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Kategorie: Visuelles

Hüllkurven auf Häuserwände: Audiomurals


(via r0byn)

Audiomural ist ein klasse Projekt im polnischen Elblag, das auch Jahrzehnte später noch von vom zweiten Weltkrieg gezeichnet ist. Einige der Einwohner finden ihre Stadt alles andere als sehenswert und sie hätten gerne etwas optische Abwechslung in der Stadt. Eine Architektin hat genau diesen Umstand zum Anlass genommen und für die Neugestaltung einer weißen Fassade Einwohner der Stadt zu ihrer Stadt befragt. Aus diesen Antworten hat sie die Hüllkurven extrahiert und die dabei entstandenen Spektogramme auf die Fassade gemalt. Sehr schön.

Hier die Projektseite mit jeder Menge Hörbeispielen, hier die Galerie.

The Audiomurale project is set on the wall of a townhouse at Rzeznicka Street in the Old Town district of Elblag (Poland). Extensively damaged at the end of World War II, Elblag’s Old Town waited until the 1980’s for major reconstruction works.
One of the biggest problems of Elbląg’s Old Town district is emptiness, manifested both in the still underdeveloped blocks and in the lack of visible activity of citizens. Despite the sustained efforts of municipal authorities, it is still generally perceived as the city’s “dormitory district”, and as such – it requires reinvigoration.

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Himalaya, timelapsed

Der Versuch, dem Montagmorgen einfach mal was Schönes zu entgegnen. Mutter Erde in ihren schönsten Kleidern. Und Wolkenberge überall.

Aufgenommen von Maxim Letovaltsev, Musik: Max Richter. Passt


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Indian Wells – Wimbledon 1980

Musik, wie ich sie ja ganz gerne ma. Dazu ein wirklich geiles Video, das die ganzen Tennisstars der 80er Jahre zusammenbringt, mit denen ich unzählige Nachmittagsstunden vor der Glotze verbrachte. Also ich jetzt. Die natürlich in der Glotze.

So wie es klingt, wurden Teile der Nummer „Wimbledon 1980“ tatsächlich aus dem Sound von Tennisspielen gesamplet und Teile der originalen Moderation von damals druntergelegt.

Die Jungs von Indian Wells veröffentlichen mit „Night Drops” gerade ihr Debut-Album auf Bad Panda und nach den sechs Minuten hier, werde ich über dieses ganz sicher noch mal genauer drüber hören, dann das Ding ist eine echte Perle, die man sich hier für umme downloaden kann.


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Berlin Techno Flyer von 1994 – 1997


(„Nackt ist man glücklicher“, Bunker Berlin, 1995)

Das Ding hier lag mir verdammt lange schon am Herzen. Allein es fehlte mir die Zeit und die konkrete Organisation dazu. Dank der Hilfe eines furchtbar netten Menschens aber ist das nun endlich gemacht.

Wenn ich damals™ feiern ging, war es Teil dessens, sich die Taschen mit irgendwelchen Flyern zu füllen. Man konnte an einem Samstagabend schließlich nicht genau wissen, wo genau man diesen 1-2-3-4 Wochen später wohl am liebsten verbringen würde. Internet gab es zumindest für mich noch nicht so wirklich, und die Bekanntmachung des nächstliegenden Wochenend-Happenings war Aufgabe der kleinen, bunten Zettel, die ich immer sehr gerne erst in die Bauchtasche meines Hoodies steckte, um sie dann im Handschuhfach des alten E-Kadetts zu verstauen. Kombi. Großartige Karre übrigens. Vorher auch in den Handschuhfächern der älteren Freunde.

Ich sammelte die Dinger damals und war ganz vernarrt in sie. Jeden davon steckte ich in eine Klarsichtfolie (ein furchtbar deutsches Wort) und heftete diese in einen dieser bürokratischen dicken Aktenordner ab. Ich hefte bis heute darin so genau gar nichts ab, aber diese alten Wochenendbegleiter waren mir dieses pedantische Tun wert. Der Ordnung wegen, die man ja sonst nicht hatte. Und so.

Seitdem lagen die Dinger eben nun in Folie und in Ordner gebettet dort, wo sie einem am wenigsten daran erinnern konnten, das man selber verdammt viel älter geworden ist und wo sie einem am wenigsten im Weg rumstanden; erst im Schrank, dann im Studio, später dann im Keller und als es, des Drucks der Frau wegen, wirklich eng wurde, im warmen Schoß des Büros, auf den sich keiner außer mir setzen darf.

