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Kategorie: Doku

Wie Biber ihren Bau sanieren und sich munter dabei filmen lassen

Kein Ahnung, wie zutraulich bzw. schüchtern Biber im Allgemeinen so sind – ich habe noch nie einen von nahem gesehen. Die beiden hier scheinen sich keine Gedanken darüber zu machen, was Mensch ihnen tun könnte – schließlich ist das Haus kaputt. Und da gehen etwaigen Sanierungsmaßnahmen natürlich vor. Ganz egal, was Mensch da vor der eigenen Tür so zu veranstalten gedenkt. Dienst ist Dienst! Und der will erledigt sein. Das beeindruckt nicht nur den hier Filmenden. Ganz sicher. Und ja: Biber können auf ihren Hinterläufen gehen, die Vorderläufe brauchen sie zum tragen.


(Direktlink, via reddit)

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Doku über Hip Hop und Breakdance in Uganda: Bouncing Cats

Uganda, ein von Krisen geschütteltes, von Unruhen und Massakern gequältes Land, hat natürlich auch andere Seiten. Im Jahr startete dort das Breakdance Project Uganda und fokussierte Energien junger Menschen auf Breakdance und HipHop. Nabil Elderkin machte mit Bouncing Cats darüber diese Doku, die mehrfach ganz zu recht ausgezeichnet wurde. Jetzt hat er sie komplett auf Vimeo geladen.



Uganda has been called one of the worst places on earth to be a child. In the South, children face the threat of poverty and disease. In the North, these threats are enflamed by brutal, mindless war inflicted by the Lord’s Resistance Army (L.R.A.) that has divided families, displaced millions and led to the abduction and mutilation of tens of thousands of children resulting in the deterioration of identity and culture.

Bouncing Cats is the inspiring story of one man’s attempt to create a better life for the children of Uganda using the unlikely tool of hip-hop with a focus on b-boy culture and breakdance. In 2006, Abraham „Abramz“ Tekya, a Ugandan b-boy and A.I.D.S. orphan created Breakdance Project Uganda (B.P.U.). The dream was to establish a free workshop that would empower, rehabilitate, and heal the community by teaching youth about b-boy culture. Based in Kampala, Uganda, B.P.U. has recently expanded to include permanent classes in Gulu, Northern Uganda. Abramz teaches classes three Times a week to more than 300 kids from all parts of the country. Many of the children are homeless, victims of war and poverty, and few can afford proper schooling yet they walk from miles away to attend the B.P.U. classes. As Abramz says, „This is where many people’s pride is. It’s a skill that no one can take away from us.“

http://vimeo.com/56406342
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Arte-Doku: Sind wir der letzte Dreck? Von der Würde der Arbeit

Die Wadan-Werft ist eine der modernsten Werften der Welt und der ganze Stolz der Region Wismar. Von 4.000 Mitarbeitern werden bald 3.100 arbeitslos sein. Die Dokumentation ist die Chronik einer Krise. Filmemacher Dieter Schumann begleitet drei Schiffbauer durch das Jahr. Seit Jahrhunderten werden in der Hansestadt Wismar an der deutschen Ostseeküste Schiffe gebaut. Heute lebt fast jede dritte Familie direkt oder indirekt vom Schiffbau. Doch nun muss die Wadan-Werft über drei Viertel ihrer Mitarbeiter entlassen. Den restlichen 900 werden befristete Arbeitsverträge zu einem Hungerlohn angeboten.

Der Verlust des Arbeitsplatzes bedeutet für die betroffenen Arbeiter weit mehr als der Verlust des Einkommens. “Zum Schiffbauer musst du geboren sein”, sagt Roland Lindner, besser bekannt als “Knolle”: Schiffbauer ist ein stolzer Beruf, der über Generationen weitergegeben wird, er hat mit Würde und Qualität zu tun und prägt die Identität der ganzen Küstenregion. “Das ist wie ein Familienbetrieb”, merkt Auszubildender Christian Ratsack an. Sein Vater war schon als Schiffsbauer hier, sein Großvater ebenso.

Von den drei Protagonisten wird zunächst Roland Dreier wieder eingestellt. Wochen später erhält auch Roland “Knolle” Lindner ein Arbeitsangebot – zu stark verschlechterten Konditionen. Mit gemischten Gefühlen nehmen sie ihre Arbeit wieder auf, während Christian Ratsack arbeitslos bleibt und vom Arbeitsamt gesagt bekommt, dass “es als Schiffbauer keine Zukunft geben wird”. “Das ist wie im Dschungel. Wer stehen bleibt, der hat verloren”, sagt der Insolvenzverwalter mit nüchternem Zynismus.

Der Verlust der Arbeit trifft das Wertgefüge, teilt Menschen in scheinbar Überlegene und Verlierer, in Menschen mit Arbeit und in Menschen ohne Arbeit. Und dann sind da Menschen, die Arbeit haben, aber nicht mehr davon leben können, so wie einer der Leiharbeiter auf der Werft, der für 700 bis 800 Euro monatlich wieder eingestellt wurde. “Knolle” bringt die Wut der Schweißer auf den Punkt: “Sind wir hier eigentlich der letzte Dreck?” Die Männer spüren schmerzlich: Härter als die Arbeit ist es, sie zu verlieren.


