Ende Juli trafen sich Ólafur Arnalds und Nils Frahm in dessen Studio in Berlin, um gemeinsam ein wenig Musik zu spielen. Wie Musiker das halt so machen. Aus dem Abend wurde die ganze Nacht, in der sie letztendlich innerhalb von 8 Stunden sieben neue Stücke aufnahmen. Das Video zeigt 45 Minuten dieser Nacht. Wie zu erwarten ist der Sound – wie fast immer bei denen beiden – wunderschön. Natürlich.
We felt there was something special in these songs. They arrived so quickly and so unexpectedly, and at the end of the night we had all this music that sounded unfamiliar even to us – loudly asking to be included in this collection, especially because our friendship and collaboration originally started with live improvisation on stage.
Es is davon auszugehen, dass einiges aus dieser Nacht auch noch anderweitig veröffentlicht wird. Ein Grund zur Freude.
Aktuell fährt in Dresden auf einer S-Bahn ein schöner Willkommensgruß an die Flüchtlinge aus den arabischen Ländern. Auf einer S-Bahn der Elbtallinie, der Linie 1, die Meißen und Dresden mit Bad Schandau und Pirna verbindet, steht geschrieben: „احلاً و سهلاً“ (ahlan wa sahlan), also „Herzlich Willkommen“.
Langenscheidt stellte vor gut zwei Wochen sein Arabisch-Wörterbuch kostenfrei im Netz zur Verfügung, um arabisch sprechenden Menschen die Gelegenheit zu geben, dieses ohne Einschränkung nutzen zu können. Heute wurden die 25 bisher am häufigsten gesuchten Wörter veröffentlicht. „Aal“ fällt dabei ein wenig aus Reihe, was daran liegen könnte, dass „Aal“ das erste Wort im Wörterbuch ist und so für einen Test benutzt wurde.
Das Erste hat mit Sedwitz gerade eine sechsteilige Serie im Programm, die sich dem Mauerfall mal von einer anderen Seite widmet. Nicht ganz ernst gemeint, aber durchaus amüsant. Gerade für einen Ostler wie mich, deren Vater einst Grenzer war und der nie das Privileg einer Westverwandschaft genießen konnte.
Im Mittelpunkt steht der DDR-Grenzoffizier Ralle Pietzsch (Thorsten Merten), der 1988 von einem sterbenden Stasi-Führer den Schlüssel zu einem hoch geheimen Tunnel unter der Grenze erhält. Statt den Schlüssel abzugeben, möchte er seinem Sohn den sehnlichsten Geburtstagswunsch erfüllen und ihm einen Zauberwürfel schenken. Doch den gibt es nur im westlichen Teil des fiktiven thüringischen-fränkischen Ortes Sedwitz.
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Stefan Schwarz und Regisseur Paul Harather („Indien“, „Die Schlawiner“) schrieben die Drehbücher zu „Sedwitz“. „In unserer Serie ermöglichen wir es mit einem kleinen Trick, dass sich Ost und West vor der Wende wie in einem Laboratorium begegnen“, beschreibt Autor Schwarz den neuen Blickwinkel von „Sedwitz“, „ganz ohne Sektregen und Trabbikolonnen. Wir machen die Mauer im Jahr 1988 einen Spalt auf, sodass nur wenige durchschlüpfen können, damit wir besser sehen können, was die Mauer für den Normalbürger war.“
Dafür, dass dieser Blick ins deutsch-deutsche Labor nicht bierernst gerät, steht Regisseur Paul Harather, der findet, man müsse ja nicht über das Thema lachen, „aber man darf den Humor nicht verlieren“. Auch deswegen heißt Harathers Produktionsfirma, die „Sedwitz“ im Auftrag des BR und des MDR für Das Erste produziert, NSA (Neue System Agentur). Die Redaktion liegt bei Elmar Jaeger (BR) und Uwe Heilenz (MDR), die Federführung bei Annette Siebenbürger (BR).
Zu sehen gibt es „Sedwitz“ ab dem 3. September 2015 donnerstags im Ersten und jeweils montags vor Ausstrahlung online auf DasErste.de und wohl auf YouTube.
Während das ganze Land fast täglich über Rassismus und die damit verbundenen Auswirkungen debattiert, setzt sich der Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in eine Talkshow, in der über das Thema Flüchtlinge gesprochen wurde und nennt Roberto Blanco „einen ganz wunderbaren Neger“. Da bleibt mir glatt das Frühstück im Halse hängen.
Mittlerweile beteuert er, das Wort sonst überhaupt nicht zu benutzen. Ob man das glauben kann, weiß ich nicht, bei der CSU ist man seit jeher mit seinem Vokabular nicht sonderlich zimperlich.
Ein kurzer fiktiver #CSU-Dialog mit echten Zitaten zwischen 1985 und 2015: Strauß und Herrmann: pic.twitter.com/eDa6QIlmcS
Hermann macht damit sehr deutlich, dass er zumindest kein Problem mit rassistischem Sprachgebrauch zu haben scheint. Als Innenminster eines deutschen Bundeslandes, das nicht müde wird, sich für seine Integrationsmaßnahmen regelmäßig selber auf die Schultern zu klopfen.
Sich gegen Rassismus aussprechen, weil es verlangt wird – aber gar nicht wissen, was Rassismus ist. Herrmann hat die CSU plakativ vertreten.
Nicht nur angesichts dessen muss man fast zwangsläufig fragen, wie die es bei der CSU immer wieder schaffen, noch tiefer ins Klo zu greifen. Vielleicht machen sie es ja wirklich so.
Wie machen die das bei der CSU eigentlich. Springen sie im Hinterzimmer auf und ab und rufen "Heute will ICH aber mal der Idiot sein!"?
Oder aber das Problem liegt viel tiefer und man hat dort schlichtweg keine Probleme, Aussagen wie diese mal eben öffentlich im TV von sich zu geben. Und vor allem auch diese dort auch unwidersprochen so stehen zu lassen. Deutschland 2015.
So wie es gerade auf YouTube scheint, haben irgendwelche Menschen Spaß daran gehabt, das nicht unbekannte Tischspiel Hungry hungry Hippos zu vermenschlichen. Und so rollen sie sich gegenseitig auf Rollbrettern durch die Gegend und versuchen so viel Plastikbälle wie möglich mit einem Körbchen einzufangen. Kann ich mir supergut auf pädagogischen Teamtagen vorstellen. An denen ich dann allerdings nicht teilnehmen möchte.
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