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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Marshall Kühlschrank

Wer als Gitarrist nicht nur seinen Sound sondern auch auch sein Bier aus einem Marshall serviert haben möchte, die haben auch Kühlschränke in Amp-Optik. Das knallt. Mit $550 jetzt auch nicht so teuer. In welcher Energieeffizienzklasse die Dinger ausgeliefert werden, ist nicht bekannt, danach zu fragen allerdings wäre jetzt auch nicht sonderlich Rock ’n‘ Roll.


(via Jay Mug)

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Wellen selber machen

Gute Laune. Ganz viel gute Laune. Das Video ist staubalt, aber ich sehe es gerade zum ersten mal.

Wenn du surfen willst und keine Wellen hast, hast du gemeinhin ein Problem. Entweder entscheidest du dich dann dafür, die Freizeit doch im Vorgarten zu verbringen oder trommelst ein paar Freunde zusammen, die mit dir einen Flusslauf zum Meer graben. So geschehen hier am Waimea River auf Hawaii. Sieht nach jeder Menge Spaß aus. 


(Direktlink, via reddit)

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Himalaya, timelapsed

Der Versuch, dem Montagmorgen einfach mal was Schönes zu entgegnen. Mutter Erde in ihren schönsten Kleidern. Und Wolkenberge überall.

Aufgenommen von Maxim Letovaltsev, Musik: Max Richter. Passt


(Direktlink)

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Ein Tribute-Mix für einen ganz großen des Psy-Trance: „Loud – Cosma, 10 years without him“

Das war hier heute bis genau eben einer dieser ganz wenigen Abende, an denen ich mich schon recht frühzeitig dazu entschieden habe, endlich mal früher ins Bett zu gehen. Ich hätte das sogar durchgezogen. Dann schickte mir Christoph den Link zu diesem Mix hier. Einem Mix, der einzig aus den Produktionen von Cosma besteht.

Aus den Produktionen von Avihen Livne, der heute vor genau 10 Jahren mit einem Motorrad in Goa tödlich verunglückte und kurz davor mal ganz nebenbei und vermutlich ungewollt dem Psy-Trance ein gänzlich neues Klangkleid überzog. Der irgendwie alles noch mal veränderte. Für mich war er einer der ganz ganz großen in diesem Genre. Einer, der klanglich alles bis dahin Gehörte voll über den Haufen warf und einfach nur das machte, was für ihn der damals neue Sound war, der unter dem Imprint „Goa“ doch bitte schön zu laufen hatte. Ich liebte diese völlig neue, sehr clean produzierte und durchaus minimale Musik, die trotz oder gerade wegen der entschlackten Synthie-Orgien den absoluten Punkt der Mitte zur absoluten Ekstase durch die psychedelisch geschwängerten Boxen zu tragen vermochte. Ohrgasmus und so.

Psy-Trance war an einem Punkt, an dem eigentlich alles gesagt war. Viel zu viel mitunter. 17 Melodien per Track muss man halt auch nicht immer machen. Dieser ganze Gitarren-Rotz ala Sun Project, den ich schon lange nicht mehr hören konnte und der immer noch mehr Leute mit drei Buchstaben auf den Nummernschildern auf die Festivals fuhren lies. Diese ganze, geremixte Pop-Shice, die dem heutigen Dubstep genau so die Beine brechen wird, wie sie es damals schon mit dem Psy-Trance tat. Die Paralelen diesbezüglich sind nicht zu übersehen. Das alles war für mich so durch und begann mich derbe zu langweilen. Und dann kam Cosma.

Er kam mit seinen jungen Jahren gerade mal auf zwei Alben. „Simplicity“ ‎, das 2001 erschien, und schon gut war, aber immer noch in den alten Teichen fischen ging. Dann kam im März 2003 Nonstop und dieses Album – haltet mich gerne für total bekloppt – veränderte alles. Es war wie das einsetzende Atmen eines schon lange tot Geglaubten. Es schrie förmlich nach Wiederbelebung! Da, als viele schon meinten, es sei endgültig vorbei, kam dieser junge Mann auch Isreal und ballerte das genaue Gegenteil durch die CD-Player, die gerade zu dem Standard aller Psy-DJs wurden. Alle spielten seine Tracks. Egal wo man feiern ging, Cosmas Tracks waren total omnipräsent. Und das ganz zu recht. Auch keines unserer Sets kam damals mit weniger als mindestens vier seiner Nummern von „Nonstop“ aus. So war das nämlich.

