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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Analyzing Björk’s „Hunter“

Björks „Homogenic“ zählt zweifelsohne zu den besten Alben der 1990er Jahre, was auch an den Produktionsfähigkeiten von Mark Bell gelegen haben dürfte, der mit LFO musikalisch schon immer ganz eigene Wege beschritt. So wie bei dem Beat, den er damals auf einer TR-909 für „Hunter“ programmiert hatte. Legendär auch deshalb, weil der halt nur aus Kick- und Snaredrum besteht, Bell der 909 allerdings alle Möglichkeiten abgerungen hatte, um das Ding dennoch zu individualisieren.

Captain Pikant hat zwei Monate dafür gebraucht, den Beat von Bell zu analysieren und ohne TR-909 exakt nachzubauen. Könnte mir sowas stundenlang angucken.

We picked apart the beat of Björk’s Hunter – a true 909 classic programmed by techno pioneer Mark Bell (LFO) that took the iconic drum machine to its limits. Find out what’s so special about this rhythm and how to recreate it in our newest episode of „Drum Patterns Explained“!


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Passport Index

Der Passport Index listet die Pässe aus 199 Ländern der Welt und zeigt, dass man sich international trotz verschiedener Farben auf eine gemeinsame Optik einigen konnte.

However, not all passports are equal. The Passport Index ranks them from most powerful (United Arab Emirates) to least (Afghanistan). The determining factor is the Mobility Score, which is based on the number of countries you can enter with the least visa hassles.

Und weiter:

„Blue passports often symbolize the ’new world,‘ free markets and the ocean. Red covers tend to be associated with Communist countries or Christian history, while green is often the color of choice among Muslim countries because it has religious significance.“
„As the rarest color, black tends to symbolize local culture or politics and, on a practical level, hides wear and tear.“

(via Core77)

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DJ Koze – Wespennest (feat. Sophia Kennedy)

Neuer Koze Tune, der als Vorläufer für die kommende EP „Wespennest“ verstanden werden darf – und wir werden das Ding in jeder Menge der zukünftig gespielten DJ-Sets hören. Jede Wette.

`Candidasa´ und `Wespennest´ sind das Ergebnis von DJ Kozes inspirierendem Aufenthalt in einem abgeschiedenen Benediktinerkloster auf der bezaubernden Insel Sulawesi. Inmitten dieser idyllischen Kulisse fand er die perfekte Umgebung, um seine musikalische Vision zu entfesseln. Er komponierte die gesamte Musik von `Candidasa´ auf dem Bauch liegend, in einem Akt tiefster Hingabe und Selbstreflexion. Dabei ernährte er sich ausschließlich von sogenannten Heroin-Dönern, um in einen tranceartigen Zustand des kreativen Flusses einzutauchen. Das Ergebnis ist eine Klanglandschaft von ungeahnter Tiefe und Schönheit, die die Sinne verzaubert und durch die massive Erhöhung der Flimmerverschmelzungsfrequenz die Hörer in eine andere Dimension transportiert.


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Podcast: Was von Rio Reiser bleibt – Die zeitlose Urgewalt von Ton Steine Scherben

Als ich gestern im Garten rumhing und einfach mal rein gar nichts tat hörte ich viel Musik und diesen Podcast von Zündfunk. Er beleuchtet die Geschichte der Band Ton Steine Scherben und auch wenn für mich da biografisch nichts Neues dabei war, fand ich es ganz schön, an einem sonnigen Nachmittag einfach mal wieder die alten Lieder der Scherben zu hören. Für mich eine der wichtigsten deutschen Bands überhaupt.

Wir wollen Rio Reiser und seiner Band Ton Steine Scherben ein akustisches Denkmal setzen. Denn diese Popmusik war für die Ewigkeit. In dieser Sendung untersucht Wolfram Hanke die Kraft und die Zeitlosigkeit von Musik und spricht dazu auch mit Klaus Götzner aka Funky, dem Schlagzeuger von Ton Steine Scherben.

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Doku: Generation Crash – Wir Ost-Millennials. Und ich.

