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Schlagwort: Protest

Greenpeace verhüllt die CDU-Zentrale mit schwarzem Tuch

Greenpeace-Aktivisten haben heute die Berliner CDU-Zentrale mit schwarzem Tuch verhüllt. So wie Christo damals den Reichstag, nur nicht in so schön. Der Grund für die Aktion ist der Protest gegen das geplante Kohleausstiegsgesetz der Bundesregierung.

Das geplante Kohleausstiegsgesetz der Bundesregierung sei eine „Farce“, kommentierte die Greenpeace-Sprecherin. „Unser aller Geld soll verwendet werden, um für die Schäden aufzukommen, die die Kohleindustrie verursacht hat.“

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Einen roten Teppich für Radfahrer über Autos ausrollen, die auf Radwegen parken

Ich habe in den letzten Wochen nicht nur gelernt, dass der da für Autofahrer erweiterte Mindestabstand, den es seit dem bedarf, einen Radfahrer zu überholen, eher nur so relativer Natur ist. 80 bis 40 Zentimeter zwischen mir auf dem Rad und dem Auto neben mir sind nach wie vor keine Seltenheit und nach wie vor für einen Radfahrer gefährdend. Erlebe ich täglich. Eigentlich sollen es mindestens 1,5 Meter sein. Kann ich nur drüber lächeln – und hoffe, kein Auto dabei zu gefährden, wenn es mit 50 km/h 40 Zentimeter neben mir vorbeiknallt, weil die Fahrer einfach und unter gar keinen Umständen dazu bereit sind, für ein paar Minuten hinter einem Rad hinterherzufahren. Wir kämen wir denn auch da hin?!

Auch das nach oben geschobene Bußgeld für jene Autofahrer, die es einfach nicht lassen können, ihre Kisten auf Radwegen zu parken, trägt in meiner täglichen Wahrnehmung kaum Früchte oder zumindest nicht dazu bei, das irgendwie zu ändern. Juckt offenbar nur weniger und einige von denen verwechseln die Fahrbahnmarkierung für Radwege ganz gerne mit denen für Parkplätze. Vieles scheinen mir die halbgaren Neuerungen bisher nicht gebracht zu haben, was ich schade finde. Und dann gefällt mir diese Form des Protestes gegen ignorante Autofahrer doch außerordentlich gut.


(via Urbanshit)

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Autorin Kimberly Jones über Riots und Plünderungen im Rahmen der Black lives matter Proteste

When they say “Why do you burn down the community? Why do you burn down your own neighborhood?” It’s not ours! We don’t own anything! We don’t own anything! Trevor Noah said it so beautifully last night: There’s a social contract that we all have — that if you steal or if I steal, then the person who is the authority comes in and they fix the situation. But the person who fixes the situation is killing us! So the social contract is broken. And if the social contract is broken, why the fuck do I give a shit about burning the fucking Football Hall of Fame, about burning the fucking Target? You broke the contract when you killed us in the streets and didn’t give a fuck! You broke the contract when for 400 years we played your game and built your wealth!


(Direktlink, via Kottke)

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In Hong Kong gibt es jetzt Eis mit Tränengasgeschmack

In einer Eisdiele in Hong Kong bietet man jetzt als Reminiszenz an die Proteste des letzten Jahres Eis mit der Geschmacksrichtung „Tränengas“ an. Ob das hilft? Keine Ahnung. Ob ich das gut finde? Ja. Allein schon der Idee wegen.

The main ingredient is black peppercorns, a reminder of the pungent, peppery rounds fired by police on the streets of the semi-autonomous Chinese city during months of demonstrations last year.

“It tastes like tear gas. It feels difficult to breathe at first, and it’s really pungent and irritating. It makes me want to drink a lot of water immediately,” said customer Anita Wong, who experienced tear gas at a protest. “I think it’s a flashback that reminds me of how painful I felt in the movement, and that I shouldn’t forget.”

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Könnte sein, dass es bei der Polizei Brandenburg ein kleines Problem mit dem Neutralitätsgebot gibt

In der Lausitz sind für heute „Ende Gelände“ Proteste gegen die dortige Braunkohleförderung angekündigt. Klima-Aktivisten mobilisieren dafür seit Monaten. Das schmeckt nicht jedem und so wird gegen die Proteste mobil gemacht, auch von rechtsaußen. Wohl in diesem Kontext ist in Cottbus ist ein Graffiti entstanden das fordert, Ende Gelände zu stoppen. Vor diesem hat sich eine Gruppe von Polizisten fotografiert und dabei lustig in die Kamera gelächelt. Das allein wirft schon Fragen auf.

Das Foto wurde dann durch Rechtsextreme auf Social Media Plattformen geteilt, wo eifrig für die Beamten applaudiert wurde.

Pikant: auf dieser Wand war nach Erstbemalung im Jahr 2018 eine andere Parole zu lesen.

Auch pikant: der jetzt nicht übermalte, einfach übernommene Krebs.

„Das Tier, entlehnt aus dem Stadtwappen der Stadt Cottbus, ist ein bekanntes Symbol der rechtsextremistischen Szene in der Lausitz, die entsprechende Kampagne „Defend Cottbus“ steht in enger Verbindung zur „Identitären Bewegung“.“

Jetzt kann man natürlich nicht wissen, ob die Uniformträger wussten, wovor sie da posieren, aber allein der Umstand, dass sie dort vor Parolen posieren, ist mehr als fragwürdig. So sieht es wohl auch ihr Arbeitgeber und hat die Truppe vom Einsatz abgezogen. Sie hätten wohl gegen das Neutralitätsgebot verstoßen.

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Deutsche Protestkultur in a nutshell

Ich finde ja, die Treckerfahrer sollten lieber zur Schule gehen und samstags demonstrieren!!11!!!

Finde es übrigens auffällig, dass sich viele, denen Klimaschutz im Allgemeinen am Arsch vorbeigeht, sich jetzt im Speziellen mit jenen solidarisieren, die heute mit ihren 300 PS-Kisten durch die Städte walzen. Allerdings auch irgendwie konsequent.

„Aber korrigiert wird in der Regel nichts“, sagt die Aktivistin der taz. „Das Niveau dieser Seite ist einfach unterirdisch. Aber alle liken, denn Wahrheit ist ja wurscht, Hauptsache, es passt ins Weltbild“, schrieb Schmitz bei Facebook. Das sei ein Beleg dafür, „dass dem Bauernverband Fakten halt schnurz sind“.

Diesen Eindruck nährt auch die Antwort des Bauernverbands auf die Frage der taz, ob er falsche und irreführende Informationen verbreite: In einer weitschweifigen E-Mail wiederholte die Organisation im wesentlichen nur kritisierte Aussagen, statt auf Gegenargumente einzugehen. Sie wies den Vorwurf der Desinformation weder ausdrücklich noch direkt zurück.

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