Allerdings war Livne da schon nicht mehr unter den Lebenden. Kurz bevor „Nonstop“ veröffentlicht wurde, verstarb er.

Die Festivals des folgenden Sommers waren geprägt von seinem neuen Sound. Alle liebten diesen. Mat Mushroom, das werde ich nie vergessen, knallte in seinem Set auf dem Second Floor der 2003er Shiva Moon fast das komplette Album durch. Alle hörten es und wussten, warum er genau das tat. Alle gingen total mit. Es waren für mich zwei der besten Stunden meines ganzen Psy-Trance Lebens. Und das hielt ganz schön lange an.

Mit dem Tod von Cosma starb auch ein wenig der Psy-Trance in mir. So richtig Herausragendes wollte nach diesem nämlich nicht mehr nachkommen. So blieb es. Bis heute. Leider.

Und weil ich das mit dem Bett eh gerade aufgegeben habe, höre ich das hier jetzt auch bis zum Ende durch. Vielleicht fange ich sogar noch mal von vorne an. Der alten Zeit wegen. Und wer nicht genau weiß, was das hier alles soll: Minute 17 ff hat alles wunderbar auf den Punkt gebracht: „The Time Has Come“. Vermutlich habe ich keine andere Nummer so oft gespielt wie diese.

Danke, Eitan Reiter und Kobi Toledano aka Loud aus Haifa, Israel, für diesen völlig unerwarteten Kick in die Vergangenheit und den damit verbundenen doch so wunderbaren Hirnfick. Ganz großes Tretbootfahren, das. Und ganz viel lange schon erloschen geglaubter Liebe.

Und womöglich wäre der Goa, der heute bei mir leider nur noch unter „ferner liefen“ läuft ohne den Unfall im Jahre 2003 ein ganz anderer. Ich ging zumindest damals schwer davon aus. Cosma hätte das beweisen können und ich traute ihm zu, genau das zu tun. Nun denn.


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Doku: Lennon, NYC

Ich habe es ja nicht so mit dem Sound der Beatles, aber ich mochte immer schon John Lennon wegen dem, was bei mir von seiner Persönlichkeit ankam. Und der Liebe wegen, die er so populär hippieresk zu vertreten wusste, wie kaum ein anderer. Und genau deshalb sehe ich mir jetzt diese Doku, für die Yoko Ono zum ersten Mal ihre privaten Archive mit Videos, Konzertmitschnitten, Studioaufnahmen, Making-ofs und Fotos zeigt. Ist ja Sonntag, da passt das.

Nach der Trennung der Beatles verließ John Lennon im August 1971 Großbritannien und zog mit seiner zweiten Ehefrau Yoko Ono nach New York. Am 8. Dezember 1980 wurde er von dem geistig verwirrten Mark Chapman vor seinem Wohngebäude erschossen.
Doch das Jahrzehnt, das sie in New York verbrachten, war reich an Begegnungen, Projekten, Entwicklungen und Kreativität, aber auch an Engagement. Der britische Staatsbürger John Lennon wurde von den amerikanischen Behörden nicht gern gesehen; in Zeiten der Konfrontation der beiden großen ideologischen Blöcke war er ihnen ein Dorn im Auge. Der legendäre Beatle sah sich oft ganz allein der mächtigen US-Verwaltungsmaschinerie ausgesetzt, doch er gab sich nie geschlagen und kämpfte stets weiter, reihte Projekte, Platten, Happenings und Pressekonferenzen aneinander.
Für „Lennon, NYC“ öffnete Yoko Ono zum ersten Mal ihre privaten Archive mit Videos, Konzertmitschnitten, Studioaufnahmen, Making-ofs und Fotos. So entstand ein spannender Dokumentarfilm, der den ganz privaten John Lennon zeigt: seine Begeisterung, seine Kämpfe, aber auch seine Ängste und Enttäuschungen sowie seine Fähigkeit, sich immer wieder aufzuraffen und in der Musik und der Zusammenarbeit mit anderen Künstlern neue Motivation und Inspiration zu finden. Hinter dem Idol kommt der Vater zum Vorschein, der Mensch, der Ehemann, der stets alles mit seiner Frau teilte. In dieser Zeit entstanden auch seine Welterfolge „Imagine“, „Whatever Gets You thru the Night“ und „Woman“.
„Lennon, NYC“ zeigt John Lennon, wie er wirklich war, ungekünstelt und ungeschönt, aber auch die Stadt New York, die zweite große Liebe seines Lebens.


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