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Kategorie: Nur mal so

Just my daily two cents

Street Photography | Jeriko
Jeriko hat aus mehreren Fotos einer jeweiligen Straße in Berlin eine Bildkomposition geschaffen, die an fast Postkarten erinnern, wie man sie aus der DDR kennt. Nur viel zeitgemäßer und um so vieles schöner. (Ich glaube, das mit „Postkarte“ könnte auch missverständlich sein, aber ich meine das durchweg positiv!) Ein wirklich Wunderschönes Foto-Set, wie so oft bei ihm. Die erkennbare Zeit, die er darin investiert haben muss, die Umstände und die Liebe fürs Bild. Berlin mal ganz anders – mal ganz ehrlich.

Rare blue lobster caught in P.E.I. | National Post
Ein blauer Hummer! Eine der Sachen, für die heute im Netz kaum noch einer Zeit oder Aufmerksamkeit zu haben scheint. Aber, ey: Ein schillernd blauer Hummer!

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Das letzte Mal war ich 1993 zum HerrenVatertag, den wir damals „Männertag“ nannten, nur um irgendwie zu rechtfertigen, dass wir 17-jährigen Spunte uns auch besaufen durften, obwohl wir nicht mal annähernd Männer waren, mit dem Fahrrad unterwegs. Nach drei Stunden kotzte mich der omnipräsente Gedanke an, ob ich es denn wohl wenigstens schaffen würde, diesen, meinen Körper, welcher ja auf meinem Rad saß wankte, auch nur irgendwie nach Hause zu bekommen. Wir fuhren durch die Dörfer, soffen in jeder Dorfpinte einen Schnaps und liesen uns dabei von den Alten auslachen. An einem Rad hing ein Anhänger, der eigentlich für die zu befördernden Bierkisten gedacht war. Insgeheim allerdings wusste jeder von uns, dass der nur dafür da war, jenen irgendwie nach Hause zu bekommen, der als erster vom Rad fallen würde. Wir würden keine Verwundeten zurücklassen – zumindest nicht den ersten davon, weil ja mehr nicht in den Anhänger passten. Es gab diesen. Natürlich. Ich war es nicht, aber ich wusste ziemlich sicher, dass ich dieser auch nie sein wollte.

Wir waren 25 Mann man und strandeten an einem See, direkt neben der Autobahn, in Ahrensdorf. Der Suff war alle, die Klarheit des Morgens definitiv Geschichte und alle wollten nur noch Richtung Heimathafen. Kaum einer konnte sein Fahrrad noch fahren. Mit den Birkenästen und diesem ganzen Shicezeug, welches erst am Lenker, jetzt aber im Vorderrad hing. Viele schoben.

Wir kamen irgendwie dann alle an diesem Swimmingpool in der Stadt an, in der wir wohnten. Die Eltern von einem, die sich Besitzer dieses Pools nannten, aber nicht da waren, hatten keine Ahnung, dass ihr Sohnemann an diesem Tag 20 besoffene Halbstarke dazu einladen würde, sich samt ihrer Klamotten in diesem Pool zu waschen, der danach auch genau so aussah. Irgendwann an diesem Tag pennte ich mit komplett durchnässten Klamotten und irgendeinem, dem letzten Drink in der Rechten auf einem Liegestuhl neben diesem Pool ein und wusste, diesen Schwachsinn werde ich mir nie wieder geben müssen und dachte so, „du Idiot – Ihr Idioten!“. Stunden später weckte mich meine heutige Frau. Ohne zu wissen, dass sie das Jahre später sein würde. Sie ist es heute noch.

Ich fuhr nie wieder an diesem Tag mit dem Fahrrad auch nur irgendwo hin. Ich werde es nie wieder tun.

10 Kommentare

Just my daily two cents

Chicago: Marshall Jefferson | De:Bug
Lesenswertes Interview mit dem Mann des Chicago Sounds, von dem ich hier noch so einige Platten stehen habe. Mit dem immer wieder geäußerten Missfallen, dass der Techno irgendwann im Business landete und genau dieser Umstand so einiges an Idealen gesprengt hat.

Once Upon a Time in New York: The Birth of Hip Hop, Disco and Punk | Nerdcore
„How the squalid streets of ’70s New York gave birth to music that would go on to conquer the world – punk, disco and hip hop.

In the 1970s the Big Apple was rotten to the core, yet out of the grime, grit and low rent space emerged new music unlike anything that had gone before.

Inspired by the Velvet Underground, a new wave of ‘punk’ rock emerged in lower Manhattan including The New York Dolls, The Ramones and the Patti Smith Group. Meanwhile, downtown loft parties held by gay New Yorkers heralded the birth of disco, which would eventually spawn the ultimate club for the privileged few: Studio 54. The swanky mid-town discos were out of bounds to black New York so in the Bronx DJs such as Kool Herc, Grandmaster Flash and Afrika Bambaataa created their own parties, heralding the birth of hip hop.“

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