Ich hatte immer mal vor, die Flyer zu digitalisieren und dann irgendwie ins Netz zu bringen, aber der Gedanke daran den Scanner zu bedienen und das alles irgendwie zu digital zu sortieren, war stärker als die eigentliche Motivation. Also lies ich das bleiben.

Vor ein paar Monaten allerdings ergab es sich dann irgendwie, dass mich Raimund, der oben erwähnte, furchtbar liebe Mensch fragte, ob ich noch Flyer aus den 90ern hätte. Den genauen Kontext weiß ich nicht mal mehr, aber ich sagte, „Und wie ich die noch habe!“. Er meinte, „Lass uns treffen, ich nehm‘ die Dinger mit und scanne die ein. Ich habe da so eine Idee.“ Dann trafen wir uns in Berlin, er kam mit seinem Motor-Roller und nahm meine Ordner samt allen eingefoliegten Flyern mit und sagte, „Ich melde mich.“ Gestern meldete er sich. Er hätte alles, sagte er, ob er mir das schicken könne, fragte er. „Na klar“, sagte ich.

Raimund Reintjes, seines Zeichens Ursympath und Macher das alten RAW-Tempels in Berlin, hat Teile meiner so geliebten Flyer-Sammlung für einen Zweck digitalisiert, der noch nicht ganz ausgegoren und aus zeitlichen Gründen noch nicht ganz spruchreif ist. Die Flyer aber sind schon mal im Netz – viele davon aus meinen Folien.


(Aquadrome, Potsdam, 1995)

Es sind so viele Erinnerungen dabei, dass es für jede davon eigentlich einen eigenen Artikel geben könnte. Steve „fucking“ Mason in meiner heutigen Stadt, der damals in einem alten, lange vor sich hingammelnden Schwimmbad in Potsdam auflegte. Über das alte Schwimmbecken wurden Gitter gezogen, dadrunter lagen die Bässe, die einem direkt in das Hosenbein fuhren. Die alten Hirschbar-Partys, die Abende… Nächte… Öhm… ganzen Wochenenden im E-Werk, das ich so sehr in mein Herz schloss und das auch heute noch einen Platz in dem selbigen hat. Weil das alles alles hatte, was ich damals wollte. Es war so verdammt großartig – glaubt ihr gar nicht.

Da sind sie nun, meine sekundären Erinnerungen an das, an mein, Berlin der 90er Jahre. Vieles davon wirkt heute, zumindest das Design betreffend, furchtbar billig. Aber darum ging es ja auch damals nicht. Wir wollten gute Musik. Wir wollten im Idealfall bis Montagmorgen feiern, wir wollten es laut. Und wir wollten es dreckig. Und dreckig mag ich heute noch verdammt gerne.

Was ich eigentlich sagen wollte: Raimund hat Teile meiner 90er Flyer-Sammlung eingescannt. Ich habe die nach ewigem Account-Abfuck auf Flickr geladen bekommen und hier sind knapp 100 Flyer aus dem Berlin im Techno während der 90er. Ein bisschen auch von außerhalb , weil wir auch damals schon gerne weiter weg fuhren um zu tanzen und um feiern zu können.

Hier ein paar meiner Lieblinge, hier das ganze Album mit 96 Flyern auf Flickr. Ich habe die Dateinamen nicht geändert, aus denen sich alle Infos erschließen.


(Waschhaus, Potsdam, 1995)


(Matrix, Berlin, 1995)


(Chromapark, E-Werk, Berlin 1995)


(Tresor, Berlin, 1996)

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Kleiner Schocker für den Morgen: Broken Night, the movie

Eigentlich nicht ganz das richtige auf noch nüchternen Magen, der im Körper eines Vaters steckt, aber trotzdem ziemlich gut.

Eine Mutter fährt mit ihrem Kind im Auto durch die Landen, verunfallt und bleibt kopfüber in der Pampa liegen. Mit dem Einbruch der Dunkelheit kommen zwei creepy Gestalten und begutachten die von ihnen vorgefundene Situation. Und dann…

Spooky wie Sau.

http://vimeo.com/56862418
(Direktlink)

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