Zum Inhalt springen

Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Erklärbär-Video: c3s vs. GEMA

Die Initiative c3s ist angetreten, eine alternative Verwertungsgesellschaft zur GEMA zu schaffen. Das die unbedingt notwendig wäre, ist unumstritten. Warum erklärt spätestens dieses Video.

Ich weiß nicht, ob die damit Erfolg haben werden, noch weniger weiß ich, ob das tatsächlich auch etwas für jene bringen wird, die sich dann dort durch die c3s vertreten lassen werden, aber es bedarf nun mal unbedingt einer alternative zur GEMA. Und auch wenn ich fast alle meine Sachen eh seit jeher CC-lizeniert rausgebe und über Verwertung im kommerziellen Sinne so gut wie nie nachgedacht habe, werde ich da jetzt mal die Absichtserklärung unterschreiben gehen. Weil es eben notwendig ist.

Die Überspitzung gibt es umsonst, aber Übertreibung macht bekanntlich anschaulich, und wenn sich ein Verein mit der Übertreibung auskennt, dann ist es die GEMA. Insofern kann man gegen die auch mit von denen gewählten Waffen zu Felde ziehen.


(Direktlink, via Netzpolitik)

3 Kommentare

Funky Jeff mixt Biosphere Tribute

Eigentlich ist das eher einer dieser perfekten Sonntagabend-Mixe, aber Sonntag haben wir gerade nicht und irgendwie wäre es auch schade, denn bis Sonntag ungehört zu lassen.

Biosphere. Das ist Ambient in seiner schönsten Form und den aktuell schillerndsten Klangfarben. Kein anderer hat es in den letzten Jahren so konsequent durchgezogen, seinen eigenen Soundlandschaften treu zu bleiben, auch wenn die wohl eher nur eine sehr eingefleischte und zahlenmäßig relativ überschaubare Hörerschaft haben dürfte. Aber diese weiß die Produktionen des Norwegers in jedem Falle sehr zu schätzen. So wie ich.

Der Kanadier Funky Jeff, der schon für alle möglichen seiner musikalischen Helden Tribute-Mixe gemacht hat und dessen Soundcloud Account voller Perlen steckt, hat hiermit die Handbremse in voller Fahrt gezogen und ganze 43 Tracks von Biosphere in 150 Minuten geparkt. Und es fliest. Ganz langsam aber stetig.

Wer will kann den ja auch bis Sonntag noch liegen lassen – ich höre den jetzt vor Arbeit, wo dann die Dubstep-Bässe wieder auf mich einschlagen werden. Welche Wonne, das hier als Aperitif haben zu können.


(Direktlink, via Lastbeat)

Tracklist:
1) Intro documentary
2) The silent orchestra
3) Laika
4) Poa alpina
5) Chukhung
6) The things I tell you
7) Kobresia
8) Lounge (From Insomnia)
9) Cannon hill
10) From a solid to a liquid
11) White lightning
12) Hyperborea
13) Antennaria
14) When the night was black
15) Microgravity
16) Cygnus-a
17) Mir
18) The shield
19) The seal and the hydrophone
20) Startoucher
21) The third planet
22) Nook & cranny
23) Le grand dôme
24) When I leave
25) Monju-2
26) Genkai-1
27) Oi-1
28) Novelty waves (Aedenna cycle ambient mix)
29) W/ Âne Brun : Temporary dive (Biosphere ambient mix)
30) W/ Âne Brun : Temporary dive (Clueless dubstep mix)
31) Space shuttle Endeavor launching and the Biosphere
32) Corona
33) Gravity assist
34) Freeze frames
35) In the shape of a flute
36) In triple time
37) Algae & Fungi part 1
38) Too fragile to walk on
39) Ancient campfire
40) Shape of no form
41) Silene
42) Bird watching
43) SETI project

6 Kommentare

Ein Helm, der die Welt in Zeitlupe übersetzt: The Decelerator Helmet

Genau, was da steht. Ziemlich abgefahrenes Teil, dass ich hin und wieder ganz gerne mal aufsetzen würde um diese ganz bestimmten, eher spärlich gesäten, großartigen Momente des Lebens wortwörtlich in Zeitlupe geniesen zu können. Ob das wohl psychologisch irgendwas Messbares in der Wahrnehmung verändert?