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Doku über das Leben der Kids im Märkischen Viertel Berlin: Wo lang?

Während meiner ersten Ausbildung zum Maler/Lackierer lernte ich in meiner Berufsschule in der Sonnenallee, Neukölln, einen Tüpen kennen, der seine Kindheit und Jugend im MV verbrachte. Er lebte schon Mitte der 90er den Gangster-Scheiß, der dann erst viel später endgültig in deutsche Kinderzimmer einziehen sollte. Hip Hop, Dope ohne Ende, Gangs, Abziehen und trotzdem irgendwie einen Ehren-Kodex haben. Einerseits fand ich das sehr imponierend, andererseits fand ich dieses Getue völlig albern. Aber er war eben so, meinte das ernst und machte sein Ding – Techno fand er völlig beschissen.

Später dann hörte ich das dieser Sido auch aus dem Märkischen Viertel kam. Seitdem musste ich öfter an diesen Tüpen denken. Was er wohl macht? Ob er immer noch Pinsel quält und mit Farbe kleckst? Ob er dieses Hip Hop Ding durchgezogen hat? So Fragen eben, die man sich dann eben so stellt.

Während im Jahr 2007 mit Prinzessinnenbad ein Portrait über die Kids in Kreuzberg in die Kinos kam und für ordentlich Beachtung sorgte, drehte Max Kerkhoff mit „Wo lang?“ einen ganz ähnlich gelagerten Film über die Kids des Märkischen Viertels in Berlin. Der fand offenbar nicht ganz so viel Beachtung und nachdem ich diesen gesehen habe, weiß ich gar nicht mal, warum dem so ist, denn der ist toll und deshalb genau das richtige für einen Sonntagnachmittag.

Kevin und seine Freunde verbringen den Sommer in ihrem Viertel, dem Märkischen Viertel, einem Berliner Außenbezirk. Ihr Alltag wiederholt sich. Zwischen Tiefkühlpizza, Billigbier und Playstation dominieren Konflikte ihren Sommer. Konflikte mit den Nachbarn, dem Sicherheitsdienst, den Eltern, der Polizei, und Konflikte mit sich selbst. An der Schwelle zum Erwachsenwerden stellt sich für die Freunde die Frage: Wo lang?


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Graffiti während der ägyptischen Revolution

Jehane Noujaim möchte mit „The Square“ einen Film über die ägyptische Revolution zum Ende bringen. Der lief zwar in Rohfassung schon auf dem Sundance und wurde dort von allen Seiten hochgelobt, aber Noujaim hätte gerne eine aktualisierte, endgültige Produktion. Will heißen: das Dingen soll noch mal auf das eingehen, was seit dem passiert ist, als der Film eigentlich gedreht wurde. Außerdem soll es noch mal in die Postproduktion. Dafür gibt es ein Kickstarter Projekt, welches mit $100.000 nicht gerade tiefpreisig angesetzt wurde, aber nun gut, sieht momentan auch nicht so aus, dass das zu schaffen wäre.

Teil dieses Films allerdings ist die Rolle der Street Art während der ägyptischen Revolution und genau diesen Teil würde ich schon ganz gerne mal in aller Ausführung sehen wollen. „The Revolution Will Not Be Televised, It Will Be Written On The Walls.“


(Direktlink, via Wooster)

More on Street Art in The Square:
Graffiti began to appear on walls around Egypt during the January 25 uprising 2 years ago. Prior to that, there was little to no street art in all of Egypt. But now, the walls of Cairo’s streets are covered in so many layers of graffiti and posters, grime and fumes, that studying the layers is like reading a book on everything these walls have witnessed. The uprising, the downfall, the unity and the coming apart are all shown in street art pieces – pieces that speak for those that do not have a voice.

Despite being perceived by the majority of Egyptians to be „pointless scribbling“ on the walls, artists who got their start during the revolution have been commissioned for magazine cover art, have given lectures and been featured in documentaries about their work, including ours – The Square, an on-the-ground look at revolutionaries throughout the Tahrir uprisings.

No piece of art can exist in a vacuum. Out of the revolution sprung so many vibrant expressive pieces of humanity.

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Doku: Szenen Aus Einer Hauptstadt – Ost-Berlin 1978

Schöne und auch aufschlussreiche Einsichten ins Ost-Berlin der späten 70er Jahre. Lief irgendwann mal für die ZDF-Serie 30 Jahre später. Wahrscheinlich also irgendwann im Jahre 2008. „Dirk Sager mit einem wunderbaren Panorama des Lebens im Ost-Berlin des Jahres 1978. Schrebergärtner, Militärparaden, Centrum-Warenhaus, Bauarbeiter, Gemüsemarkt Pankow, Interviews mit einer werdenden Mutter, den Schriftstellern Klaus Schlesinger und Dieter Schubert, der Liedermacherin Bettina Wegner.“ Toll².


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Beat Kings – The Producers Hip Hop Documentary

Schöne Doku aus dem Jahr 2007, in der alle dabei sind, die im amerikanischen Hip Hop hinter den Reglern sitzen und Rang und Namen haben – oder vielmehr damals hatten. Studiogespräche.

