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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

WDR-Radio-Feature: Neun Stockwerke Deutschland – Ein Hochhaus in Gladbeck

Interessanter Einblick in die Lebenswirklichkeit anderer. Genau das Richtige fürs Wochenende.

„Inmitten einer Wohnsiedlung in Gladbeck steht das 1972 erbaute Hochhaus, das mit seinen neun Stockwerken alles andere überragt. Der Autor Reinhard Schneider hat 2009 die Bewohner ein Jahr lang begleitet und eine Art Dorf in der Vertikalen entdeckt, in dem vieles offener und direkter geschieht als anderswo. 2017 hat der Autor das Haus erneut porträtiert und die Veränderungen durch Migration und soziale Risse dokumentiert. Aus diesem Anlass steht diesess Feature zum Nachhören bereit. WDR 2010.“

[audio:http://podcast-ww.wdr.de/medp/fsk0/132/1327716/wdr5dok5dasfeature_2017-03-26_neunstockwerkedeutschlandeinhochhausingladbeck_wdr5.mp3]
(Direktdownload, via Holgi)

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Jan Böhmermann geht in Berufung

Böhmermann will es nicht auf dem gegen ihn gefällten Urteil im Fall Erdogan beruhen lassen und geht in die Berufung.

„Schertz [Böhmermanns Anwalt] erklärte, die Entscheidung des Gerichts sei „offensichtlich fehlerhaft, ja absurd“. Das Gericht habe den aktuellen Gesamtkontext nicht berücksichtigt. Erdoğan schränke die Grundrechte in der Türkei systematisch ein und lasse Kritiker und Journalisten mit abenteuerlichen Begründungen ins Gefängnis sperren und betrachte sich selbst – zumindest in seinem eigenen Land – als über dem Recht stehend. „Das übersteigerte Ehrempfinden des türkischen Staatspräsidenten und sein widersprüchliches Verhältnis zur Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit dürfen ebenso wenig zum Maßstab des deutschen Rechtsstaates werden, wie der persönliche Humorgeschmack einzelner oder die Sachzwänge und strategischen Erwägungen politischer Akteure in Deutschland“, sagte Schertz.“

Ich will das von Böhmermann damals Gesagte nicht werten. Von mir aus kann man das lustig finden, oder auch nicht. Ich bin da eher leidenschaftslos. Aber: ich bin Fan davon, die Rechtsstaatlichkeit eines Rechtsstaates mit all seinen Mitteln zu prüfen. Von mir aus immer wieder. In diesem Fall die nächste Gerichtsinstanz. Vielleicht ist es hier auch besonders wichtig, um Erdogan an den Prozessen einer Rechtsstaatlichkeit teilhaben zu lassen. Auch wenn das bei uns irgendwie merkwürdige Züge annimmt.

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Rechtsradikale Partei verschickt „Ausreise-Gutschein“ an Olper Stadtrat – der klagt jetzt auf Reisekosten

Der Olper Stadtrat Kai Bitzer hat neben anderen, die politisch in Linken Lagern unterwegs sind, Post von der rechtsradikalen Partei der Dritte Weg bekommen. Ein pseudosatirischer Gutschein zur Ausreise nach Afrika. „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen!“ Blah, blah, sie wissen schon.

Bitzer hat die Aktion wörtlich genommen – Afrika soll ja ganz schön sein. Die Lappen vom Dritten Weg aber haben wohl zuviel versprochen und sich nicht zurückgemeldet. Jetzt will Bitzer das „Reisegeld“ einklagen.

Er hat die Option „Schiffsreise“ angekreuzt und die Karte zurück geschickt. Es geht um eine Reise nach Afrika im Wert von 2.200 Euro. Eine Antwort bekam der Olper aber nicht: „Ich habe noch einmal schriftlich darum gebeten, mir die Reise zukommen zu lassen. Nachdem auch darauf keine Reaktion kam, habe ich die Klage eingereicht.“

Wie hoch die Chancen stehen, in diesem Fall Recht zu bekommen, kann keiner genau sagen. Sollte die Klage für Bitzer allerdings erfolgreich verlaufen, hätten auch andere Empfänger der Karte Anspruch auf die „Reisekosten“. Und das dürften so einige sein.

„Das Problem besteht darin, dass hier kein Unternehmen sondern eine Partei auf der Gegenseite steht.“ Da es aber noch kein Urteil in einer vergleichbaren Sache gibt, sei die Klage einen Versuch wert.

(via Nilz)

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Zum Weltfrauentag: Bronze-Mädchen vor dem Wall Street-Bullen in Manhattan

Vor dem Charging Bull in der Wall Street stand heute die Bronze-Statue eines kleines Mädchens, die sich dem Bullen mutig und in durchaus herausfordernder Haltung gegenüberstellt. Geschaffen wurde sie als Guerilla-Aktion anlässlich des heutigen Weltfrauentag von der Künstlerin Kristen Visbel. Das Bronze-Mädchen ist Teil einer Kampagne, die für mehr Frauen in Vorstandsposten wirbt.

„A Wall Street firm has fitted a statue of a girl in Lower Manhattan to stare down the well-known bronze charging bull on International Women’s Day.

State Street Global Advisors placed the primary school-aged child squarely in the path of the rampaging beast in a plea to fellow companies for more gender diversity.

More than 85 per cent of financial advisors on Wall Street are said to be men, and State Street says 25 per cent of Russell 3,000 Index companies have no women on their boards.“

Ein Beitrag geteilt von The Pool (@thepooluk) am


(via CarFreiTag)

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