Zum Inhalt springen

Edeka Werner teilt aus – und das zu Recht

Bei Edeka Werner in Lichtenfels am Obermain muss es die Tage eine Mutter gegeben haben, die ihrem Kind vermittelte, dass ein Mensch, der hinterm Verkaufstresen steht, weniger wert ist, als jener, der sich dort vorm Tresen bedienen lässt. Eine nicht unverbreitete Annahme, wie ich fürchte. Allerdings will man das dort so nicht ohne weiteres stehen lassen und gibt bei Facebook zu verstehen, wie der Hase läuft. Oder besser: überall laufen sollte.

13 Kommentare

  1. icke|ooch|nich30. Mai 2019 at 18:31

    Nein, ich muss nicht jedem Menschen Respekt entgegenbringen. Respekt muss man/frau sich verdienen / erarbeiten.

    Immer wieder witzig, wie viel Leute (oder auch Institutionen wie z. B. Edeka) Respekt mit Akzeptanz verwechseln.

    • girlscoutcookies1. Juni 2019 at 13:29

      Deine Vorstellung von Respekt ist ziemlich archaisch, so ungefähr Mittelalter.

    • Jack2. Juni 2019 at 17:01

      Wenn du einem Überlegenen keinen Respekt erweist so ist dies schnell schmerzhaft, in manchen Gegenden oder Zeitperioden auch tödlich. Nun liegt deine Definition von „verdienen/erabeiten“ also im rechtzeitigen erkennen und deuten der äußeren Erscheinung deinerseitz – es also eine Leistung von Dir nicht dem Anderen ist. Sprich jemand der eine Waffe trägt hat sich in deinen Augen Respekt verdient/erarbeitet. Nun kann die Waffe aber auch interlektueller Natur sein und nicht erkennbar. Wenn du jemanden also nicht gleich Respekt entgegen bringst bist du schnell der Verlierer – ich hoffe ich konnte dir zeigen wie falsch deine Annahme ist, bzw dein „Recht“ nicht jedem Respekt zu zollen letztlich in dein eigenes Verderben führt. Wenn du natürlich erkennst dass der andere schwächer ist dann wird dies nicht zu deinem Nachteil – aber läßt auch hier tief blicken und ist oft die schlechtere Wahl, wenn du zB Kindern keinen Respekt zeigst (lehrst) so werden sie dir später keinen Respekt zeigen (sofern sie keine anderen besseren Vorbilder haben) wenn du alt und unterlegen bist.
      Fazit ist also dass man sich Respekt nicht verdient sondern es eine Vorausleistung ist, diese Voraussetzung ist für das Soziale miteinander notwendig.

  2. Christoph30. Mai 2019 at 19:46

    Da wurde nichts verwechselt. Akzeptanz ist von der Wortbedeutung her bloße Duldung. Zwar können Menschen auch meinen Respekt verlieren, und zusätzlichen Respekt verdienen. Was hier aber offensichtlich fehlte, ist der Grundrespekt oder die Achtung, die jeder Mensch aufgrund seiner Menschenwürde unabhängig von irgendwelchen Leistungen bekommen sollte, und der zusätzliche Respekt, den jeder bekommen sollte, der wie die Fachverkäufer bei Edeka eine Ausbildung gemacht hat und jeden Tag seinen Job macht, auch wenn einem der Job „einfach“ Job von der Qualifikation her zu sein scheint. Die Menschen, vor denen ich bei der Arbeit den meisten Respekt habe, sind die Putzfrauen, die jeden Tag die Klos der Herren Manager saubermachen. Und ich zeige diesen Respekt auch, indem ich sie genauso freundlich begrüße, mich mit ihnen unterhalte und sie behandele wie alle anderen Mitarbeiter.

    • Fisch3. Juni 2019 at 00:06

      Der Glaube an die Würde des Menschen ist wie der Glaube an einen Gott.

  3. Alwin30. Mai 2019 at 20:02

    Männer ihrer TV-Werbung in den Dreck treten, Frauen in ihrer TV-Werbung in den Dreck treten und dann noch einen Influencer finden, der deren Einsatz für die Menschlichkeit, die doch eigentlich selbstverständlich sein sollte, veröffentlicht – das Konzept der Werbeagentur scheint aufzugehen.
    Du machst echt ein super Blog, aber ich finde ganz manchmal hast du einen Aussetzer.

    • Robert30. Mai 2019 at 20:39

      ++1
      Wenn Influencer Influencer influenzen oder Influencer auf Grund von Influencern influenzen, dann ist das kein gutes Zeichen. Und um diese überflüssigen „Filterblasenverstärker“ zu erkennen hilft (oft) nur die eigene Medienkompetenz!

  4. maybeadayoff30. Mai 2019 at 22:19

    Ne Replik mit Erwerbslosen-Shaming. Applaus

    • cado30. Mai 2019 at 22:50

      jo, selbst nich viel besser. hauptsache noch irgendwo nach unten treten.

  5. Donngal31. Mai 2019 at 10:18

    Find ich auch nicht so super. Im Prinzip sagt er ja: „Nein, die idioten arbeiten nicht bei uns, die Idioten stehen im Arbeitsamt!“ Was ja genauso großer Quatsch ist wie das was die Mutter ihrem Kind vermittelt.

  6. adake31. Mai 2019 at 11:01

    Also hatt Mutti doch recht :D

  7. Andreas31. Mai 2019 at 12:13

    Guter Zug von Edeka. Lass Dir von den immerklugen Besserwissern nicht den Tag verderben Ronny ;-)

  8. Gabriele Raschke3. Juni 2019 at 22:54

    Ich respektiere jeden der im Einzelhandel arbeitet, weil es Knochenarbeit ist. Besonders wenn der Einzelhändler nicht tariflich gebunden ist und seinen Mitarbeitern bis zu 30% weniger Gehalt zahlen kann, bevor es als sittenwidrig gilt, nur den gesetzlichen Urlaub gewährt und unbezahlte Arbeitsstunden voraussetzt. Dazu Teilzeitarbeit mit unregelmäßigen freien Tagen um eventuelle Feiertage nicht bezahlen zu müssen. Unter Umständen hat derjenige, der in der Schlange der Arbeitslosen steht das bessere gewählt. Vielleicht sollte man den Mitarbeiter respektieren, aber einmal über so einen Arbeitgeber nachdenken. Und davon gibt es nicht wenige…

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.