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Beatrix von Storch wird in der BBC gerupft

Einen derartigen Umgang mit den Populisten würde auch dem deutschen Fernsehen gut tun, finde ich.

Tjoar.

8 Kommentare

  1. Grllle21. Juni 2018 at 23:17

    Das Problem ist nur: Die Zahlen der polizeilich registrierten Morde und Vergewaltigung sind auf dem Papier wirklich im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Wenn man der Storch dann nur ein „du lügst“ ohne Kontext entgegenruft, macht man es ihr und ihrer Klientel leider recht einfach.

  2. Grllle22. Juni 2018 at 10:19

    @MS:
    Seid 2012 ist die Anzahl an registrierten Mordopfern um mehr als 200% gestiegen?

  3. Kommentierer22. Juni 2018 at 11:23

    So sehr ich diese Person und ihre Agenda verabscheue, sie kommt leider ganz gut weg hier. Auf ihre Differenzierung (ob richtig oder falsch kann ich wie wohl die meisten Zuschauer selbst nicht beurteilen) geht die Interviewerin nicht ein, das bleibt also so stehen – und dass ein Interviewer einem AfD Vertreter Gelegenheit gibt, einen gemäßigteren Ton anzumahnen ist schon kurios. Man muss es diesem zersetzenden Abschaum doch nicht so leicht machen.

  4. MS22. Juni 2018 at 11:35

    @Grille:
    Statista spricht von 405 Mordopfern in 2017 und von 281 in 2012. Das sind +44%. Aber es ist sowieso die Frage, womit ich vergleiche: Im Vergleich zu 2000 (497) haben wir sogar 18% weniger, im Vergleich zu 2004 (399) ungefähr gleich viel, im Vergleich zum Vorjahr 9% mehr. Die Journalistin vergleicht mit 1992. Bei diesen Schwankungen abzuleiten, dass wir seit Öffnung der Grenzen einen neuen Trend haben – da ist wohl eher der Wunsch Vater des Gedanken. Es steigt seit 2012 wieder an, die große Grenzöffnung kam 2015. Ob und inwiefern der Anstieg nun durch Flüchtlinge zurück zu führen ist, dazu sind mir keine Quellen bekannt. (btw. Statistik hin oder her – jeder ist zu viel, egal, ob nun ein Flüchtling oder ein deutscher Eingeborener der Täter ist.)

  5. EL Gordo22. Juni 2018 at 11:36

    Leider nur schwacher Konter der BBC-Kollegin, denn sie geht auf die Punkte von von Storch gar nicht ein. Korrekt ist, dass die Zahl der angezeigten Straftaten im Bereich Sexualdelikte tatsächlich deutlich gestiegen ist. Allerdings wären drei Gegenargumente sinnvoll gewesen: 1. Es sind „nur“ die Anzeigen – angezeigt heißt aber noch lange nicht verurteilt. D.h., wenn ein bestimmter Delikt gerade z.B. medial besonders virulent ist, ist auch die Sensiblisierung und ggfalls Bereitschaft zur Anzeige wahrscheinlich höher. Ob dadurch die Anzahl der Taten wirklich deutlich gestiegen ist, ist nur schwer nachzuvollziehen. 2. Es werden prozentual genauso viele junge männliche Deutsche wie junge männliche „Zuwanderer“ angezeigt (es gibt allerdings in der Grundgesamtheit der Zuwanderer mehr junge Männer als in der Grundgesamtheit der Nicht-Zuwanderer). 3. Das Sexualstrafrecht wurde „erweitert“ um das „Grabschen“. d.h. ein Sexualdelikt liegt vor, auch wenn keine Gewalt angewendet worden ist. Die Änderung trat Ende 2016 in Kraft, 2017 gab es dann den sprunghaften Anstieg von angezeigten Sexualdelikten. — Mir scheint der dritte Punkt der wichtigste zu sein, denn wenn Zuwanderung der Auslöser für den deutlichen Anstieg 2017 ggüber 2016 gewesen wäre, hätte es deutlich mehr Zuwanderung 2017 im Vgl. zu 2017 gegeben haben müssen. Das Gegenteil ist aber der Fall. Insofern: Schwachsinn, was Trump und von Storch da an Zusammenhängen konstruieren. Wäre nur schön gewesen, die Moderatorin hätte sauberer dagegen argumentiert.

  6. Grllle23. Juni 2018 at 01:18

    @MS:
    Ich bin ja bei dir. Mein Punkt ist, dass es in diesem Fall halt nicht reicht, der Storch ein plattes „du lügst“ entgegen zu hauen. Denn dann kann die und ihre Klientel genau das erwidern.

    • Harry5. Juli 2018 at 02:36

      Naja, entweder jemand lügt oder nicht.
      Dein Punkt war vorhin übrigens auch, dass die Aussagen von von Storch stimmen. In diesem Sinne: Du lügst.

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