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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

CSU-Mitglied und MdB verschickt Briefe mit der Bitte, ihm auf Twitter zu folgen

Eigentlich reicht es da drüben ja, einfach bei jemandem auf den „Follow“-Button zu klicken und zu hoffen, dass der dann zurück folgt. Meistens, wenn man halbwegs interessantes Zeug schreibt, klappt das dann auch. Zumindest handhabe ich das so.

Aber Johannes Singhammer, Mitglied der CSU, für die er auch im Deutschen Bundestag sitzt, dachte sich wohl, er macht das mal ganz anders und probiert was Neues aus. Deshalb schreibt er potenzielle Follower mit der Bitte an, ihm dann doch auf Twitter zu folgen. Kann man sich gar nicht ausdenken so was.

Der Brief ging an die Süddeutsche Zeitung, getwittert hat ihn Robert Roßmann.

(via Rene)

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Neues in der Abmahnsache Nathan Sawaya

Heute hat Nathan Sawaya auf verschiedenen Blogs, die über diese Abmahnsache berichteten selber mal seine Sicht der Dinge in den Kommentaren hinterlassen, so auch hier. Er schreibt:

This is Nathan Sawaya. I have been notified that my art is the subject of this matter. To be clear, I am not represented by this law firm. I am not represented by this photo agency. If you have any questions, you may email at info@brickartist.com.
-Nathan Sawaya

Dazu kommt, dass nach einem Mailverkehr, den Flo von We like that mit ihm geführt hat, klar wird, dass er für das von denen benutzte Bild niemals die Rechte an irgendwen verkauft hat. Das Foto hat seine Freundin geschossen und die Rechte liegen wohl nach wie vor bei ihr.

Bei einer weiteren Bloggerin, die ein Bild über die Arbeiten von Nathan Sawaya benutze, könnte es wohl auch so sein, dass das Bild, für das sie von der Kanzlei activeLAW im Namen der Agentur hgm-press Michel OHG abgemahnt wurde, gar nicht identisch mit dem ist, woran die Agentur hgm-press die Nutzungsrechte besitzt. Das Motiv ist zwar das selbe, der Fotograf allerdings wohl ein ganz anderer. Bild.de nutzte dieses wohl auch. Haben die eigentlich auch Post bekommen?

Die selbe Kanzlei mahnte auch Autodino für die Nutzung von drei Bildern ab. Sie wollte dafür 19.000 EUR. Nachdem die reagierten und belegen konnten, dass sie eine ausdrückliche Genehmigung hatten, diese Fotos nutzen zu können, wurde die Abmahnung mit der Begründung abgezogen, dass man in dem „Fall nicht sicher sein könne, die alleinigen Nutzungsrechte an den streitigen Bildern zu haben“.

Da hätten wir also eine Agentur, die von einer Kanzlei abmahnen lässt und so richtig gar nicht zu wissen scheint, ob sie denn nun Rechte an den Bildern besitzen oder eben doch nicht so richtig. Da geben sie keinen Fick drauf, erstmal abmahnen, irgendwer wird schon bezahlen und wenn nicht, haben wir es eben versucht. Richtige Profis.

Außerdem hat Matthias von Lordmat in seinen Logfiles Merkwürdiges entdeckt: die Kanzlei Eugen Klein, die – ach kiek an – zu activeLAW gehören scheint, wühlt sich auf der konkreten Suche nach Bildern munter durch sein Blog. Es geht um dabei um die Bonsai-Baumhäuser von Takanori Aiba. Wenn ihr die also haben solltet, wisst ihr Bescheid. Obwohl man ja jetzt auch nicht so sicher sein kann, dass die sich klar darüber sind, wer die Rechte an diesen Bildern besitzt.

Das Ganze wirkt nun schon so, als würde da eine Agentur mit Hilfe einer Kanzlei mal eben schnelles Geld machen wollen würde. Nur alleine für die Bilder von Nathan Sawaya ergeben sich Forderungen in einer Höhe von insgesamt circa 20.000 EUR. Dafür muss eine Oma verdammt lange stricken und ein Blogger jahrelang bloggen – wenn überhaupt.

Zu guter Letzt haben im Rahmen dieser Sache einige ihre Blogs erstmal ganz vom Netz genommen. Traurig.

[Update: 04.10.2012, 16:14 Uhr]
Spiegel Online hat sich jetzt auch mit der Angelegenheit befasst und bei der abmahnenden Kanzlei nachgefragt. Laut deren Auffassung hat die von Ihnen vertretene Agentur sehr wohl die Nutzungsrechte an an den Fotos Sawayas.

Auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE erklärt die Anwaltskanzlei, die Verwertungsrechte lägen sehr wohl bei der Agentur aus Berlin. Sie seien für den deutschsprachigen Raum von der Firma Black Sheep Press aus den Niederlanden erworben worden, die ihrerseits die Verwertungsrechte von der Firma Nathan Sawaya Inc. bekommen habe.

„Eine vertragliche Vereinbarung des Künstlers mit der Firma Black Sheep Press liegt hier vor“, so Rechtsanwalt Eugen Klein. Ausdrücklich habe der Künstler darauf bestanden, dass gegen missbräuchliche Verwendung vorzugehen sei. Dessen Erklärung habe man mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. Der Künstler Nathan Sawaya war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Es wird nicht einfacher.

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Finnische Nazi-Website auf deutschem Server gehostet?

Uns wird ja hier immer gesagt, dass es schwierig sei, deutsche Naziseiten aus dem Web zu kicken, da die meist auf amerikanischen Servern liegen und man da eher wenig Handhabe hätte.

Andererseits geht das auch, wenn man das nach Nationalitäten umdreht. Die finnische Naziseite Suojeluskunta.com liegt auf einem Server des Kölner Unternehmens Hosteurope. Die finnische Polizei kann deshalb nicht sonderlich viel dagegen tun. Die perverse Ironie allerdings, dass deutsche Nazis auf ausländische Server ziehen, während Finnen ihren Nazidreck bei einem deutschen Unternehmen parken: unfassbar.

Um in das Forum zu kommen, muss man sich allerdings dort anmelden, worauf ich jetzt verzichte und deshalb diesen reddit Beitrag quote. Wenn der Verfasser, der offenbar drin war, sich irrt, „Bitte gehen sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen.“ Wenn nicht: Macht Alarm!

Suojeluskunta.com is the most violent Finnish extremist site we have seen so far. It contains incitement to extreme racist violence, death threats and terrorist manuals. The ideology of the site is close to that of Norwegian terrorist Anders Behring Breivik.
Suojeluskunta.com is hosted in Germany by Host Europe, which apparently doesn’t mind hosting violent Nazi propaganda. And Germany is supposed to have strict laws about such extremism.
Here are Google translations of some Finnish news articles about the terrorist website:
MTV3 – „Central Bureau of Investigations Tracking Suojeluskunta.com“ – http://tinyurl.com/8e3eny6
Kansan Uutiset – „Murder Manual Available Again On Suojeluskunta.com“ – http://tinyurl.com/kansanuutiset
Suojeluskunta.com is also an identity theft site, since the users of the website are often using the names of people who are actually opposed to racism. It is by far the worst Finnish extremist site we have ever seen.
The website is available on the Internet as well as in TOR network. The Internet version of http://suojeluskunta.com is using the IP address 83.169.20.105. This is Host Europe in Germany. Reporting it to abuse@hosteurope.de doesn’t help at all. Apparently Host Europe is quite happily helping terrorists.

You can use Google Translate to read the site:
English: http://tinyurl.com/suojeluskuntaenglish
German: http://tinyurl.com/suojeluskuntagerman

Beware that the terrorists are posting using the names of people who have commented critically about the website. Therefore the names of many writers are actually the names of people who are opposed to terrorism.

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Abmahnungen: Tausende Euro für ein Foto

Endlich! Endlich macht es einer der Blogs, die diese Abmahnung betrifft die Sache jetzt auch öffentlich. Die Jungs von We like that haben Post von einer Kanzlei bekommen, die eine exorbitant hohe Summe für das Verwenden eines Fotos fordert.

Vor gut zehn Tagen gingen an einige Blogs, von denen ich weiß, Abmahnungen raus. Es geht in dieser wohl konkret um ein Foto, dass den LEGO-Künstler Nathan Sawaya neben einem seiner Werke zeigt – also nicht explizit eine seiner Arbeiten. Die Nutzungsrechte daran gehören wohl einer niederländischen Fotoagentur. Ob das zu dem Zeitpunkt als eben dieses Foto über die Blogs ging, schon so war, ist nicht ganz klar. Kann sein, dass die Agentur die Rechte daran erst später eingekauft hat. Vertreten wird diese Agentur durch eine deutsche Kanzlei, die, wie erwähnt, gleich mal mehrere Blogger anschrieb. Die Forderungen für das immer selbe Vergehen variieren von 1600 EUR über – wie jetzt hier – 3000 EUR und gehen in mindestens einem weiteren Fall noch weiter hoch.