Und die Optik von diesem Ding! Das Teil auf einem der geilen Festivals im Sommer. Das wäre was.

Ich quote das mal in Englisch, aber hier gibt es das Dingen auch in deutscher Variante.

The Decelerator Helmet is a experimental approach for dealing with our fast moving society. The sense of vision is consigned to an apparatus which allows the user a perception of the world in slow motion.
In a increasingly hectic, overstimulated and restless environment are the calls for deceleration omnipresent. The inconceivably amount of information and influences in our everyday lives leads in many cases to an excessive demand.The idea to decouple the personal perception from the natural timing enables the user to become aware of his own time.
In the inside of the helmet the video-signal of a camera is processed by a small computer. The slowed-down images are displayed right before the user’s eyes via a head-mounted display and are simultaneously shown on a monitor on the outside.
The helmet has three different modes which can be selected by a remote control:
In the auto-mode time is slowed down automatically and re-accelerated after a defined interval. The press-mode allows the specific deceleration of time. In the scroll-mode the user can completely control the speed of the elapsing of time.
The Decelerator gives the user the possibility to reflect about the flow of time in general and about the relation between sensory perception, environment and corporality in particular. Also it dramatically visualizes how slowing down can potentially cause a loss of the present.

http://vimeo.com/53464059
(Direktlink, via Doobybrain)

4 Kommentare

Gollum, vegan

Ja, das Teil hat schon etwas Staub auf der Stirn, aber ich sah das heute tatsächlich zum allersten mal. Dann allerdings mehrfach, denn das Video wurde heute mit der Quantität eines Memes in WhatsApp durchgereicht, was mich irgendwie beeindruckte. Etliche Leute, die nicht in WhatsApp verbunden sind und sich darüber hinaus nicht mal kennen, haben mir heute dieses Video gezeigt. Und das nicht als YouTube-Link oder so, sondern tatsächlich als 1,4 MB großes mp4.

Ich nutze bis heute kein WhatsApp, aber offenbar taugt die App mittlerweile sogar als nicht zu unterschätzender Multiplikator, der sogar das Zeug zum Memegenerator hat. Ohne jegliche Hinweise auf die Quelle oder sonstige Verweise zum Urheber, einzig als Contentverschieber, ganz am klassischen Internet vorbei. Krass irgendwie.


(Direktlink)

12 Kommentare

Four Tet verschenkt Album

Kieran Hebden alias Four Tet hat sich mal durch seine Festplatte gegraben und bisher unveröffentlichte Tracks aus den Jahren 1997 bis 2001 freigeschaufelt, die er jetzt nicht nur in Form dieses Mixes zum Download anbietet, sondern in naher Zukunft auch als Album mit dem Namen „0181“ noch auf seinem Label Text veröffentlichen wird. Ich hab das Teil jetzt drei Mal gehört und bin ziemlich angetan.


(Direktlink, via r0byn)

3 Kommentare

Ein Lieblingslied

Manche Lieder begleiten einen vielleicht das ganze Leben lang. Rio Reiser hat für meins so einige geschrieben. „Halt dich fest“ ist eines seiner schönsten und begleitet mich seitdem ich die ersten Scherben-Platten gehört hatte.

Später dann packten Freundeskreis den wundervollen Text auf Lee Perrys Police and Thieves Riddim. Die Interpretation, die auch als Reminiszenz an Rio Reiser gedacht war, erschien 1998 auf dem Album „Esperanto“. Dazu gab es dieses wirklich wunderschöne Video, welches bei mir immer noch und immer wieder Fernweh auslöst. Es erinnert mich an die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Deshalb sehe ich es mir auch in regelmäßigen Abständen mal an und schwelge gleichzeitig in Erinnerung und Urlaubsperspektive.

Natürlich kann man das Video auf YouTube nicht sehen, aber MyVideo hat es. Von dort allerdings kann man es nicht einbetten und Werbung gibt es vorher auch. Schön aber ist es trotzdem. Ich halt mich mal eben fest. Mir ist gerade danach.

3 Kommentare