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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Deutsche Vinyl Charts

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Nachdem die Schallplatte nun auch endgültig in die Regale der großen Elektromärkte zurückgekehrt ist und die Majors darin mittlerweile auch wieder Erlöskapital sehen, gibt es seit dieser Woche die offiziellen deutschen Vinyl Charts, die die meistverkauften Platten der jeweiligen Woche listet. Ermittelt werden diese von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie.

Die aktuellen Top 20 für Deutschland sehen so aus:

Daran lässt sich ziemlich gut sehen, dass offenbar heute wieder Leute Vinyl kaufen, die es über Jahre hinweg nicht taten. Haben doch viele der Majors über Jahre hinweg wenig bis gar kein Vinyl mehr pressen lassen. Über diese „Durststrecke“ hinweg haben damals andere die Pressen für sich reserviert. Von denen ist zumindest in den aktuellen Top 20 nichts zu sehen. „Es muss immer alles komplett verwertet werden, wenn es komplett verwertet werden kann.“ Und wenn denn nicht mehr, wartet man halt so lange, bis es dann im besten Fall mal wieder soweit ist.
(via Pretty in Noise)

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Das Säxit-Dekret für dieses Land da

Der Royale Shop der Prinzessinnenreporter.


Der Royale Shop der Prinzessinnenreporter
Die Prinzessinnenreporter nehmen sich der gestrigen Idee von Tatjana Festerling an, die auf der Pegida-Demo in Dresden vorschlug, das Land Sachsen solle per Volksentscheid die Unabhängigkeit von Deutschland und der Europäischen Union anstreben. Die Idee des sogenannten „Säxit“ zieht schon seit Wochen seine Runden durchs Netz und kommt eigentlich eher aus der Anti-Pegida-Ecke.

So haben die Prinzessinnenreporter also jetzt ein Dekret erlassen, das den Schnulli mit einem Volksentscheid und solch Mumpitz umgeht und einfach mal Tatsachen schaffen soll – und zwar bald.

Das Säxit-Dekret

1. Die Mauer hat bis zum 20. Oktober durch alle Sachsen, die sich für Volk halten, errichtet zu werden. Geeignetes Werkzeug ist mitzubringen. Sowie sie fertiggestellt ist, wird Sachsen übrigens in „Dieses Land da“ umbenannt.

2. Im Interesse eines möglichst reibungslosen und raschen Mauerbaus sind alle Aufläufe und Demonstrationen so genannter besorgter Bürger ab sofort verboten.

3. Alles, was rosa ist, sowie Schlösser, das dazugehörige Inventar und royale Denkmäler sind einzupacken und an die Prinzessinnenreporter (Adresse siehe Impressum) zu verschicken. Bitte auf ausreichende Frankierung achten.

4. Gebäude, in denen sich Zeitungs-, Hörfunk- und Fernsehredaktionen befinden, und deren Inventar auch.

5. Journalisten, die „Dieses Land da“ verlassen möchten, wird der Umzug in einen ordentlichen Staat ihrer Wahl durch Pegida bezahlt, außerdem muss Pegida beim Kartons tragen helfen. Umzugsgeld und -hilfe gelten auch für alle anderen Leute, die nicht in besorgte Bürger-County leben möchten.

6. Anschließend werde die Grenzen zu „Dieses Land da“ zugemacht.

7. Den Grenzschutz übernimmt die Prinzessinnenreporter-Security.

8. Um „Dieses Land da“ vor schlimmen ausländischen Einflüssen zu schützen, werden alle Internetverbindungen ab 20. Oktober 2015 gekappt. Nicht internetfähige Computer und Handys dürfen behalten werden, sofern sich darauf nur deutsche Software befindet. Bitte halten Sie die entsprechenden Geräte zur Überprüfung bereit.

9. Am 20. Oktober 2025 werden die Grenzen für eine kurze Inspektionstour der Prinzessinnen Leo, Marit, Ramona, Svenna und Elke geöffnet. Wir bitten in dieser Zeit sehr eindringlich darum, im eigenen Interesse dumme Sprechchöre und dusseliges Benehmen zu unterlassen.

10. Viel Spaß!

Den wünsche ich auch – auch beim Lesen der Prinzessinnenreporter.

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BILD.de sperrt Adblock-User aus

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Ich habe keinen Adblocker und hatte bisher auch nicht die Absicht einen solchen zu benutzen. Vielleicht ändere ich meine Einstellung jetzt.

