Zum Inhalt springen

Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Wasser im Saatgut-Tresor von Spitzbergen

(Foto: Frode RamoneCC-BY-2.0)

Traurige Ironie: die Global Seed Vault in Spitzbergen sollte so etwas wie die Arche Noah für die Sämerei des Planeten werden. Teile davon sind jetzt, auch auf Grund der Erwärmung der Arktis abgesoffen. Man ging davon aus, dass die ewigen Frost bringenden Temperaturen dem bunkerartigen Bau nichts anhaben könnten. Da die aber nicht mehr generell gewährleistet sind, wird Wasser zum Problem – und damit hatte keiner gerechnet.

Das Wasser erreichte zwar bisher die Saatgutkammern nicht, aber die Wärme zwingt die Betreiber dazu, technisch nachzurüsten. Pumpen und Drainagen gegen das Wasser wurden installiert. Auch die Kühlaggregate müssen immer häufiger laufen.

Durch die hohen Temperaturen regnete es stark, Schnee und Eis schmolzen. Das Wasser drang in den Eingangstunnel ein. „Wir dachten nicht daran, dass hier der Permafrost gefährdet sein könnte, wir haben hier noch nie ein solch extremes Wetter erlebt“, sagte Hege Njaa Aschim von der norwegischen Regierung der britischen Zeitung The Guardian. Es sei viel Wasser in den Tunnel gelaufen und dort dann gefroren, „beim Eintreten sah es aus wie ein Gletscher“. Glücklicherweise habe das Wasser nicht die Gewölbe mit dem Saatgut erreicht, das Eis sei inzwischen herausgehackt worden.

Wenn die Apokalypse also mit viel Wasser kommen sollte, wird das nichts mit dem Saatgut, das eigentlich erhalten werden sollte.

Einen Kommentar hinterlassen

Arte Tracks über das Urban Art-Kollektiv Rocco und seine Brüder

Die Arbeiten von „Rocco und seine Brüder“ hatte ich hier schon öfter mal im Blog. Arte Tracks hat sie in Berlin getroffen und mit ihnen gesprochen.

Seit ein paar Monaten sorgt das Berliner Urban Art-Kollektiv „Rocco und seine Brüder“ mit eindrucksvollen, halb-legalen Kunstaktionen für Furore: Ihre erste Installation – ein Wohnzimmer im U-Bahn-Tunnel – brachte das Kollektiv nicht nur auf die Fahndungsliste der Berliner Verkehrsbetriebe, sondern auch in die internationalen Schlagzeilen: mit Burkini-Installationen, Grenzkontrollen bei IKEA und andere politisch motivierte Frechheiten im (halb-)öffentlichen Raum.


(Direktlink, via FernSehErsatz)

Einen Kommentar hinterlassen

Google Assistant meets Blade Runner 2049

Arsch. Eimer. Spooky. Wenn auch das mit anderen Videos sicher ähnlich gut passen würde.

I just laid the audio from the Blade Runner 2049 trailer to the new Google Assistant ad. I’m scared. Literally no extra editing involved ?.


(Spencer Chen, via Martin)

Ein Kommentar

Menschenleere Insel bedeckt von Plastikmüll

Die abgelegene Südseeinsel Henderson Island ist frei von Menschen. Sie ist unbewohnt und wohl auch deshalb von der Unesco zum Welterbe erklärt worden. Es könnte dort also alles so schön. Wenn das Plastik nicht wäre. Dieses sammelt sich nicht nur irgendwo auf den Meeren, zerreibt sich, setzt sich im Wasser ab, sinkt.

Fast 38 Millionen Plastikteile mit einem Gewicht von 17,6 Tonnen vermüllen derzeit die unbewohnte Pazifikinsel Henderson Island – und jeden Tag kommen pro Quadratmeter 27 weitere Teile hinzu.“ Damit hat die Insel, von der die nächsten Menschen 5000 Kilometer weit entfernt leben, die höchste Plastikmüll-Dichte weltweit.

Eine Entschärfung des Problems sehen die Forscher in naher Zukunft nicht: Die geschätzten 17,6 Tonnen Plastikmüll auf Henderson Island entsprächen rechnerisch gerade einmal der Menge Plastik, die weltweit in zwei Sekunden produziert würde.

Schätzungen zufolge landen jedes Jahr mehrere Millionen Tonnen Kunststoff in den Ozeanen. Hauptproblem ist die große Haltbarkeit: Es dauere zehn bis 20 Jahre, bis eine Plastiktüte weitgehend abgebaut sei, heißt es beim Umweltbundesamt. Bei einer Plastikflasche gehen Fachleute von 450 Jahren aus.

Es gibt wohl geographische Gründe dafür, dass sich der Plastikmüll gerade dort so ansammelt, aber das macht es kein bisschen besser.


(Direktlink)

2 Kommentare