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Künstler übermalen in Dortmund unter Polizeischutz Nazi-Graffiti

Schon etwas länger her, aber immer noch eine Meldung wert. Staatlich legitimiertes Graffiti, quasi. Aber trotzdem gut.

Mit dem Schriftzug “Our colors are beautiful” haben Künstler*innen in einer lang geplanten Aktion am 06.09.19 die “Nazi”-Graffitis im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld übermalt. Bezirksbürgermeister Stoltze (SPD) und die Polizei möchten den Bürger*innen auf diese Weise Mut machen und ein klares Signal an die rechte Szene senden: Man beweise “Klare Kante” und “Null Toleranz” gegen Rechtsextremismus, so der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange. Um die Künstler*innen vor Übergriffen durch die Neonazis zu schützen, waren viele Polizist*innen vor Ort, außerdem wurde ein Sichtschutz aufgestellt.


(Direktlink, via I ❤ Graffiti)

6 Kommentare

  1. Jojo26. September 2019 at 15:50

    Na, wo sind denn jetzt die ganzen Graffiti-Trolle, die sonst immer alle Graffiti-Posts hier „kommentieren“… ???
    War das jetzt auch Sachbeschädigung ¯\_(ツ)_/¯ ?

    • Tjotjo26. September 2019 at 16:06

      Warum sollte ein Graffiti welches vom Hauseigentümer gestattet wurde eine Sachbeschädigung sein… Du Troll????

      • Harry26. September 2019 at 23:26

        Ein wunderbares Beispiel bürgerlicher Ideologie. Anders als der Name vermuten lässt, geht es bei „Sachbeschädigung“ offensichtlich nicht um das, was mit einer Sache gemacht wird. Das ist ja bei allem besprühen das gleiche. Auch die „Sache“ ist nur soweit interessant, wie sie eine Eigentümer*In hat. Man kann keine Sachbeschädigung an einer Sache verüben, die keine Eigentümer*in hat. Es geht also weder um die „Beschädigung“, noch um die „Sache“ selbst, sondern um die Eigentümer*In einer Sache und deren aus der Eigentumslogik abgeleiteten Rechte.
        Dem Namen nach ist es sofort klar: Eine Sache beschädigen, klingt nicht gut, sollte man nicht tun, kann man ggf sogar bestrafen. Man tut der Sache ja irgendwie unrecht, wenn man sie „beschädigt“. Dem Inhalt nach geht es dann aber doch wieder nur um das schnöde Eigentumsverhältnis und seine Durchsetzung. Die Sache ist letztlich egal. Auch auf die Beschädigung kommt es letztlich nicht an. Bloß darauf, dass da jemand über eine Sache verfügt, für die ein anderer das alleinige Verfügungsrecht für sich beansprucht.
        Der vermeintlich objektive Tatbestand, dass eine Sache beschädigt wurde löst sich bei näherer Betrachtung auf in die nicht-Befolgung bzw. nicht-Anerkennung eines sozialen Konstrukts.
        In Folge zwei lernen Sie, wie man soziale Macht dadurch generiert, dass man sich die alleinige Verfügungsgewalt über Sachen sichert und wie man so dafür sorgen kann, dass andere strukturell von sozialer Macht ausgeschlossen werden.

  2. Hank26. September 2019 at 20:46

    Die ursprünglichen Fascho-Graffito waren doch vom Hausbesitzer genehmigt. Hat der plötzlich seine Gesinnung geändert ??

  3. herr hang27. September 2019 at 17:07

    noch schöner wärs gewesen hätten sie ‚all colors are beautiful‘ gesprüht

  4. nk28. September 2019 at 01:27

    Die Anspielung ist auch so gut zu verstehen.

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