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Der Thor-Steinar-Laden in Berlin Friedrichshain rot angemalt

Gestern Nacht haben Unbekannte die Fassade des Thor-Steinar-Ladens in Berlin Friedrichshain neu gestrichen. Sie entschieden sich für einen frühlingshaften, freundlichen Rotton, der leicht ins Pinke neigt.


(via Kein Bock auf Nazis)

61 Kommentare

  1. XERXES28. März 2012 at 11:31

    „Die Linken sind die wahren Faschisten“

    Da ist wohl etwas dran.

  2. Ronny28. März 2012 at 13:19

    Manche von Euch hinterlassen hier einen Shice, dass mir das Kotzen kommt. Geht doch PI lesen, die Junge Freiheit oder Altermedia. Mein Fresse, ey! Was für eine Nazi-Gewalt-Relativierungsshice.

  3. ODog28. März 2012 at 16:19

    Jetzt les ich hier schon mehrmals, dass Extremismus als Begriff eine Erfindung sei… Versteh ich nicht. Apfel als Begriff ist auch eine Erfindung. Der Begriff Extremismus beschreibt etwas, worüber wir reden. Wir können es auch gerne anderns nennen, ich bleibe trotzdem dabei, dass ich es weder von rechts noch links toleriere. Das die Nazis dabei meistens schlimmer sind, ist wohl war, trotzdem finde ich es dämlich nen Laden zu demolieren. Und doch, auch Sachbeschädigung ist Gewalt. Das ist nämlich tatsächlich ein festdefinierter Begriff… Letztendlich fiel mir noch dieses schöne Lied dazu ein, auch wenns keinen direkten Zusammenhang hat: http://www.youtube.com/watch?v=egsDfmDHGaE

  4. onkeltom28. März 2012 at 16:45

    Dafür lohnt es sich zu wissen, woher der Begriff des politischen Extremismus herkommt: Aus der Sprache der Innenbehörden und Verfassungsschutzämter. Von dort aus hat er Eingang in akadamemische Zusammenhänge gefunden, wo er derzeit vor allem vom Hannah Arendt Insitut (HAIT) Dresden und „Extremismus“-Forschern wie Backes und Jesse zu verwissenschaftlichen versucht wird.
    Wenn wir über Demokratie und die Feinde der Demokratie reden wollen, sollten wir aber staatlichen Institutionen gerade keine alleinige Definitionshoheit qua Dienstanweisung darüber überlassen, was denn eine freiheitliche Gesellschaft sein sollte und in welche Richtung sie zu verbessern wäre. Jeder der den Extremimusbegriff aber unvoreingenommen in sein Denken einbaut, akzeptiert allerdings genau das. Demokratie wird vom Staat bzw. vom Verfassungsstaat her gedacht. (Nebenbei: Die Ironie für die Dresdner Extremismusforscher am Hannah Arendt Institut ist, dass Hannah Arendt einem solchen Demokratieverständnis vehement widersprochen hätte.)
    Erst vor kurzem wurde der Bundesfamilienministerin vom Deutschen Jugendinistitut in der Auswertung der Jugendprogramme gegen Linksextremismus bescheinigt, mit dem Begriff Linksextremismus einen Terminus zu benutzen, der im Gegensatz zum relativ homogenen „Rechtsextremismus“ so vielschichtige Phänomene unter einen Hut quetschen will, dass man vielleicht doch lieber von dem Begriff Abstand nehmen sollte. Denn wenn ich, um in ODogs Beispiel zu bleiben, anfange Kürbisse und Bananen auch als Äpfel zu bezeichnen, wird mein Begriff sinnlos. Damit fällt aber das ganze Extremismuskonzept. Linksextremimus ist also ein leerer Signifikant.
    Im Grunde funktionieren Behauptungen, „LEX“ und „REX“ seien irgendwie gleich oder das eine sei schlimmer als das andere, nichts anders als Aussagen wie „Nachts ist es so kalt wie draußen“ oder „Nachts ist es kälter als draußen“

    Für den Anfang:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Extremismus#Begriffsproblematik

  5. floh29. März 2012 at 09:20

    Rechte Gewalt und linke Gewalt stehen sich definitiv in nichts nach. Ideologien, die ins Extreme abdriften, was zwangsläufig immer passieren wird, sind menschenverachtend und gefährlich, egal ob politisch, religiös oder konsumorientiert!
    Finde die Aktion ganz gut, auch wenn Sie leider nichts bewirken wird und defintiv Sachbeschädigung ist, aber muß es immer direkt was bewirken? Ein Zeichen mehr gesetzt und Punkt.

  6. floh29. März 2012 at 09:24

    @Fred
    sicher sicher, aber hast Du die ganzen Verbrechen der Linken in China, der Sowjetunion usw. nicht mehr aufm Radar?? Ist die DDR schon vergessen worden? Da wurden auch von Linken Menschen verfolgt, getötet und gequält weil sie anders dachten und sich nicht anpassen wollten!! Also hör bitte auf die Linken zu verharmlosen und stell keine Vergleiche an, wer schlimmer ist. Beide Extreme sind zum Kotzen!!

