Die Große heut beim Frühstück: „Da sterben täglich tausende von Kindern und da werden die Reste eines Tüpen in einem vergoldetem Sarg verbuddelt. Wie bescheuert.“
Ich bin heute über ein wunderbares Video gestolpert. Dieses fand ich so beeindruckend, dass ich erst zwei Mal gesehen habe und mich dann auf die Suche danach gemacht habe, was genau dahinter steckt. Ich habe einige Fragmente gefunden und mich dann geärgert, dass es diesen Film nicht als Ganzes irgendwo im Netz gibt.
Wilde Clique ist ein deutscher Film von den Regisseuren Hannelore Conradsen und Dieter Köster aus dem Jahr 1982. Er erzählt eine aus dem Leben gegriffene Geschichte junger Leute in West-Berlin des Jahres 1982. In einer differenzierten Darstellung ihres Alltags am Wochenende, inszenieren die Autoren und Regisseure einen Berlin-Film, in dem die Mauer für die Protagonisten kaum existent zu sein scheint, aber dafür dem Zuschauer umso sichtbarer gemacht wird (die Protagonisten baden direkt unterhalb des DDR-Todesstreifen). Es wird eine der ältesten Geschichten des Kinos variiert: Der einfache (ewige) Sommernachtstraum (hier – hart unterhalb der Berliner Mauer).
Einen kleinen Ausschnitt, der zeigt, wie es wohl gewesen sein muss, im westlichen Schatten der Mauer groß zu werden ist auf youtube gelandet. Obwohl es nur 10 Minuten sind, die da gezeigt werden, kann man sich irgendwie in das Feeling des 80er-Berlins hineinversetzen, wie ich finde. Ich weiß auch gar nicht, was genau es ausmacht, das die paar Minuten mich so einsaugen können. Ich glaube es ist der Umstand, dass es 300 Meter auf der anderen Seite so völlig anders war, wie ich aus eigenem Erleben weiß. Das hier zeigt quasi das, was für mich als Junge mindestens genauso weit weg war wie der Mond. Ich wollte trotzdem oder gerade deswegen dort hin.
Außerdem wirkt das alles durch diesen filmischen Dilettantismus wunderbar authentisch, fast dokumentarisch.
Neben diesem Snippet gibt es ein für heutige Verhältnisse längst verstaubtes Blog der Regisseure, das im Jahr 2006 ein letztes Mal aktualisiert wurde. Dort gibt es weitere Infos, Bilder des Drehs und noch mehr Videos aus diesem Film. Alle auf Myvideo. Hier die Direktlinks:
„Keine Rede davon, dass die Branche bei der Entwicklung digitaler Tonträger alles verschlafen hat – von der Erweiterung der Vertriebswege bis zur Erneuerung des Urheberrechts. Außerdem weist selbst der BMI in seinem Jahreswirtschaftsbericht darauf hin, dass illegale Downloads und der Absatz von CD-Rohlingen stark rückläufig sind: Von 2003 bis 2007 hat sich die Zahl illegaler Downloads von 602 auf 312 Millionen fast halbiert, obwohl es drei mal so viele DSL-Zugänge gibt, heißt es dort. Die Tonträgerkonzerne erwirtschaften längst mehr als jeden fünften Euro im Internet, 2007 weltweit 3,7 Milliarden Dollar, wobei der Umsatz allein von 2007 auf 2008 um ein Drittel stieg.“
Zum Meinungsfreiheitsverständnis der Piratenpartei | Jeriko
Ich habe da sehr wohl eine Meinung zu, mag die aber nicht formulieren. Jeriko hat das sehr gut hinbekommen, wie ich finde. Los geht´s, liebe Piraten, willkommen im öffentlichen Interesse. Gut so, dass man auch genauer hinsieht jetzt. Und da werdet Ihr auch nicht wieder rauskommen.
Money of the Revolution | English Russia „During the Civil War in Russia more than 3000 various denominations were issued, they were valid and accepted either over the whole territory of the former empire or in some of its regions. Some of the currency notes were really incredible and some were simply weird. Their names related to the area where they were used or to the names of local government’s heads.“
Digitales Lineal „electronic-ruler“ | Shay Shafranek
Das ist genial und außerdem ist es sehr wunderlich, dass da vorher niemand drauf gekommen ist. Ein Lineal, das gänzlich auf eine Anzeige verzichtet und diese gegen ein messendes LED ersetzt. Bleistift ansetzen und das LED zeigt, wie viel Millimeter man mit dem Stift abzieht. Großartiges Teil für jegliche Geometrie-Übungen. Außerdem ein echtes Haben-will.
Wenn ich heute – weil ich muss – Mathematik für die 4. Klasse mache, erschließen sich mir Dinge, die ich vor 20 Jahren niemals nicht zu begreifen können geglaubt hätte und über die ich bis heute nie wieder nachgedacht habe. Verstanden hatte ich sie auch nicht. Dabei ist das gar nicht so schwierig, meine ich heute, wen ich mich damit gezielt auseinandersetze – weil ich es muss. Die Große allerdings sieht das genau so wie ich vor 20 Jahren. Irgendwie verstehe ich sie.
Eigentlich bin ich ziemlich schlecht erreichbar. Genau genommen so gut wie nie wirklich sicher erreichbar. Weil immer mein Akku alle ist. Weil ich ein iPhone habe.
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