Über zehn Jahre haben wir zusammen gewohnt, haben musiziert, haben uns geholfen, waren füreinander da. Immer, wenn es nur irgend möglich war. Haben vieles durchgestanden, haben viel gelacht, viel gesoffen, damals noch viel gedrogt und manchmal auch gemeinsam geweint. Wir teilten Erlebnisse, wie wir sie nie wieder mit jemandem anderen teilen werden. Erfolge, Niederlagen auch. Er war Teil der Familie. Immer, auch wenn es düstere Zeiten gab – für uns alle. Er war da, als meine beiden Kinder geboren wurden. Für mich, für meine Frau, für die Kinder. Ohne ihn wären die letzten Zehn Jahre schlechtere gewesen. Auch emotional.
Es waren fantastische zehn Jahre. Jahre, die das Leben in der WG, der unseren WG so einzigartig gemacht haben, so lebens- und so liebenswürdig. So hippieresk. So echt. So turbolent. So für keinen nachvollziehbar, der nicht Teil dessen war und das war genau genommen nur einer.
Irgendwie endet damit ein Ära. Eine wunderschöne, eine die ich nie missen möchte, denn irgendwie haben wir uns fast über den gesamten Zeitraum verdammt lieb gehabt und das meine ich genau so, wie ich es schreibe.
Jetzt ist er weg und kommt nicht mehr. Ich wünsche ihm für seinen Weg im eigenen Nest nur das von allem vorstellbar Beste.
Danke für die großartige Zeit.
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