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Kategorie: Kopfkinomusik

Im Stream: Die Toten Hosen – Das letzte Album

Als 15-Jähriger schenkte mir irgendwer, und ich weiß wirklich nicht mehr wer genau, eine solche Kassetten-Box mit den ersten Alben der Toten Hosen. Die Kassette war von der CDs abgehängt worden und für viele obsolet. Ich hörte „Opel-Gang“ rauf und runter. Für mich heute eine der wichtigsten deutschsprachigen Platten überhaupt. Bis „Opium fürs Volk“ war ich noch dabei, dann trennten sich unsere Wege irgendwie und Techno wurde wichtiger. Vieles danach habe ich dann nicht mehr gehört, aber mit „Opel-Gang“ war ja eh schon fast alles gesagt.

Die Kassetten-Box vergammelte samt Kassetten später dann im WG-Keller an der Glienicker Brücke, was mich rückblickend etwas traurig werden lässt.

In ein paar Tagen erscheint mit „Trink aus, wir müssen gehen!“ ein letztes Album der Hosen. Anlässlich dessen gibt es in der ARD-Mediathek die Doku Die Toten Hosen – Das letzte Album. Unten der Trailer dazu.

So nah und persönlich wie nie zuvor: Die Toten Hosen, eine der prägendsten und erfolgreichsten deutschen Bands, haben sich im Studio bei den Aufnahmen zu ihrem letzten Album „Trink aus, wir müssen gehen!“ begleiten lassen. Der preisgekrönte Regisseur Eric Friedler filmte Campino, Andi, Breiti und Kuddel beim Komponieren und Texten an ihrem musikalischen Nachlass.
„Die Vorstellung, das ist das letzte Mal, dass wir ein Album machen, das ist schon etwas Besonderes“, hebt Bassist Andi Meurer die Tragweite des Vorhabens hervor.


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Doku: Bass, Widerstand, Zukunft – 20 Jahre Dubstep

ARTE Tracks mit einer 19-minütigen Doku über 20 Jahre Dubstep. Von den Wurzeln im Underground Südlondons der frühen 2000er-Jahre über den globalen Brostep-Boom um 2010 bis zur aktuellen Entwicklung der Szene zeichnet die Dokumentation die Geschichte des Genres nach. Dabei kommen prägende Figuren wie Mala und Pinch selbst zu Wort.

Vom düsteren Untergrund Londons zum kommerziellen Brostep: Dubstep wurde geliebt, gehasst und oft als Ausverkauf verachtet. Diese Tracks-Folge zeigt, wie das Genre nach seinem Mainstream-Hype und dem darauffolgenden Abgesang zurückkehrt: experimentell, emotional und clubtauglich-und so wieder alle Generationen von Bass-Fans vereint.


(Direktlink, via Groove)

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Tiny Desk Concert: Foo Fighters

Einer zum wachwerden. Die Foo Fighters am NPR Tiny Desk.

Like a lot of artists who play the Tiny Desk, the guys in Foo Fighters carefully curated and worked through their set for weeks leading up to their appearance, even taping out the dimensions of the Desk in a practice space to puzzle-out the close quarters. But once they were in the office, they tossed most of those plans. „If you put instruments in our hands and there are people,“ Dave Grohl jokes, „it’s fun to play!“


(Direktlink, via Kottke)

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Paul St. Hilaire & Friends – Tikiman Mix

Kurz mal rüber gewunken. Heute ist Saisonabschluss, der Klassenerhalt dürfte sicher sein, der Pool will auf den Sommer vorbereitet werden, die Buche muss beschnitten werden, zum Frühstück gibt es gleich Omelette. Demnach bleibt heute wenig Zeit für das hier. Aber Zeit für Musik muss ja dennoch immer sein. Und Paul St. Hilaire aka Tikiman geht halt immer. Selektiert und gemixt von Jeff Chill.

„Tikiman Vol. 2 is a heady dub statement…Are you ready to dive in ?“

Ja, man!

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Mix: Kraftfuttermischwerk @ La Grange, Bergen auf Rügen, 11.04.2026

Wildes Wochenende. Die Frau des Hauses war in München, beide Kinder in Barcelona und ich dachte, ich fahr mal eben mit dem Regio nach Bergen, übernachte dort freitags bei Freunden, spiele samstags im La Grange und fahre danach direkt mit dem ersten Regio, der von Bergen aus die Insel verlässt, wieder Richtung nach Hause. Gespielt habe ich bis um 0200 Uhr, der erste Zug ging dann um 0526. Fußweg zum Bahnhof: 12 Minuten. Lange Pause zwischendrin. Viel geredet.

Kommunikatives Wochenende. Freitag mit Besties und drei Buddeln Rum am Lagerfeuer übers Meeresrausch und all dem ganzen Drumherum gesprochen. Lange vor dem Gig mit den Macher:innen des La Grange e.V.‘s über das La Grange. Sonntag sehr früh auf dem Rückweg im Zug zehn vor 0600 Uhr mit Dipl.-Ing. Henrik, Chief Executive Officer, der während ich nach Hause er beruflich nach Düsseldorf wollte und seinen Rechner aufklappte. Um zu arbeiten. Ich laberte ihn voll – auch weil ich Angst davor hatte, einzupennen und irgendwo im Nirgendwo aufzuwachen. Wäre mir wohl auch passiert, wäre er nicht gewesen. Politisch erst zurückhaltend, bis ich merkte, dass er diesbezüglich auf der selben Bahn wie ich schwimmt. Später rauchten wir vorm HBF Berlin noch eine gemeinsam, bevor ich nach Hause und er weiter nach Düsseldorf machte.

Wichtiges Wochenende. Gerade im Osten brauchen wir Läden wie das La Grange, die wie viele andere hier aktuell um ihre Existenz bangen müssen. Die machen unter anderem Jugendarbeit. Ehrenamtlich. Haben Siebdruck-, Fahrrad-, Vintage-Tech- und Street-Art-Werkstatt in allen Facetten. Neben einer kleine Street-Art- und Vintage-Tech-Galerie kümmert man sich dort um Integrationsarbeit. Aktuell haben sie dort nicht mal feste Sanitäranlagen, was, wenn sich der politische Wind dreht, was er aktuell ja auf jeden Fall tut, das Ende von all dem bedeuten könnte. Oder bedeuten wird.

Es war eine tolle Nacht, die wirklich junge und – mit Verlaub – halbalte Menschen wie mich zu verbinden wusste. Freaks, Nerds, Liebhaber:innen guter Musik und vielen Menschen, die einfach für das brennen, was sie lieben. Wir müssen dafür sorgen, dass man uns Enklaven wie diese nicht wegnimmt; Punkt.

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