Die Sonne bringt den zu eng sitzenden Aluhut bei einigen mal wieder mächtig zum glühen. Auweia!
Gefunden in der Gruppe „Reale Verschwörungstheorien“ mit ca. 20.000 Mitgliedern. In dieser Gruppe ist auch klar: Manchester war eine False Flag Attacke mit Crisis-Actors was man unter anderem daran sieht, dass eine Frau in Manchester ähnliche Augenbrauen hatte wie eine Frau beim Boston Marathon. Angela Merkel ist Hitlers Tochter weil sie Angst vor Hunden hat und Hitler hatte einen Hund – vermutlich wurde sie von diesem Gebissen was die Hundephobie erklärt. Menschengemachten Klimawandel gibt es natürlich nicht – Chemtrails aber schon. Immer wieder Perlen in dieser Gruppe, welche zeigen, wie extrem solche Filterblasen aussehen können und wie sehr sich diese Menschen gegenseitig in ihrem Verschwörungswahn bestätigen.
Der geballte Wahnsinn samt der nicht weniger wirren Kommentare nach dem Klick:
„Wir werden genau das tun, was Amerika getan hätte, wenn das Abkommen nicht aufgekündigt worden wäre“, sagte Michael Bloomberg, Ex-Bürgermeister von New York. Er soll nach Angaben der „New York Times“ eine Gruppe koordinieren, die weiterhin zum Pariser Abkommen stehen möchte. Demnach soll ein Schreiben an die Uno vorbereitet werden, in dem die beteiligten Staaten und Städte zusichern, die Ziele des Vertrags einzuhalten.
Die Berliner Zeitung heute mit einem Titel, der auch international rumgehen dürfte, denn ein „Fuck you!“ versteht man überall.
Greenpeace projizierte heute Morgen an die Fassade der US-Botschaft in Berlin:
"Totaler Verlierer, so traurig!" – Greenpeace-Projektion an der Fassade der US-Botschaft heute Morgen in Berlin (dmo) pic.twitter.com/Stf8WogmZp
Die Schülerin wurde in Deutschland geboren, wie eine Sprecherin der Stadt Duisburg sagte. Der Schulleiter und ein Lehrer haben Bivsi am Montag aus der Klasse gebracht und im Lehrerzimmer über die Gründe der Abschiebung informiert, sagte die Sprecherin. Die 14-Jährige sei in Tränen ausgebrochen, sagte der Schulleiter. Möglicherweise hatten die Eltern ihre Tochter nicht über die drohende Abschiebung informiert. Das Mädchen konnte sich im Lehrerzimmer noch von ihren beiden besten Freundinnen verabschieden. Die Schüler des Gymnasiums seien geschockt gewesen. Seelsorger und ein Arzt kümmerten sich um die Jugendlichen.
An einer Berufsschule in Nürnberg haben sie heute einen 20-jährigen Afghanen festgenommen, der in das „sichere Herkunftsland“ Afghanistan abgeschoben werden soll. Dieses „sichere Herkunftsland“, in dem heute vor der deutschen Botschaft ein Sprengsatz 80 Menschen in den Tod riss und weitere 350 verletzte.
Laut Abschiebungsbeschluss sollte der junge Mann zu Schulbeginn festgenommen werden, was er anfänglich über sich ergehen lies. Mitschüler und Passanten stellten sich dem in den Weg und blockierten das Auto, in dem der Festgenommene saß. Die Situation eskalierte, die Polizei setzten Schlagstöcke und Pfefferspray ein und ließ wohl Hunde auf die Demonstranten los. Diese warfen mit Flaschen und einem Fahrrad, es gab mehrere Verletzte.
Der 20-Jährige lebt seit vier Jahren in Deutschland und hat nach Angaben des Bayerischen Flüchtlingsrates einen Hauptschulabschluss und einen Ausbildungsplatz als Schreiner in Aussicht. „Der Vertrag liegt ihm vor, zur Unterschrift fehlt nur seine Bleibe-Erlaubnis“, sagt Thal. Die Regierung von Mittelfranken setzte die Abschiebung am Nachmittag außer Vollzug. Nach einer Vernehmung wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sollte der 20-Jährige auf freien Fuß kommen.
Die Abschiebung wurde später aufgrund der Vorkommnisse in Kabul vorübergehend ausgesetzt.
Ich glaube ja mittlerweile, dass die AfD über lang zum Kurzstreckenläufer wird und ihr früher oder später die Puste ausgehen wird. Sie hat dann, schlimm genug, eine Rhetorik in den politischen Diskurs der vermeintlichen Mitte geholt, die bis vor ein paar Jahren noch der NPD vorbehalten war und nun schon immerhin bei der CDU angekommen ist. Beispiel dafür: Stefan Evers von der Berliner CDU, der gerne „Linksfaschisten auszuräuchern“ würde, die er für „widerwärtiges Gesindel“ hält. So werden sprachlich Äußerungen hoffähig gemacht, wie man sie bisher eben nur vom sich dazu bekennendem rechten Rand kannte. Aber um Wählerstimmen zu bekommen, ist man sich dazu auch bei der CDU nicht zu schäbig. So weit, so bekannt.
