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Kategorie: Doku

Der Beruf des Mollenhauers

Ich wusste um dieses Handwerk bis zu dieser Doku so genau gar nichts. Jetzt ein bisschen mehr, auch wenn dieser Beruf nachvollziehbarer Weise an Popularität verloren hat, gar auszusterben droht.

Der Ausdruck Muldenhauer (Moldenhauer, niederdeutsch Mollenhauer) bezeichnet einen handwerklichen Beruf, bei dem hölzerne Wannen (Mollen oder Mullen) in verschiedenen Größen hergestellt werden. Diese werden aus einem vollen, halbierten Baumstamm gearbeitet und nicht zusammengesetzt.

Beim Muldenhauen (Mollenhauen) wird ein Stück Holz so ausgehöhlt, dass eine Mulde (Molle) entsteht. Mit einem so genannten Dexel hackt der Muldenhauer zunächst grob die Kuhle aus. Anschließend schabt er sie mit einem Ziehmesser rund aus und schmirgelt das Werkstück glatt. So entsteht ein wannenartiges Holzgefäß.

Das fertige Muldenstück oder Holzgefäß wurde bei Schlachtungen und im Bäckergewerbe benutzt. Backmulden fertigten auch die Holzbitzler.

1933 zählten sich ca. 900 Personen zur Innung der Muldenhauer. Davon waren nicht alle hauptberuflich Muldenhauer sondern z.B. Zimmermann, Dachdecker oder Maurer, die im Winter keine Arbeit fanden und deswegen Mullen herstellten.

Heute werden solche Gefäße kaum noch gekauft, da Gefäße aus anderen Materialien einfacher herzustellen und zu handhaben sind. Der Beruf des Muldenhauers stirbt daher aus. In Deutschland gingen mit Stand November 2011 noch 50 bis 60 Personen diesem Handwerk nach. Die Muldenhauer gehörten traditionell zur Zunft des Fass-Handwerks. Allerdings zählt sich keiner von ihnen zu den Mitgliedern des Verbandes.
(Wikipedia)


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Doku: Das braune Netzwerk

Ein Film von Caterina Woj und Andrea Röpke. Lief gestern im WDR und macht irgendwie so gar kein optimistisches Gefühl im Hinblick auf das, was da kommen mag. Gruselig. Wirklich gruselig.

„Immer entfesselter werden die Rufe auf den Straßen. Hassgesteuert gegen Merkel, Flüchtlinge, Demokratie und Rechtsstaat. Was mit Pegida begann, ist mit dem gigantischen Wahlerfolg der AfD zu einer neuen, wütenden Bewegung geworden.

Zumeist rechts und oftmals rassistisch. Strategen, intellektuelle Vordenker und eine ganz neue junge Generation von Rechtspopulisten versuchen, diese Bewegung zu beeinflussen und zu steuern: Neo-Nazis in Hinterzimmern mit tiefen Verbindungen in Wirtschaftskreise. Sie heizen die Menge an und sind die wahren Akteure hinter den Rufen von Volk und Lügenpresse.“


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Doku: Unfinished – The Making of Massive Attack

30-minütige Doku von BBC One, die Ende des Sommers kam, und die sich mit „Blue Lines“ auseinandersetzt, dem ersten Album von Massive Attack, das vor 25 Jahren veröffentlicht wurde.

A BBC documentary, first broadcast on the 6th September 2016, to celebrate the 25th anniversary of Massive Attack’s seminal debut album Blue Lines.

The program not only explores Massive Attack’s background and formation, but also delves into the burgeoning Bristol music scene of the 1970’s and 1980’s.

The documentary is narrated by actor Paul McGann, and features new interviews with long term Massive Attack co-writer/producer Neil Davidge, The Wild Bunch’s DJ Milo, drum and bass superstar Roni Size and The Pop Group’s Mark Stewart.


(Direktlink, via Blogrebellen)

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Doku: Tangerine Dream – Sound of another World

Für einen Teil meiner musikalischen Sozialisation sind zweifelsohne Tangerine Dream verantwortlich. Habe ich stundenlang gehört. Besonders gerne nach Wochenenden, die ich komplett in irgendwelchen Clubs oder auf irgendwelchen Raves verbracht hatte. Das war neben den Platten von Klaus Schulze meine ersten Berührungspunkte mit dem Genre Ambient, das ich bis heute liebe.