  7. Sunfar29. März 2012 at 10:06

    @floh
    Die Begriffe „links“ und „rechts“ funktionieren so nur in Deutschland. In anderen Ländern haben sie eine andere Bedeutung bzw. Tragweite. Man kann die deutschen Linken nicht mit totalitären Machthabern wie Mao in einen topf werfen auch wenn sie das aus Unwissenheit teilweise selbst gemacht haben.

  8. floh29. März 2012 at 12:47

    @Sunfar
    da geb ich Dir völlig recht, aber ist die Grundidee des Kommunismus einst nicht auch eine friedliche und gerechte gewesen? Gerechtigkeit, die aber nur funktioniert durch Beschneidung und Sanktionierung des perönlichen, subjektiven Rechts! Die Saat ist denke ich gleich konzipiert, die Ziele gleich utopisch und teilweise gefährlich. Natürlich ist die deutsche Linke heute nicht das menschenverachtende Modell des Kommunismus Maos oder des kalten Krieges, aber gebt Ihnen Macht und die Geschichte wird sich wiederholen, die Farm der Tiere wieder zum Leben erweckt…Die Verbrechen der Machthaber der DDR an der Menschlichkeit werden heutzutage viel zu schnell vergessen und belächelt, was man sich bei den Rechten (zu Recht) nie erlauben wird.

  9. onkeltom29. März 2012 at 13:42

    @floh
    Ich weiß immer noch nicht, wie man die Verbindung zwischen der Farbattacke auf den Thor Steinar Laden und den Greueltaten des Stalinismus hinkriegt, die mit Sicherheit niemand ernsthaft abstreiten wird.
    Es geht bei der Aktion darum, öffentliches Missfallen gegen Läden, in denen Nazis szenetypische Kleidung für Nazis verkaufen, auszudrücken mit dem Ziel, dass dieser Laden in möglichst naher Zukunft verschwindet. Ein für Nazis wichtiger Treff- und Anlaufpunkt soll sich aus dem Friedrichshainer Nordkiez zurückziehen. Die rosa Farbe erfüllt dabei vor allem einen symbolischen, also kommunikativen Zweck. Es hat Gründe, warum man den im Laden arbeitenden Nazis nicht persönlich auflauert, tätlich angreift oder Brandsätze in den Laden wirft.
    Es geht bei der Aktion ganz offensichtlich nicht darum, ein realsozialistisches Regime zu errichten und Gulags für politisch missliebige Gegner aufzubauen.
    Natürlich gibt es in der Linken auch heute noch autoritäre Stalinisten und Maoisten, jedes Jahr bei der Rosa Luxemburg Demo kann man sich diesen Polit-Zoo anschauen. Leugnen kann man das nicht. Aber zu behaupten, die radikale Linke (oder wie du sogar „die Linke“) tendiere pauschal dazu Menschlichkeitsverbrechen zu begehen, Freiheit zu unterdrücken und Menschen zu unterjochen, oder die Linksradikale pauschal mit solchen Bestrebungen gleichzusetzen, verkennt ganz einfach schlicht, was für heftige Diskussionen innerhalb dieses Spektrums über die Frage der Gewalt und der Autorität IM GEGENSATZ ZU NAZIS ausgetragen werden. Diese Heterogenität ist mit ein Grund, warum man von „Linksextremismus“ überhaupt nicht sprechen kann. Bei Nazis ist man sich in der Frage des Umgangs mit politischen Gegnern weitaus einiger.

  10. Black Sword6. April 2012 at 09:08

    Von meiner Seite aus könnte wieder ein Thor Steinar Laden in Nürnberg sein, dann sieht man wieder wenigstens einen flüssigen lauf an Kameraden umherlaufen.
    Kritik an Thor Steinar: euere Überteuerten Preise und die unfreundlichkeit der 2damaligen Geschäftsführungs-Damen (mit Mopps, aber auserhalb des Ladens), obwohl ich selber seit numehr über-dreizehn Jahren ein Kamerad bin wurde ich ständig als Zecke eingestuft, ich hatte noch nie was gegen Rechts und gegen den Thor Steinar Laden gemacht,
    ansonsten ist die Idee an Thor Steiner schon klasse.
    Und eine kleine Kritik an alle Kameraden: Zum Deutsch sein gehört mehr als nur Szenen-Kleidung kurze Haare und Gewalt und in meinen Hohen Alter lass so etwas nicht ansetzen, als Sympathisanth unserer Hauptpartei, ihr wisst schon welche ich mein. Ich steh zu meinen Wort, falls ihr mir Kameradschft, Meinung und Antwort dazu geben wollt, oder die 2 Damen mich mal begrüßen wollen, ich Arbeite noch mindestens 5 Monate in der Breiten Gasse (Nürnberg), in der nähe des früheren Thor Steinar Ladens.
    P.S. falls einer alte Klamotten aus der rechten Szenen nicht mehr braucht XXL aufwärts, ich nehme sie gerne.

  11. Tom Nikolai10. September 2012 at 19:49

    hab wirklich extrem was gegen die Farbe braun – so sieht der Laden doch supi aus – genau die richtige Aktion – gefällt mir richtig gut

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