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Autor: Ronny

„Willst du Schläge?!“, fragt er sein vielleicht zweieinhalbjähriges Kind, weil die Kleine es sehr zu seinem Jähzorn vorzieht, im Kinderwagen zu stehen anstatt zu sitzen. Überlege, ihm spontan eine in Fresse zu hauen. Kurz.

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Während ihr schlieft – Nachts in den guten Vierteln

Diese Bilderserie ist mit Abstand das Beste, was ich seit langem gesehen habe. Weil sie so unheimlich viel Platz für Interpretationen zulässt. Hier meine: Holger Schilling ist in den Nächten mit Kamera los gezogen und hat in den Vierteln, wie ich sie hier aus Dahlem, Zehlendorf, Teltow, Kleinmachnow, Rangsdorf, Fichtenwalde und dem sonstigem Berliner Umland kenne, die Häuser von denen fotografiert, die offenbar „auf den Cent nicht achten müssen“. Erspart mir das Thema von Krediten und so, Ihr wisst schon, was ich meine. Eigenheim, heile Welt, Rollläden runter, es ist Nacht, wir haben unsere Ruhe und so.

Da geht der also hin und macht dann, wenn alle pennen, Bilder der Häuser von denen und haut einen solchen Text vor seine Fotoserie, und nennt sie „Während ihr schlieft„.

Während ihr schlieft revolutionierten wir die Welt.
Während ihr in euren Bunkern saßt veränderten wir die Musik
und während ihr euch über die gepiercten und tätowierten
aufregt definierten wir die Mode.

Was als eine Hommage an die 68er begann, als ein Spiegelbild
der Erscheinung und der Persönlichkeit einer vielleicht zu
scheinbar revolutionären Generation, wurde zu einer Studie
der Nachkriegsarchitektur. Entwickeltes und Gestaltetes wurde
verlassen – der Nachkriegstyp ist der Archetyp. Kleine Universen
die durch ihre Gleichheit zum Paradoxon werden. Die Bauhaus-
architektur findet hier ihr Gegenstück und bildet in ihrer formalen
Strenge und Moderne die Übertreibung dieses Archetyps.

Während ihr schlieft ist das Bild der Stadt – Das Bauhaus des kleinen Mannes.

Großartig!

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Just my daily two cents

Korg iElectribe review | Wire to the ear
Ich weiß ganz genau, dass ich die Kiste irgendwann mal haben werde, um damit live musizieren zu können. Alle Produktions-Apps für das iPhone sind bisher schon gut gedacht, einzig: es fehlt der Platz das Dingen Sinn bringend und konstant in ein Live Set einbauen zu können. Ganz anders: das iPad. Und ich wette, da wird noch so richtig viel nachkommen, um das sinnvoll nutzen zu können. Hier ein kleiner Vorgeschmack, der nicht das Non plus Ultra ist, aber zeigt, in welche Richtung das alles gehen kann.

Desktop Wallpaper of the Day | The Daily What
Darf ich vorstellen? Mein neuer Schreibtisch. Auf dem Mac.

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Download: Fabric Podcasts 34 & 35 mixed by Four Tet

Wenn schon denn schon müssen die Podcaster von Fabric gedacht haben und hauen gleich zwei Mixe von Four Tet auf einen Streich raus. Der erste, Nummer 34, bedient eher die Homelistener, der zweite, Nummer 35, dann die Arschwackelfraktion, obwohl derlei Schubladen bei Four Tet ohnehin nicht von Bedeutung sind. . Somit geht das Rennen um die fettesten Podcasts in die nächste Runde, das momentan zu toppen dürfte nicht sonderlich einfach sein.

fabric podcast 34: Four Tet (pt.1)
[audio:http://213.171.220.28/podcasts/four_tet_1.mp3]
(Direktdownload)
„In the first in our two part Four Tet podcast, Kieran Hebden takes a flick through his phenomenally stacked record collection to unearth gems from Jo R Lewis and Hyldon, aligning them with tracks by the criminally overlooked Crazy Bald Heads and STL. Also present are tracks from Burial and Miles Davis, two notable influences on the Four Tet sound.“

fabric podcast 35: Four Tet (pt.2)
[audio:http://213.171.220.28/podcasts/four_tet_2.mp3]
(Direktdownload)
„The second part of Kieran Hebden’s fabric podcast finds him indulging as much of his deep experimentalism as much as his current ear for great music. Kicking off with Joy Orbison’s remix of his own Love Cry Hebden careers through Victoria A Jazz and James Harper and on into James Holden and MJ Cole, never ceasing his impeccably diverse selection.“

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Animation: The Return of John Frum

Herrlich unaufgeregt, dennoch mit Tiefe und sehr geil animiert. Von Christian Schlaeffer.

John Frum, Messiah of polynesian Cargo Cults, returns as an astronaut and businessman to the postindustrial wasteland of the financial-service-economy. Together with a native, he sets out for a „conquest of the useless“ — or something.


(Direktlink)

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