Um es noch mal konkret zu sagen: die sollen vierstellige Beträge abdrücken für _ein_ Foto, dass sie jeweils genutzt haben! Irgendwie wollte man ja an den Möglichkeiten dieser Abmahnpraktiken politisch ja mal was ändern – passiert ist in dieser Hinsicht nicht viel bis gar nichts.

Natürlich sackt mich das, auch wenn ich nicht betroffen bin, ziemlich gewaltig, denn es könnte auch mich jederzeit treffen. Andere Blogs, die ähnlich bloggen wie ich, natürlich ebenso.

Deshalb ist es richtig und vor allem wichtig, dass das mal öffentlich gemacht wird. Denn wenn keiner diesbezüglich Stellung bezieht, wird diese wirklich schwer zweifelhafte Praxis von Kanzleien munter weitergeführt. Wenn keiner davon weiß, wird sich auch keiner darüber beschweren. Und das muss ja nun nicht sein.

Und ja: es ist grundsätzlich nicht erlaubt jedermanns Bilder aus dem Netz zu fischen und diese dann bei sich zu verbloggen. Darüber bin ich mir im Klaren. Aber es sollte eben auch nicht möglich sein, Leute für ein derartiges Vergehen mit so dermaßen überzogenen Kostenforderungen zu überziehen. Das wollte ich gesagt haben. Und ich wollte, dass Ihr davon wisst. Ob das irgendwas für irgendwen besser macht? Keine Ahnung, aber ich hoffe, dass man sich da irgendwie entgegenkommen kann.

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Bagelheads

Die Eltern euer Eltern fanden Tattoos merkwürdig, eure Eltern fanden vielleicht Piercings merkwürdig, aus Japan kommt gerade der Trend einer Körpermodifikation, den Ihr gerne merkwürdig finden dürft: die Bagelheads. Dafür lassen sich die Träger eine Salzlösung unter die Stirn injizieren, wobei eine Beule entsteht. In diese drückt man dann eine Kuhle. Et voila. Einen Tag später ist das Dingen wieder verschwunden.

National Geographic hat sich das alles mal genauer angesehen.

Und nun könnt Ihr euch gerne Gedanken darüber machen, was eure Kinder wohl irgendwann mal merkwürdig finden werden.


(Direktlink, via 10 Minutes)

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Das aufblasbare Toupet

Täuschend echt kann sich hiermit jeder, der zu eitel für eine Glatze ist, unter einem Haarersatz verstecken. Niemand wird merken, dass es sich im eine Prothese handelt. Ob es das Ding auch in verschiedenen Farben gibt, kann ich gerade nicht sehen. Wäre natürlich doof, wenn nicht. Denn wenn ein blonder Tüp das dunkle Dingen aufsetzt, sieht man doch natürlich sofort, dass das nicht echt sein kann. Mhmmm.


(via Like Cool)

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No Homophobes

Eine Website der University of Alberta, die nichts anderes tut, als in Echtzeit vier homophobe Schlagwörter zu zählen, die auf Twitter rausgehen. Und da kommt so einiges am Tag.

This website is designed as a social mirror to show the prevalence of casual homophobia in our society. Words and phrases like “faggot,” “dyke,” “no homo,” and “so gay” are used casually in everyday language, despite promoting the continued alienation, isolation and — in some tragic cases — suicide of sexual and gender minority (LGBTQ) youth.

We no longer tolerate racist language, we’re getting better at dealing with sexist language, but sadly we’re still not actively addressing homophobic and transphobic language in our society.


(via Wow)

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Spanien

Ich stolpere hier gerade über dieses Gif und frage mich, wo genau das herkommt? Vielleicht entspringt es einem der aktuellen Videos über die Proteste in Spanien? Vielleicht hat es irgendwer schon mal in einem Kontext gesehen, der hier leider völlig fehlt. Man könnte den jetzt auch selber basteln, will ich aber nicht. Krass ist es allemal.

[Update] Jemand war so gut und hat mir den Link zu dem Video in die Kommentare gepackt. Und ja, das ist in Madrid. Was mich ja wirklich befremdet ist die Rolle, die die Fotografen und Kameraleute da einnehmen. Auf deren Hilfe braucht man in so einem Fall nicht hoffen. Entsprechende Szene beginnt bei 1:10.


(Direktlink)

Weil das Gif so riesig ist, hier als Direktlink.

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