame Leben irgendwie beieinander zu halten und habe nach all den Tagen genau jetzt zum ersten Mal das Gefühl mit all dem überfordert zu sein.

Aber ich kann das hier gerade nicht so weiterführen als wäre da draußen nichts passiert. Ich muss hier Pause machen. Das Leben hat gerade andere Prioritäten für mich. Ich komme wieder, aber gerade sind andere Dinge sehr viel wichtiger.

An unsere Buddies, die hier noch mitlesen und unsere Nummern haben: bitte ruft nicht an. Schickt mir eine Nachricht, einen Brief oder ein Fax. Ich werde nicht rangehen. Und kommt bitte nicht einfach so random vorbei. Danke.

Bis später. Passt auf euch auf. Und auf die, die ihr liebt.

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Wenn ich nicht hier bin

Ich bin jetzt seit ein paar Tagen mit der Frau des Hauses, die die jetzt schon 30 Jahre alte Bulli-Dame ganz souverän zu fahren weiß, im Norden Ostdeutschlands unterwegs und wir haben heute entschieden, dass wir das nach den letzten Tagen des regnerischen Wetters in Hoffnung auf besseres davon ausweiten werden. Erst Kyritz, jetzt Rügen und dann wieder über das Müritzgebiet irgendwie zurück. So denn die alte Bulli-Dame das will. Bisher macht sie das ganz großartig. Hier bleibt es also weiterhin deutlich ruhiger als gewohnt – und ich genieße diese Abstinenz vom Internet gerade einfach mal sehr. Es wird wieder anders, aber gerade ist alles gut so, wie ist. Bleibt mir gewogen.

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