Beat Kings is an in depth documentary about hip hop producers spear-headed by longtime Wu-Tang Clan Producer/DJ Mathematics. Beat Kings chronicles the history of beatmaking from the days of Afrika Bambatta to Marley Marl to modern day greats like Kanye West. Tapping a who’s who in hip hop music, Beat Kings get the first hand accounts of the equitment they use, how they learned to make beats, and anything else a budding producer or hip hop fan would want to know. The DVD features in the studio interviews with Kanye West, Just Blaze, Havoc (Mobb Deep), Trackmasters, Swiss Beats, RZA, Premier, Pete Rock, Marley Marl, Alchemist, Easy Moe Bee, Prince Paul and more. These producers are the architects behind the rhymes of superstars like Jay-Z, Notorious BIG, 50 Cent, Nas, The Wu-tang Clan and now anyone can learn how they do it.


(Direktlink)

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Doku: Lennon, NYC

Ich habe es ja nicht so mit dem Sound der Beatles, aber ich mochte immer schon John Lennon wegen dem, was bei mir von seiner Persönlichkeit ankam. Und der Liebe wegen, die er so populär hippieresk zu vertreten wusste, wie kaum ein anderer. Und genau deshalb sehe ich mir jetzt diese Doku, für die Yoko Ono zum ersten Mal ihre privaten Archive mit Videos, Konzertmitschnitten, Studioaufnahmen, Making-ofs und Fotos zeigt. Ist ja Sonntag, da passt das.

Nach der Trennung der Beatles verließ John Lennon im August 1971 Großbritannien und zog mit seiner zweiten Ehefrau Yoko Ono nach New York. Am 8. Dezember 1980 wurde er von dem geistig verwirrten Mark Chapman vor seinem Wohngebäude erschossen.
Doch das Jahrzehnt, das sie in New York verbrachten, war reich an Begegnungen, Projekten, Entwicklungen und Kreativität, aber auch an Engagement. Der britische Staatsbürger John Lennon wurde von den amerikanischen Behörden nicht gern gesehen; in Zeiten der Konfrontation der beiden großen ideologischen Blöcke war er ihnen ein Dorn im Auge. Der legendäre Beatle sah sich oft ganz allein der mächtigen US-Verwaltungsmaschinerie ausgesetzt, doch er gab sich nie geschlagen und kämpfte stets weiter, reihte Projekte, Platten, Happenings und Pressekonferenzen aneinander.
Für „Lennon, NYC“ öffnete Yoko Ono zum ersten Mal ihre privaten Archive mit Videos, Konzertmitschnitten, Studioaufnahmen, Making-ofs und Fotos. So entstand ein spannender Dokumentarfilm, der den ganz privaten John Lennon zeigt: seine Begeisterung, seine Kämpfe, aber auch seine Ängste und Enttäuschungen sowie seine Fähigkeit, sich immer wieder aufzuraffen und in der Musik und der Zusammenarbeit mit anderen Künstlern neue Motivation und Inspiration zu finden. Hinter dem Idol kommt der Vater zum Vorschein, der Mensch, der Ehemann, der stets alles mit seiner Frau teilte. In dieser Zeit entstanden auch seine Welterfolge „Imagine“, „Whatever Gets You thru the Night“ und „Woman“.
„Lennon, NYC“ zeigt John Lennon, wie er wirklich war, ungekünstelt und ungeschönt, aber auch die Stadt New York, die zweite große Liebe seines Lebens.


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50 Jahre Musikkassette – 50 Jahre Bandsalat

Die Musikkassette feiert mitten in ihrem Siechtum ihr 50. Jubiläum. Womöglich das letzte 00er, an dem sie noch halbwegs lebendig teilhaben wird, denn viel dürfte von ihr nicht mehr zu erwarten sein. Auch wenn es immer noch Liebhaber der Bänder und sogar Labels gibt, die erst jetzt an den Start gehen und ihre Releases primär auf Kassetten veröffentlichen, wie das junge Dubtechno-Label Ferro Tape Records das tut.

Dennoch: die besten Tage ihres Lebens dürfte die Kassette hinter sich haben.

Ich erinnere mich gerne an sie zurück, im Osten war sie DAS Medium um Musik aufzunehmen, zu kopieren, zu tauschen, zu hören. Nur mein oller Cousin fand sie schon damals unkuhl und hörte auch Ende der 80er noch Musik von seinem Tonbandgerät wenn er vor Omas Haus seine MZ TS 250 wusch. Hipster!

ZDF Hallo Deutschland hatte kürzlich dieses Feature zur Kassette und beweist, dass viele Kids den kognitiven Zusammenhang zwischen einem Bleistift und einer Kassette nicht mehr herzustellen in der Lage sind. Aber ist ja auch nicht schlimm, ich weiß ja auch nicht, wie man einen Pflug hinter einen Gaul spannt. Außerdem geht es um die drei ???, die wohl jeder im Westen Sozialisierte sofort mit den Bändern assoziiert.


(Direktlink, via Antischokke)

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