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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

10 Jahre

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Vor genau 10 Jahren veröffentlichte ich meinen ersten Blogpost. Damals noch auf Blogspot, wie ich hier vor fünf Jahren schonmal ausführlicher schrieb. Ich hatte eigentlich viel vor dafür und dann doch keine Zeit. Ich bin die Tage auch hierfür auf dem Lollapalooza in Berlin unterwegs und komme auch deshalb zu genau gar nichts. Ich hätte gerne 24 Mixe für 24 Stunden gehabt, aber das nicht anleiern können. Zeit fließt und so. Also kürze ich das ab:

Ich liebe den Scheiß, den ich hier täglich mache. Ich hatte damals keine Ahnung, wo das alles mal hinführen würde. Ich habe mich mal über 23 Leser am Tag gefreut. Am Ende macht auch ihr das zudem, was das hier ist. Danke dafür. Und das tägliche Gehate, das ich hier nicht durch die Moderation lasse, nehme ich dafür doch ganz gerne in Kauf. Ihr seht super aus! Fast alle!


(Direktlink)

Wenn es an euch nicht liegt, mache ich hier noch 10 Jahre weiter. Mindestens.

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Eine Reportagereise durch Sachsen: Allein unter Weißen

Ich kenne Menschen, die schon lange sagen, „Im Osten steige ich nicht aus dem Auto!“ Ich habe das früher nicht verstanden, kann das über die Jahre hinweg mittlerweile allerdings gut nachvollziehen. Ich kenne auch Menschen, die sagen, sie „fühlen sich in diesem Land nicht mehr wohl“, „nicht mehr sicher“. Nicht wegen ihrer Hautfarbe, sondern wegen Arschlöchern, die aufgrund dieser über sie urteilen. Auch sie verstehe ich. Es würde mir fehlen, wenn sie nicht mehr da wären.

Kontraste war mit Ndiaga in Sachsen unterwegs.

Ndiaga lebt schon seit vielen Jahren in Berlin, er kommt aus dem Senegal, seine Leidenschaft ist die Musik – bei Konzerten ist sein Publikum begeistert. Aber auf seinen Reisen erlebt er immer wieder auch Anfeindungen wegen seiner Hautfarbe.

Deshalb will er mit uns ein Experiment machen – eine Reise nach Sachsen. Er war noch nie da, kennt es nur durch negative Schlagzeilen aus den Medien. Wie werden die Menschen auf ihn reagieren?

Unser erstes Reiseziel ist die Stadt Riesa an der Elbe mit ca. 30.000 Einwohnern. Mit Ndiaga bummeln wir durch die Einkaufsstraße. Als wir gemeinsam in der Eisdiele sitzen – als weiße Frau mit einem schwarzen Mann – werden wir von einer jungen Frau angepöbelt.

„Sowas nannte man früher Rassenschande.“

Rassenschande – ein Begriff aus der Nazizeit.


(Direktlink)

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Eine Tür mit der Aufschrift „Refugees Welcome“ im Zollzaun

Irgendwer hat in Hamburg-Wilhelmsburg eine Tür mit der Aufschrift „Refugees Welcome“ in den Zaun gebaut, der das ehemalige Freihafengebiet Richtung Spreehafen abgrenzt. Das hat praktisch keine Auswirkungen, da der Zaun keine echte Grenzfunktion hat und irgendwie nur Zollgebiete trennen soll. Aber die Symbolik ist enorm.

Gefunden und fotografiert hat die Tür Nils Waldow von Strassenfotografie.

Refugees Welcome! (mein Lieblingsfoto 2015)

Posted by Straßenfotografie on Donnerstag, 10. September 2015

(via Urbanshit)

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