
Der Musik-Streaming-Dienst Grooveshark ist seit heute nicht mehr aus Deutschland raus zu erreichen. Grooveshark gab dazu folgende Erklärung ab:
Aufgrund unverhältnismäßig hoher Betriebskosten stellt
Grooveshark den Zugriff aus Deutschland ein.
Wir werden Sie vermissen! Sie können uns gerne schreiben. Wir hoffen, eines Tages zurück zu kommen. Wenn Sie die Betriebskosten für Anbieter wie Grooveshark herabsetzen wollen, können Sie eine höfliche Nachricht an die GEMA zu schicken.
Wir hoffen, dass Sie unserer Empfehlung folgen und den populären Musikservice simfy ausprobieren: http://simfy.de.
Daraufhin ersoff die GEMA auf Twitter förmlich in einem Shitstorm. Jetzt wurde von Seite der GEMA ein Statement veröffentlicht, die das alles natürlich ganz anders aussehen lässt.
Der Anbieter Grooveshark hat seinen Dienst in Deutschland – entgegen seiner Angaben – nicht wegen unverhältnismäßig hoher Betriebskosten eingestellt.
Vielmehr weigert sich Grooveshark grundsätzlich, den von ihm betriebenen Dienst überhaupt in irgendeiner Form zu vergüten.
„Grooveshark, die ‚Schurkenseite‘ unter den Musikstreamingdiensten“, wie netzwertig.com den Dienst bezeichnet, sieht sich daher aktuell bereits mit Klagen z.B. von Universal Music, Warner Music und EMI Music konfrontiert.
Auch Google und Apple haben kürzlich die Grooveshark-Apps aus dem Android-Market und dem Appstore verbannt.
Anlass der Schließung des Dienstes in Deutschland ist damit nicht, wie durch den Infotext auf der Website von Grooveshark fälschlicher Weise suggeriert wird, eine Uneinigkeit über die Vergütungshöhe, sondern die generelle Tatsache, dass Grooveshark Urheber und andere Rechteinhaber an seinen Umsätzen beteiligen muss.
Wie so oft, wenn es um die GEMA-Gebaren geht, dürfte die Wahrheit auch hier irgendwo in der Mitte liegen. Grooveshark jedenfalls ist somit vorerst Geschichte.