Bei der Aachener AfD allerdings geht man da noch weiter und will sich in den dortigen Kulturbetrieb einmischen. Mit juristischen Schritten gegen Kulturschaffende. Im konkreten Fall gegen ein Theater, das in seinem Stück „Heiliger Krieg“ auf Gemeinsamkeiten von Islamisten und Rechten verweist. Ein AfD-Sprecher will, dass diese Passagen gestrichen werden. Die Rechten kommen dabei nicht ganz so gut weg, wie sie es selber gerne hätten, „das Ensemble wird unter Druck gesetzt“.
Es geht um die Verzweiflung der Angehörigen ebenso wie um die Frage, wie es dazu kommen kann, dass Jugendliche sich radikalisieren. Und es geht auch um den Alltagsrassismus, Ausgrenzung und die Ursachen dafür in politischem Populismus. In einer Szene heißt es, die Gemeinsamkeit von Islamisten und Rechten sei, dass beide nicht akzeptieren wollen, dass Menschen das Recht haben, anders zu sein.
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Diesen Aspekt hoben auch die Aachener Nachrichten in einer Rezension zur Premiere hervor. Dem Sprecher der Aachener AfD, Jan-Peter Trogrlic, gefiel das offenbar nicht. Er schrieb eine aufgebrachte Mail an Regisseur Jafari, in der er ihn auffordert, „diese Passage in Deinem Stück zu streichen“. Er setzt eine Frist und droht: „Ich werde sonst mit juristischen Mitteln gegen Deine hetzerische, beleidigende und verleumderische Aussage vorgehen müssen.“
Ein kleiner Einblick, der zeigt, wie es in Teilen der AfD um die Freiheiten der Meinung und der Kunst steht. Bleibt zu hoffen, dass die CDU auch nicht noch diese Teile des braunen Ackers zu bestellen versuchen wird. Wobei, genau genommen, sind die da schon bei. In, natürlich, Sachsen, wo für die CDU und die AfD nicht redliche Bücher bitte nicht auf der Bühne besprochen werden sollen. Da ist man sich doch schon sehr nahe. Next Stop: Musik, die einem nicht genehm ist, Bücher, Filme?
Wer braucht schon die AfD, wenn er die CDU haben kann. Vor ein paar Jahren gab es dafür noch die CSU.
Für die Studie „Blikk“ (kurz für Bewältigung, Lernverhalten, Intelligenz, Kompetenz, Kommunikation) haben haben Kinderärzte in Deutschland rund 5500 Kinder und Jugendliche untersucht und ihre Eltern zur Mediennutzung befragt.
Unter der Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten und mit Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit hat das Projekt „BLIKK‐Medien“ 5.573 Eltern und deren Kinder zum Umgang mit digitalen Medien befragt und gleichzeitig im Rahmen der üblichen Früherkennungsuntersuchungen die körperliche, entwicklungsneurologische und psychosoziale Verfassung umfangreich dokumentiert.
Als hin und wieder tätig seiender Medienberater halte ich das für gut und notwendig, auch wenn ich die daraus gezogenen Schlüsse nicht so generell nicht unterschreiben würde. Sie wirken ein wenig einseitig und auch zu alarmierend, aber das nur am Rande.
Gestern jedenfalls wurden die Ergebnisse gemeinsam mit den Studienleitern im Ministerium vorgestellt. Hoffentlich nicht mit dieser schön bunten Präsentation, die als solche dazu im Netz zu finden ist. Fehler passieren, keine Frage, aber das hier ist schon auch ein bisschen peinlich bei soviel Medien-Bohei. „Datteln“ schmecken, müssen gegen nichts ersetzt werden und können auch zum Paddeln mitgenommen werden. Beim „Bicken“ weiß ich’s gerade nicht, müsste ich mich informieren.
Donald Trump hat während seines Nahostreise auch die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besucht. Dort verweilte er circa eine halbe Stunde, hielt eine Rede und schrieb sich in das Gästebuch ein. „Es ist eine große Ehre, mit all meinen Freunden hier zu sein“, schrieb Donald Trump und setzte darunter: „So fantastisch + werde nie vergessen“. Vermutlich fiel ihm dabei nicht auf, dass er sich gerade nicht auf einer Sommerreise in einem Hotel verewigt hatte. „Unangemessen“ wäre da noch diplomatisch. Ein Reporter der „Times of Israel“ schrieb auf Twitter: „Er hat vergessen zu schreiben: Bis nächsten Sommer!“
Im Vergleich die Worte, die Obama im Jahr 2008 in Yad Vashem zu Papier brachte.
Notes left at Yad Vashem, Israel's Holocaust memorial museum. Trump on left, Obama on right. So horribly tone deaf. pic.twitter.com/e15A0yq0Op
Da weißte gar nicht mehr, was du zu all dem schreiben sollst. Böhmermann versucht es mit „he is absolutely dead inside“. Vielleicht trifft es das am ehesten.
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