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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Ein Verlag will den Titelschutz für das Wort “Blogosphäre” in Anspruch nehmen

“Blogosphäre”. So nannten wir Blogger mal das, was in unserer eigenen vor sich hinbloggenden Filterblase passiert und was sich dort so vernetzte. “Blogosphäre”. Das muss so kurz nach dem Krieg gewesen sein. Ich weiß nicht, wann ich dieses Wort zum letzten Mal benutzt habe. Unironisch sowieso schon lange nicht mehr.

Ein Verlag lässt nun verlautbaren, dass er den Titelschutz für das Wort “Blogosphäre” für sich in Anspruch nehmen will, wie in der aktuellen Ausgabe des Journalist zu lesen ist. Titelschutz, wie damals nach dem Krieg. Shirts mit dem Begriff drucken und verkaufen lassen, dürfte damit ausfallen. Aber das war eh nie eine unironische Option.

damals


(via Weltenweiser)

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Ein akustisches Instrument, das wie ein Synthesizer klingt: Yaybahar

Das Synthesizer seit jeher auch versuchen, den Klang akustischer Instrumente zu simulieren, ist nichts Neues, dass das andersrum aber auch durchaus machbar ist hingegen schon. Zumindest mir ist das neu.

Görkem Şen kann auf seinem Yaybahar genau das. Er lässt ein akustisches Instrument so klingen, als käme der Klang direkt und mit Menge Effekt-Gewitter versehen aus einem Synthie.

This is an acoustic instrument with no electricity or anything… Natural source coded materials which are membrane, coiled spring and string working together. Maybe we can say that this is a new bridge system between string and resonant body. But generally this is a new design and emit obviously natural vibrations and gives new playing abilities.
Very important that it has totally a unique live listening experience!

https://vimeo.com/110633932
(Direktlink, via Devour)

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Ein Klassik-Orchester spielt nach dem Genuss von Chili-Schoten

Der dänische Musiker und Comedian Claus Pilgaard, der auch den Beinamen Chili Klaus trägt, hat mit den Musikern des Danish National Chamber Orchestra offenbar ziemlich bis sehr scharfe gegessen und sie dann durch Jacob Gades „Tango Jalousie“ dirigiert. Disziplin scheint da alles zu sein. Scharfe Angelegenheit, bei der wohl alle Beteiligten froh waren, dass es dann ein Ende gab.

Members of the Danish National Chamber Orchestra playing Tango Jalousie while eating the worlds hottest chili peppers. The orchestra is conducted by Chili Klaus – a Danish Chili Pepper enthusiast.
The Danish National Chamber Orchestra closes by the end of 2014.


(Direktlink, via Martin)

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Zentrum für Politische Schönheit crowdfundet den Abriss der EU-Außengrenzen

Bildschirmfoto 2014-11-03 um 12.43.12

Ziemlich kurzfristige Angelegenheit, wie mir scheint, es sieht aber so aus, als ob da trotzdem was draus werden könnte. Das Zentrum für Politische Schönheit lässt sich über eine Crowdfunding-Kampagne gerade mindestens einen Bus finanzieren, der Menschen an die EU-Außengrenze bringen soll, die dort dann den neuen eisernen Vorhang öffnen wollen. Wer möchte, kann sich anmelden und auch mitfahren.

„Am kommenden Wochenende wird dem Mauerfall zum 25. Mal gedacht. Aber 25 Jahre nach dem deutschen Mauerfall sind Europas Grenzen dicht. Zehntausende Menschen ertrinken, dehydrieren und kentern an Europas Außenmauern. Flüchtlinge klammern sich unter Radachsen, um nach Europa zu gelangen.

Während sich Politiker aller Parteien am 9. November in den Armen liegen und das Ende der mörderischen innerdeutschen Mauer feiern, haben Sie die viel mörderischeren Außenmauern Europas finanziert. Diesem Verrat nimmt sich das Zentrum für Politische Schönheit an. Rücken wir den illegalen Mauerbauten in der Europäischen Union zu Leibe.

Europa feiert den Fall der Mauer und betreibt – als hätte die Geschichte nichts mit der Wirklichkeit zu tun – die eigene Selbsteinmauerung auf hohem Niveau und unter Hochdruck. Die neuen Stacheldrahtmauern Bulgariens und Griechenlands wurden rechtswidrig unter Bruch des internationalen Völkerrechts auf europäischen Boden gebaut. Damit sich das Unrecht nicht festsetzt, ist es wichtig, es jetzt wieder abzureißen! Nicht durch die Politik, sondern durch den Druck einer mutigen Zivilgesellschaft wurde die innerdeutsche Mauer porös, die 28 Jahre lang als unüberwindlich galt.

Bei Erreichen des Spendenziels entkommt am 7. November 2014 um 13 Uhr ein Bus dem deutschen Gedenkkartell und fährt die Vorhut einer zweiten Friedlichen Revolution an die europäische Außenmauer. Dort werden wir zum 25. Jahrestag des Mauerfalls mit dem Abbau der europäischen Grenzanlagen beginnen. – Ein Akt politischer Schönheit und die einzige Form, in der sich das Jubiläum würdig „feiern“ lässt. Jede und jeder kann mitfahren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen sich am Abriss der europäischen Außengrenzen beteiligen und ein Stück Außenzaun mitnehmen.“


(Direktlink, via Metronaut)

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