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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Just my daily two cents

Sükran / Gratitude, 2004-2008 | mimiko
198 Polaroid Fotos einer alten Dame, aufgenommen in der Zeit vom 21.12.2004 – 19.08.2005. Das letzte Foto zeigt nur ihr Bett. Leer. „I did not take the last photograph.“
Das geht unter die Haut.

smokin hot | flickr
Völlig überfärbtes Lightpaint-Album. Ich habe ja schon viel gesehen, aber wie man mit der Technik Qualm simulieren und Mandalas malen kann, ist mir nicht ganz klar. Und alles sooo drollig, fast kitschig bunt. Das brennt sich förmlich in die Netzhaut.

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60.000 Fotos aus der DDR

einestages hat eine Story über Manfred Beier, der während seines Lebens rund 60.000 Fotografien von dem Alltagsleben in der DDR machte. Nachdem er starb, fanden seine Söhne das nahezu gigantische Archiv im Keller ihres Vaters, von denen einige Bilder auch auf einestages zu sehen sind.

Erstaunlich, wie wenig man über den eigenen Vater weiß: Als sich nach dem Tod des Berliners Manfred Beier dessen Söhne Wolf und Nils 2002 daranmachten, im Keller den Nachlass aufzuräumen, entdecken sie Unglaubliches. Aufgeschichtet in Regalen finden sie Dutzende Holzkisten und Schubladenmöbel, ähnlich Apothekerschränken, offensichtlich Spezialanfertigungen. Die Schubladen sind mit Einlegeböden ausgestattet, jeder Boden enthält reihenweise versetzt angeordnete Bohrungen von jeweils drei Zentimetern Durchmesser. In jedem dieser Löcher steckt ein aufgerollter Kleinbildfilm.

Die Arbeiten von Manfred Beier wurden 2008 dem Bundesarchiv überreicht, welches die Bilder sichert, erschließt und im Digitalen Bildarchiv der Allgemeinheit zugänglich gemacht. Außerdem gibt es aktuell eine Fotoausstellung mit dem Titel „EINBlick Deutschland“ in der Berliner Galerie Unterwegs, die Beiers Bilder austellt.

Links: Sammlung Beier | Bundesarchiv in der „Sammlung Beier“

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Download: Martyn – Live Mix in Montreal, May 31, 2008

Ich habe mich letztens erst darüber beklagt, dass man das ganze Zeug, was täglich neu als Podcast in’s Netz gepumpt wird, gar nicht mehr hören kann. Dazu fehlt schlichtweg die Zeit. Also muss man selektieren, was man unbedingt hören will, und was eher „so naja“ ist. Was mich aktuell ziemlich anmacht, sind MutekMix Podcasts. Die graben mitunter ganz großartige, gerne auch ältere Sachen aus, die man sowas von unbedingt hören muss. Der letzte kam von Vladislav Delay aus dem Jahre 2000 und auch diesmal haben die ein echtes Leckerlie am Start: Dubstep und Techno-Zusammenschmieder Martyn live in Montreal aus dem Mai letzten Jahres. Wenn das nichts ist.

Download & Info: via MutekMix

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Soundstory-Download: „Digital Underground“

1Live hat eine ziemlich interessante Soundstory von Evrim Sen zum Download am Start.

Evrim Sen, geboren 1975, arbeitet als Journalist und Autor in Köln. Er war selbst Mitglied der „Scene“ und hat viel über die Kultur der Hacker und Cracker veröffentlicht, u.a. gemeinsam mit Jan Krömer das Buch „NO COPY“ und einen gleichnamigen Film im Internet. Für den WDR schrieb er zuletzt mit Denis Moschitto das Netzkultur-Hörspiel „Poke“ (2008).

[…]
Ihre Chaträume und E-Mails sind verschlüsselt, von ihren digitalen Treffpunkten wissen nur Eingeweihte. Sie sind die Quelle der digitalen Raubkopien, die sich weltweit verbreiten. Doch ihnen geht es nicht um die Kopien und noch weniger um Profit, es geht um Respekt und um Ruhm. Es geht darum, Teil einer Untergrundbewegung zu sein: der „Scene“.
Audio abspielen

Was wie eine Verschwörungstheorie klingt, ist die Geschichte einer eingeschworenen Subkultur, deren Wurzeln bis in die 50er Jahre zurückgehen. Die frühe Hackerkultur war überzeugt, dass Wissen und Information frei sind – und frei bleiben sollen. Auch heute noch sorgt die „Scene“ hinter verschlossenen Türen für die Erstverbreitung von digitalen Kopien aller Art. „Racen“ heißt es im Szenejargon, das Wettrennen um die schnellste Raubkopie. Dass ihre Handlungen illegal sind, weiß die „Scene“ nur zu genau. Die Mitglieder werden mittlerweile vom FBI und Interpol gejagt. Dennoch existiert die Szene bereits seit 25 Jahren. Denn das genau ist auch ihre Faszination – eine geheime Elite zu sein. Wissen ist nicht nur frei, Wissen ist auch Macht.

(via swen)

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Die wunderbaren Fotos von Sensorfleck

Nina Papiorek reist gerne durch die Welt, fotografiert diese mit einem äußerst sensiblen Auge, wie ich finde, und veröffentlicht unter Sensorfleck.de die schönsten ihrer Bilder. Die sind allesamt wundervoll, auch wenn es mir die Schwarz-Weiß Aufnahmen besonders angetan haben. Gerade die Bilder, die sie Asien gemacht hat können einem sehr nahe gehen, so denn man sie ran lässt. Außerdem hat sie ein brillantes Onexposure-Portfolio.

(via kari-shma)

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Just my daily two cents

Lens | The New York Times
„Lens is the photojournalism blog of The New York Times, presenting the most interesting visual and multimedia reporting — photographs, videos and slide shows. A showcase for Times photographers, it also seeks to highlight the best work of other newspapers, magazines and news and picture agencies; in print, in books, in galleries, in museums and from around the Web. „
Die New York Times macht jetzt sowas wie The Big Picture, nur verschachtelter in der Optik dafür aber optisch hübscher.

Presslufthammer-Graffiti visualisiert Studentenproteste 1968 | Nerdcore
Sehr schön!

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