Tangerine Dream eröffneten mir musikalische Welten, von denen ich bis dato keinerlei Ahnung hatte. Dafür bin ich ihnen verdammt dankbar.

Arte hat gerade diese ganz wunderbare Dokumentation über das Schaffen von Tangerine Dream – und die ist sehr interessant.

„Edgar Froese, Bandleader von „Tangerine Dream“ und Pionier der elektronischen Musik, sucht zeitlebens nach dem ultimativen Sound. Die Suche führt ihn und seine Band zu weltweitem Erfolg bis in die Hollywoodstudios von Los Angeles. Mit seinem Tod im Januar 2015 hinterlässt Edgar Froese 48 Jahre Musikgeschichte. Die Dokumentation erzählt die Höhepunkte von „Tangerine Dream“.

Mit seiner Band Tangerine Dream geht Edgar Froese, der Pionier der elektronischen Musik, auf eine lebenslange Suche nach dem ultimativen Sound. Er verarbeitet Herzschläge und Atemlaute, Experimente mit Synthesizern und Geräuschen, die Nasa und Esa im All fanden. Im Januar 2015 stirbt Edgar Froese überraschend und hinterlässt 48 Jahre Musikgeschichte.

In den 70er und 80er Jahren begründen Tangerine Dream die sogenannte Berliner Schule, verbannen klassische Instrumente von der Bühne und machen altargroßen Moogs und Synthesizern Platz. Tangerine Dream erschaffen Klangwelten, die den Hörer in andere Sphären katapultieren und das Bewusstsein ohne Drogen erweitern. Die Überwindung der Zeit ist ein bedeutender Begriff im Schaffensprozess der Band. Sounds werden beliebig wiederholt, auf Instrumente in unterschiedlichsten Variationen übertragen und vervielfältigt.“

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TR-808 Doku kommt im Dezember

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Die schon länger angekündigte Doku über die am wärmsten klingende Rumpelkiste aller Studiozeiten kommt nun endlich im Dezember für jedermann. Und zwar bei iTunes. Ab 9. Dezember zum schauen, ab 15. dann zum Ausleihen und zum Download.

„Alexander Dunn’s documentary 808 finally gets to the rest of us in December, having premiered in 2015 at South by Southwest. The film isn’t so much the story of the drum machine itself as it is its musical transmission. So accordingly, it lines up a star-studded cast of musical celebrities talking about the machine’s musical influence, Fatboy Slim to Afrika Bambaataa to Phil Collins. Arthur Baker, executive producer, was an early champion of the project. Some of those celebs, like Guetta, have elicited groans from some 808 lovers; I’m still curious to see how the picture’s full narrative works.“

Hier der neue Trailer:


(Direktlink, via CDM)

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Eine Interview-Doku über Berlin-Mitte aus dem Jahr 2003: Let It Rock!

Let it Rock! von Igor Paasch und Frank Künster zeigt Einblicke in das Berlin-Mitte um die Jahrtausendwende von jenen, die sich um diese Zeit dort wohl aufgehoben oder gar heimisch fühlten.

„Let it Rock! ist ein Film über die Menschen im Ost-Berliner Stadtteil Mitte, die auf sehr turbulente Jahre zurückblicken, das Jetzt analysieren und ihre Wünsche und Befürchtungen bezüglich der Zukunft ihres Kiezes äußern. Schwerpunkt ist das sogenannte „Szene-Virtel“ und die dort angesiedelte Club- , Kunst- und Kulturszene, also die 18 bis 40jährigen, die in Mitte leben, arbeiten oder sich einfach nur gerne bzw ungerne in Mitte, dem neuen Zentrum der neuen deutschen Hauptstadt, aufhalten.

