Zum Inhalt springen

Kategorie: Nur mal so

Holzboote neu machen

Ich und Handwerk. Wir beide sind ja so. Ich stehe da bis heute drauf. Nicht umsonst hatte ich auf dem ersten Bildungsweg mal Maler/Lackierer gelernt. Na gut, eher zu Liebe meiner Eltern, aber immerhin hat mir das tief gehende Erfahrungen ermöglicht.

Diese eigentlich wirklich ehrenwerten Jobs werden total beschissen bezahlt, wenn du nicht das Glück hast, etwas völlig eigenes damit machen zu können. Das Image von Handwerkern ist völlig im Arsch. Meistens werden sie gerne als Deppen der Nation dargestellt, die nie pünktlich sind. Auch weil keiner weiß, was für ewig nervende Kundschaft sie hatten, bevor die um 08:00 Uhr bei uns sein wollten und erst um 09:30 Uhr ankamen. Meistens von Leuten, die einen Cafe Latte einem Kaffee aus der Kaffeemaschine vorziehen. Das ist halt so. Wer von denen allerdings seinen Heizkörper auch ganz allein wechseln oder seine Decke tapezieren könnte, lässt sich vermutlich an einem Finger abzählen. Aber darum soll es gerade gar nicht gehen.

Der kanadische Bootsbauer Andy Stewart, Handwerker, macht aus alten vor sich hingammelnden Wracks frische Boote, die deren Eignern dann über das Meer tragen. Und keiner von denen, die sich in der Mittagspause unter den Kollegen gerne über die immer zu späten Handwerker lustig machen, hat auch nur annähernd eine Ahnung davon, was das für eine Arbeit ist. Handwerk. Goldender Boden. So.

http://vimeo.com/63683408
(Direktlink)

4 Kommentare

Ein Personen-WoMo in einem Pick Up im Eigenbau

Ich habe ja eine wirklich schwere Schwäche für das Reisen auf vier Rädern. Heute machen wir das mit einem California Coach von der Stange. Weil das praktisch ist, und weil das ein Erbe ist. Damals aber fuhren wir beide mit unserem E Kadett Kombi (selbe Farbe) durch das nahe liegende Europa. Hatten die Espresso Kanne dabei und den Gaskocher, auf den wir jeden Morgen die Kanne stellten. Der Rest in der Karre war ab Werk. Wir hatten uns, Liebe, Kaffee, Dope und viel Zeit in Holland, in Tschechien, in Polen. Gepennt haben wir immer im runtergeklappten Kofferraum. Na klar.

DIY-Vordenker Paul Elkins musste vor ein paar Jahren mal für sieben Wochen durch die Staaten gurken. Und weil er keinen Bock auf Motels oder Ähnliches hatte, baute er sich seinen Toyota Pick Up in ein Wohnmobil um, was genau für eine Person ausreichend ist. Mit Matratze, Kaffee, Regalen, TV. Was man halt so braucht, wenn man über die Lande fährt.

Wir hatten damals weit weniger, aber genau deshalb komme ich drauf. Wir hätten es besser machen können mit unserem E Kadett Combi, aber wir hatten alles, was wir damals brauchten. Die Karre, die Zeit, ein Bett auf vier Rädern und morgens Kaffee.

toyota camper toyota camper-1 inside camper2
5 Kommentare