Im Hause Bild allerdings nutzen einige offensichtlich selber einen Adblocker, um nicht ständig von der Werbung abgelenkt zu werden. Der Springer Verlag klagt aktuell die Eyeo GmbH, die die Software Adblock Plus herstellt.

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Schweden: Ein Club von Bartträgern wird für Terroristen gehalten

Am Samstag trafen sie sich bei einer alten Schlossruine in Schweden 28 Männer die durch die Reihe weg Bärte tragen. Die „Bearded Villains“ wollten dort für ein Foto posieren und trugen eine schwarze Flagge, auf der in weißen Lettern der Name des Bartträgerklubs stand. Irgendwer fuhr mit dem Auto an der Truppe vorbei und alarmierte die Polizei
, da er die Bärtigen für Anhänger des IS hielt.

Ein besorgter Bürger hatte die Beamten alarmiert. Er war in einem Auto an der Truppe vorbeigefahren und dachte beim flüchtigen Hinsehen, sie würden mit einer Flagge der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) posieren. Das Missverständnis habe sich schnell geklärt, schrieb Fransson. Die Beamten seien lachend davongezogen.

Yesterday, we had our Bearded Villains flag shoot at a castle ruin called Braehus.

In the middle of the shoot, two…

Posted by Andreas Fransson on Sonntag, 11. Oktober 2015


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Doku: Dunkles Deutschland – Die Front der Fremdenfeinde

Eine Doku, die nachher im Ersten läuft, jetzt aber schon in der Mediathek und auf YouTube zur Verfügung steht. Besorgte Nazis aller Orten.

HoGeSa, PEGIDA, Die Rechte, Der Dritte Weg, NPD, AfD – sie alle arbeiten dran: An einer „Volksbewegung“ von rechts, die sich gegen alles Fremde richtet. Mit Macht versuchen Rechtsextremisten, aus Verunsicherung, Wut und Angst der Menschen Kapital zu schlagen und Proteste gegen Flüchtlingsheime zu organisieren. Und sie gehen den entscheidenden Schritt weiter: Auch vor Gewalt schrecken die Hardliner nicht zurück.

Die Reporter Jo Goll, Torsten Mandalka und Olaf Sundermeyer zeigen, mit welchen Strategien Rechtsextremisten das demokratische Gemeinwesen bedrohen. An Orten wie Nauen in Brandenburg oder Heidenau in Sachsen ist ihnen bereits der Anschluss an die bürgerliche Mitte gelungen. Dieser Anschluss gelingt im Westen bislang nicht. In Nordrhein-Westfalen oder Bayern zündeln Rechtsextremisten ohne Unterstützung der breiten Masse – noch.


(Direktlink)

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Rush hour vor Peking

Weil es gerade perfekt zu dem Rush hour-Video von letzter Nacht passt, das einen Stau in Kopenhagen zeigt, hier eins aus Peking. Nun kann man Peking städtisch natürlich grundsätzlich nicht wirklich mit Kopenhagen vergleichen, aber es veranschaulicht den Unterschied sehr schön.

Das Video hier zeigt „ein paar“ Pekinger, die nach ihrem Urlaub zurück in die Stadt wollen und, so vermute ich, an so einem Maut-Dingens warten. Das in mehr als 30 Spuren.


(Direktlink, via Martin)

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Da hat wohl einer Lack gesoffen

Online-Petitionen könnten an sich ein gutes Mittel der Demokratie sein, Gedanken und Ideen, die mehrheitsfähig sind, in politische Prozesse umzuwandeln oder sie zumindest politisch zu debattieren. Siehe BGE vor nicht allzulanger Zeit. Dass auch das nicht unbedingt zum Ziel der Petitionisten führt, gehört offenbar auch zum demokratischen Prozess. Das kann man Scheiße finden, ist aber halt so.

Diese Petitionsmöglichkeiten allerdings spucken auch immer wieder völlig bekloppte Forderungen aus, was dem Instrument an sich die Ernsthaftigkeit nimmt. So mutiert das halt mitunter zum Schaulaufen der Knetbirnen. Der Ersteller dieser Perition hier dürfte zu den solchen zählen. Oder er hat Lack gesoffen. Oder es war die PARTEI. Oder die Titanic. Ich meine fast zu hoffen, Hauptsache irgendeine Satire!

Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch diese Petition nicht mehrheitsfähig sein wird, was die Angelegenheit auch irgendwie irrelevant macht, aber sie macht halt auch Schmerzen. Schon allein in ihrem Kern.

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