Es ist 1992. Ich bin ein letztes Jahr Schüler in der krassesten Gesamtschule, die Teltow in der Konstellation bis heute gesehen hat und arbeite nebenbei in dem Scheiss-Kaff, das ich bis heute hasse, in einem Billard-Cafe, das am Wochenende auch eine Disko war, in die zurückerinnert 800 bis 1200 Leute reinpassten, die an den Wochenenden auch kamen. „Wir hatten sonst ja nüscht!“

Es gab damals 10 Mark die Stunde. Marusha war später da. Westbam auch, wenn ich mich recht erinnerte. Als sich diese ganze Berlin-Techno-Kiste auf’m Dorf verramschte und ich nach dortigem Feierabend nach Berlin machte; E-Werk, das alte Matrix, Tresor, diesdas, um später auch kurz dahin zu ziehen. Ich räumte bis da Gläser weg, betreute die Garderobe, stand am Grill, sortierte draußen die Parkplätze und zog Westberliner beim Billard ab, bis mich einer von denen dann mal abzog. Das Ding war damals halt Tom Cruise; doppelt oder nichts. Und ich verlor da als Schüler an einem Abend einfach mal eben 800 Mark. Peter, du Arschloch! Ich fasste danach 10 Jahre lang keinen Queue mehr an, kann es aber immer noch ganz schön gut. Also jetzt wieder. Aber darum soll es gerade nicht gehen. Es war eine Zeit zwischen Chaos und Anarchie. Bei den Linken im Guten, bei den Faschos im Schlechten. Also für uns Linke – und davon gab es dort damals so viele nicht.

Also liefen wir (ich und meine heutige Frau) häufig um unser Leben. BFC-Hools aus Potsdam bestimmten die Nächte an den Wochenenden in PM, wollten Schutzgeld, und „Matches“, die ich Trottel damals auf’s Billard verortet hatte, was die aber nicht meinten, wenn sie um ein Match baten. Die wollten sich gegenseitig auf die Fresse hauen, wo ich nur rauskam, weil ich damals einen Cousin hatte, der in deren Dunstkreis eine nicht unwichtige Rolle trug. Am Ende haben uns nicht mal die Cops retten wollen, weil selbst die Angst vor diesen Arschlöchern hatten und lieber vorbeifuhren. Später sind die fast alle im Knast
gelandet. Außer der eine, der mir damals ein „Match“ angeboten hatte und später der Lover der damals besten Freundin meiner Frau wurde. Wild.

Ich hab damals KGB-Pistolen gesehen, die die Form eines Füllers hatten, und dem Träger dessen dabei zusehen müssen, wie sein Schädel durch einen Baseballschläger gebrochen wurde, nachdem er sich als
Security-Tüpi von dem Laden hatte kaufen lassen. Das Geräusch werde ich wirklich nie vergessen.

Ich bin ein Kind der Wende und keiner hat mich damals gefragt, ob ich das sein will. Es war halt so. Am Ende bin ich nur gut da durchgekommen, weil auch ich mal die Arme in die Hände genommen habe, aber auch die Fäuste schwingen musste, wenn es gegen Nazis ging. Und ich glaube, im Westen hat man kaum eine Ahnung davon, wie das damals im Osten war. Anarchie auf allen Seiten und keine/r wusste, was genau Anarchie bedeuten sollte. Aber wir hatten sie. Kurz auf allen Seiten.

Vielleicht schreib ich irgendwann wirklich mal ein Buch. Ihr wisst so vieles nicht von dem, was damals für uns Zecken im Osten Alltag war.

Jedenfalls gerade in der ARD-Mediathek im Stream: Generation Crash – Wir Ost-Millennials. (Teil 2). Bin ich halt Teil davon. Und da gibt es Vieles zu erzählen.

Wie war das Erwachsenwerden in Ostdeutschland in den Neunziger- und Nullerjahren? Mehrere Zeitgenossen erzählen ihre persönliche Geschichte zwischen rechter Gewalt aber auch neuen Freiräumen.

(via Anne)

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