Der Film besteht hauptsächlich aus Interviews, welche wir an verschiedenen mitte-geschichtsträchtigen Orten in casting-ähnlichen Situationen mit über 170 Personen aufgenommen haben. Künstler, Nachtschwärmer, Groupies, Fashion-Victims, Szene-Kenner, Mitte-Skeptiker, Partyboys, frustrierte Verdrängte, DJ’s, Club- und Barbesitzer, Türsteher, Models, Studenten, „Eingeborene“, sowie frisch aus z.B. München-Schwabing zugezogene. Diese Menschen äußern sich zu dem momentanen Zeitgeist, Mitte’s urbaner oder vielleicht provinzieller Kultur, deren Reize, Anziehungskräfte, und Besonderheiten. Sie vergleichen den sogenannten und international Wellen schlagenden „Mitte-Hype“ mit der Realität, beurteilen die neue Berliner Architektur, und die Auswirkung der Marketing-Popkultur auf ihre Umgebung. Let it Rock! ist ein Zeit, Gesellschafts- und Berlin-Portrait, das die „globale Marke Mitte“ von innen betrachtet. Der Film ist sehr minimalistisch und konzentriert sich stark auf die Menschen und auf das, was sie sagen. Zu den Interviews ist nur vereinzelt „illustirerendes“ Bildmaterial addiert. Berliner und internationale Musiker haben unser Projekt mit ihrer fantastischen Musik unterstützt, wie Mia, The Fall, Moog Cookbook, Philip Glass, Ellen Alien, Nathan McCree, Westbam, Moguai, DJ S.P.U.D u.a.“

https://vimeo.com/104087404
(Direktlink, via Barbara)

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Doku: Jimi Hendrix – Hear My Train A Comin

Ich habe letzte Nacht diese superinteressante Dokumentation über Jimi Hendrix gesehen und dabei festgestellt, dass ich soviel über ihn gar nicht wusste. Jetzt schon. Leider nur noch bis Freitag bei arte+7 zu sehen. Aber das sind ja noch zwei Tage. Oder Nächte.

Es ist die ultimative Hendrix-Biografie: Noch kein Film tauchte tiefer in das Leben des großen Gitarristen ein als die Dokumentation „Jimi Hendrix: Hear My Train A Comin'“. Nicht zuletzt liegt das am erst kürzlich aufgetauchten, bislang unbekannten Bildmaterial, auf das Regisseur Bob Smeaton zurückgreifen konnte, darunter Amateurfilme, die Hendrix selbst und Drummer Mitch Mitchell auf ihren Reisen gedreht haben.

Doch auch die zahlreichen Zeitzeugen ermöglichen ganz neue Einblicke. Neben musikalischen Weggefährten wie Paul McCartney, Mitch Mitchell, Noel Redding, Eddie Kramer, Steve Winwood, Billy Gibbons und anderen sind dies auch drei bemerkenswerte Frauen: Linda Keith, die seinerzeit Chas Chandler auf den unbekannten Gitarristen aufmerksam machte, Faye Pridgeon, die in den frühen 60er Jahren mit Hendrix befreundet war, und nicht zuletzt Colette Mimram, eine Mode-Trendsetterin jener Tage, die gelegentlich auch Outfits für den Musiker entwarf.

So zeichnet der Dokumentarfilm Jimis Weg von Seattle über den Dienst in der Armee und seine Zeit als unbekannter Sessionmusiker bis hin zum Starruhm und zum letzten Auftritt beim Fehmarn Love & Peace Festival am 6. September 1970 eindrucksvoll nach. Regisseur Bob Smeaton, der bereits die beiden Hendrix-Filme „Band of Gypsys“ und „Voodoo Child“ drehte, veröffentlichte bislang Arbeiten unter anderem über Elton John, Pink Floyd, The Doors und Nirvana. Außerdem war er als Regisseur für einzelne Episoden der TV-Dokumentation „Beatles Anthology“ verantwortlich.


(Danke, Christopher!)

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Doku über die traditionelle LKW-Kunst in Indien: Horn Please

HornPlease_PressKit_Mar2016

Der indische Grafikdesigner Shantanu Suman hat eine Doku über die Traditionsmalerei der Lkw-Kunst in Indien gedreht: Horn Please.

Horn Please is a documentary that encapsulates various aspects of an age-old folk art form of India — the Truck Art, an art form that makes journeys through the dusty highways of India, incredible in more ways than one. With a kaleidoscope of bright paints, motifs, typography and some unique couplets, these Indian trucks take you on a rather colorful journey of diverse cultures and beliefs of the country. The designs painted on the trucks do not merely stand for aesthetic purposes, but they also attempt to depict religious, sentimental, and emotional viewpoints of the people related to the truck industry.


(Direktlink, via Doobybrain)

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