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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Ich bin völlig erschlagen davon, wie viel großartige Musik nur zu Beginn dieses Jahres auf mich regelrecht einschlägt! Wenn das so weiter geht, habe ich bis zum Jahresende nicht mal die Hälfte davon bewusst gehört.

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Die Kohle, die sich mit Jobs verdienen lässt, die es als Teilzeitstellen gibt, reicht zwar knapp für ein kleines Leben, aber fein können wir streichen. Eigentlich braucht familie heute in der BRD mehr als ein volles Gehalt fürs dauerhaft gute Leben. Also reichen auch rein rechnerisch zwei halbe Gehälter kaum aus, um eine Familie auf mindestens mittlerem Niveau dauerhaft zu ernähren.

(Björn Grau)

Björn macht sich Gedanken darüber, wie das für alle Beteiligten in dieser Konstellation zufriedenstellend laufen kann. Kind, Kinder, Karriere, Kohle, Familie, Zeit, Hobbys, Leben, leben können, gut leben können. Ich kenne mittlerweile einige Menschen in meinem Alter, die sich das mit dem Kind oder den Kindern vorher gut überlegt haben, um dann feststellen zu müssen, dass das alles anders, einfacher auch geplant war. Von all denen kenne ich eigentlich nur eine Familie, die das leben, was für mich den Idealfall darstellen würde. Der aber sieht ja bei jedem anders aus. Auch so, dass das für mich das genaue Gegenteil meines Idealfalls wäre. So ist das. Diese genannte Familie hat sich in die Pampa zurückgezogen und arbeitet ganz bewusst so wenig wie möglich. Um zu leben, zu lieben, Familie zu sein, wie ich mir das vorstellen mag. Weil sie es so wollen, weil sie es so können. Ich kann das nicht und das hat nur bedingt was mit finanziellen Aspekten zu tun.

Der Rest der Familien sagt „es geht schon irgendwie“ und das „irgendwie“ klingt alles andere als zufriedenstellend. Im Grunde genommen reicht bei den meisten die Kohle hinten und vorne nicht um gut davon leben zu können. Daran wird sich so schnell auch nicht viel ändern, auch, gerade weil die Kinder größer werden. Die Kinder. Selbst mit zwei arbeitenden Eltern die es auf satt anderthalben Stellen bringen, die noch dazu eigentlich gut bezahlt werden, ist das alles andere als ein Zuckerschlecken. Es ist knapp. Jeden Monat. Und nicht nur auf dem Bank- sondern vor allem auf dem familiären Zeitkonto, was ja der eigentliche Mehrwert in diesem Kontext wäre .

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Hab ihn lange nicht gesehen, locker 18 Monate. Damals war er auf der Suche nach Arbeit, arbeiten kann er. Wie ein Tier, wenn es sein muss. Eine Ausbildung hat er nicht geschafft, auch nach drei Versuchen nicht. Das war alles nicht so seines, mit den Chefs und so. Er war damals gerade bei seinem Vater raus, der zusammen mit seinen zwei erwachsenen Söhnen in zwei Zimmern hauste. Hauste. Wohnen würde nicht passen, leben auch nicht. Sein Vater war schwerer Alkoholiker, seitdem seine Frau überraschend starb. Seine Söhne auch, das verband sie, verbindet sie heute noch. Sein Bruder braucht das, ansonsten flattern ihm die Hände. Morgens schon. Ihm wurde das zu viel, deshalb ging er, obwohl es ihm schwer fiel, sehr schwer fiel. Bei seiner Oma brauchte er nur „ein Bett und eine Zahnbürste“ und während er das sagt, sieht man ihm an, dass er lügt. Er liebt seine Familie. Sehr. Auf sie lässt er nichts kommen. Gar nichts. Nicht das geringste.

Damals ging er gerade nach Berlin, weil er das „hier“ alles nicht mehr aushielt. Er knüppelte für einen Hungerlohn und lies sich das hart ersparte Geld von einem „Kumpel“ abziehen, der damit die Wohnung bezahlte, in der sie gemeinsam lebten. Den Rest verdrogte er. Sein Kumpel, nicht er. Er zahlte viel mehr, als die Wohnung kostete. Das ging nicht lange gut. Natürlich nicht.

So kam er zurück, dahin, wo er herkam, dahin wo er hingehörte, wie er sagt. Das meint er so. Er heuerte bei einem Griechen an, für die Küche. Der Laden lief nicht schlecht, er läuft immer noch. Er ist jetzt Küchenchef, was neben mir der gesamte Bus riechen konnte, ohne das er hätte was sagen müssen. Er ist „ein guter Junge“, wie man so sagt. Nett auch, natürlich. Ich mag ihn. Er hat sein Leben irgendwie auf die Reihe bekommen, auch wenn er Umwege fahren musste. Wir begrüßten uns kurz. Kurz, weil er mir schneller als ich es wissen wollte, mitteilen musste, das er Vater wird. Vater. Das ging schnell, aber ich freue mich für ihn. Ich wünsche ihm Alles. Wirklich. Er hat es verdient. Leider kommt es so oft so anders, was ich ihm nicht sagte. Natürlich nicht. Er freut sich, auch wenn er dann „das mit dem Suff in den Griff“ kriegen muss. Keine Ahnung, ob er das schaffen kann.

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Wenn der Westerwelle im Herbst wirklich und wahrhaftig Außenminister werden sollte, könnte man ja auch mal darüber nachdenken, seine deutsche Staatsbürgerschaft abzulegen.

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Relaunch: Tokyo Dawn Records

So. Da sind sie wieder im Netz. Mit einer sehr schicken Page, auf der sie das ganze Web 2.0 Ding so konsequent einsetzen, wie ich es bisher nicht gesehen habe. Einzig das Menü ist auf dem eigenen Server gehostet, der Rest kommt von draußen, wobei alle Netzdienste gebündelt werden. Vorneweg: Twitter. Das sieht zwar nicht sonderlich schön aus, ist aber dennoch eine klasse Idee.

Ich bin gespannt, wie es musikalisch dort jetzt weiter gehen wird und sage: Welcome back!

www.tokyodawn.net

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Dinge, die ich nicht verstehen muss: Chris Cornell lässt sich einen Song von Timbaland schnitzen und das klingt ganz und gar gruselig. Verrückte Welt.

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