Eine herkömmliche Kompaktkassette misst 10 x 6,5 cm. David Picciuto von Make Something hat diese riesige Holzkassette geschaffen, die etwa 15-mal so groß ist. Er fertigte die 13,6 kg schwere Kassette aus Sperrholz, lasergeschnittenen Furnieren, einem Acrylglasfenster, 3D-gedruckten Tonbandspulen und einer Stoffschlaufe. Dazu würde ich jetzt gerne noch einen passenden Rekorder sehen wollen.
Eine eher ungewöhnliche Immobilie aus dem Kalten Krieg wird Anfang Juni in Hamburg versteigert: eine ehemalige Entmagnetisierungsstation der DDR-Volksmarine im Greifswalder Bodden vor Rügen – heute ein verfallener Lost Place mitten im Wasser.
Die Anlage, die inzwischen als „Ostervilm“ bezeichnet wird, entstand in den 1950er-Jahren. Sie ruht auf etwa 600 Pfählen in rund zehn Metern Wassertiefe und liegt mehrere Kilometer vor der Insel Vilm. Ursprünglich erfüllte die Plattform militärische Aufgaben: Mithilfe von Kabeln am Meeresgrund wurde die magnetische Signatur von Schiffen reduziert, sodass sie für Magnetminen schwerer zu orten waren – ein Verfahren, das im Kontext des Kalten Krieges von Bedeutung war.
Die Versteigerung ist für den 4. Juni angesetzt. Aufgerufen wird ein Mindestgebot von 39.000 Euro. Käufer erwerben dabei kein klassisches Grundstück, sondern ein Nutzungsrecht für die Wasserfläche. Ereichbar ist die Plattform nur per Boot. Besichtigt werden kann sie vorher nicht, zudem ist sie ziemlich runtergerockt und dient Vögeln als Rückzugsort. Also eigentlich ein ganz schönes Angebot ohne wirklich schön zu sein.
Heute lernte ich: die Kola-Bohrung, kurz auch Kola SG-3 (СГ-3) oder KSDB (von englisch Kola Superdeep Borehole), ist eine von 1970 bis 1992 zu wissenschaftlichen Zwecken durchgeführte ultratiefe geologische Bohrung auf der russischen Halbinsel Kola, etwa zehn Kilometer südwestlich der Kleinstadt Sapoljarny. Sie erreichte 12.262 Meter Tiefe und ist damit seit 1979 die tiefste Bohrung der Welt. Zudem besaß sie bis 2008 auch das längste Bohrloch. Sie ist des Weiteren die einzige übertiefe Bohrung in einen stabilen Kraton bzw. Kontinentalschild. Die Kola-Bohrung war die erste von insgesamt 11 geplanten übertiefen Bohrungen eines ambitionierten staatlichen Forschungsprogramms der Sowjetunion. Seit 2012 ist der Bohrlochkopf versiegelt und gammelt vor sich hin.
Hat ein paar Tage gedauert, aber ich bin jetzt wieder bereit, euch und der Welt weiterhin auf den Saque zu gehen. Der M5 macht unfassbar viel Spaß und killt so ziemlich alles, was ich bisher hinter einer Tastatur hatte. Wild. So wie es aktuell aussieht, bin ich sogar ohne jeglichen Datenverlust davon gekommen, was ich besonders geil finde. Ich groove mich auf dem neuen System die nächsten Tage mal ein, hau‘ euch gleich noch ein Punkrock-Mixtape um die Ohren, weil ja 1. Mai und so. Dann geht’s auf’s Rad, Eis essen, Musik im Kiez. Sonne tanken.
Danke an jene, die mir vollkommen ungefragt dabei geholfen haben, mal eben einen neuen Rechner anzuschaffen. Die wachsen ja nicht auf Bäumen oder im Garten oder so. Ihr wisst, wer ihr seid.
Ab nächster Woche hier dann wieder wie gewohnt – und dann ganz bald ohne die nervige Werbung. Bin ich gerade dran.
Und hier heute mal in Echtzeit, denn mein Rechner will partout nicht angehen. Ich hoffe auf ein defektes Netzteil, fürchte aber Schlimmeres. Drückt mir die Däumchen.
Heute lernte ich, dass oben in der Spitze Eifelturms damals eine private Wohnung errichtet wurde, damit der Konstrukteur Gustav Eiffel dort ungestört arbeiten konnte. Das private Refugium hoch über Paris, erbaut vom Ingenieur Gustave Eiffel, verfügte über tapezierte Wände, luxuriöse Möbel und sogar ein Klavier – fast 300 Meter über Paris. Mir stellt sich zwangsläufig die Frage, wie das Klavier da hochkam.
Während die Wohnung für die damalige Zeit schon viel Luxus bot, wurde sie während und nach dem Zweiten Weltkrieg hauptsächlich als technisches Lager genutzt. Mittlerweile wurde restauriert und dient als Museum, das das Werk von Gustav Eiffel würdigt.
Randnotiz: ich habe erst Vorgestern jede Menge Dias an einen Sammler verkauft, die hier seit Jahren im Keller lagen. Wir haben als Familie bis vor vielen Jahren ewig in einer WG gewohnt, in deren Keller immer mal was von Ausziehenden zurückgelassen wurde. Mit dem Satz: „Hol‘ ich später irgendwann ab.“ Aus dem Irgendwann wurde nie und so hatte ich hier jetzt eben diese Dias. Aus der WG sind wir seit 15 Jahren raus, die Dias sind immer mal mit umgezogen. Nun brauchte ich mal Platz im Keller und wollte die loswerden. So um die 1000 müssen es gewesen sein, in jene Karusselle sortiert, wie wir hier eines im Vorschaubild sehen.
Der Käufer war ein Sammler, der mittlerweile 80.000 Dias zusammengetragen hat. Warum auch immer. Ich hatte mir letzte Woche extra noch einen Projektor besorgt, den ich selber nicht hatte, um zu sehen, was genau ich dort zum Verkauf angeboten hatte. Dann saß ich hier abends allein und klickte mich durch die Erinnerungen eines mir völlig fremden Menschen. Urlaub in Marokko, Urlaub in der Türkei, in Afrika, die Berliner Kantstraße und der Potsdamer Platz in den 1980ern. Irgendwie faszinierend, dachte ich und hatte den Teil der Antwort auf ein Warum?
Der Technikjournalist Posy mit schwärmenden Blick auf alte Diaprojektoren und den dazugehörigen 35-mm-Bildern. Und der damals als langweilig besetzte Begriff der Dia-Show hat sich bis heute noch gehalten.
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