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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Die alte Trinkerin, die bis vor einem Jahr, als ich noch an der Glienicker Brücke wohnte, dort jeden Abend saß um dann später, wenn der Abend in die Nacht verschwindet, unter dieser auch zu schlafen, sitzt immer wenn ich jetzt Nachts aus dem Studio komme am Platz der Einheit. Sie tut immer so, als würde sie auf die Bahn warten, die auch in meine Richtung fährt. Wahrscheinlich sogar wartet sie wirklich auf jene Bahn, die sie dahin bringt, wo sie in all ihren Träumen schon immer mal hinwollte. Wohin diese Bahn gehen müsste kann ich nicht wissen. Vielleicht weiß sie das selber nicht. Sie sitzt da. Vor ihr stehen zwei Ledertaschen und zwei Leinenbeutel und sie bewahrt Haltung. Sie hat Stil. Man sieht ihr nicht an, dass sie auch in dieser Nacht ein dachloses Quartier beziehen wird. Man sieht ihr auch nicht an, dass sie genau das schon seit Jahren so handhabt. Sie sitzt da und wartet auf eine Bahn, ohne in eine einzusteigen und trinkt diskret.
Immer aus einem Glas.

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„Schau uns an
die ganze Nacht,
heut Nacht.
Die Stadt schläft
nur wir sind wach,
heut Nacht.
Du stehst an der Tür,
deine Stimme Sandpapier,
warum bleibst du nicht hier,
Heut Nacht ?

Wir sind still
und reden nicht viel,
heut Nacht.
Die Lust ist los ,
die Liebe groß,
heut Nacht.
Diese Nacht gehört dir,
doch du blickst zur Tür
warum bist du nicht hier ?…“

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Wir spielten die Nacht vorher auf der Insel in Berlin und waren erst gegen 8:00 Uhr zu Hause. Da ich einen betrachtlichen Alkoholpegel aufwies, entschloss ich mich dazu, einen Tag lernfrei zu nehmen und nicht mehr in die Fachschule zu gehen. Das hatte ich davor mal mit ähnlichem Pegel gemacht und das kam irgendwie nicht so gut an. Ich blieb also zu Hause und wollte mich erstmal ausschlafen. Das Wetter war gut, wenn ich mich recht erinnere, der T. machte bei sich unten ein Mixtape und meine Frau war auch zu Hause. Gegen Mittag machten wir oben bei uns vom Bett aus die Glotze an und landeten irgendwie bei so einem Sender, bei dem die Nachrichten eigentlich nicht Nachrichten heißen dürften. Auch heute nicht. Ich war komplett wach. Von jetzt auf gleich und in meinem Kopf rotierte alles. Ich wusste, dass sich ab hier alles ändern würde und weiß heute, dass wir in diesem Moment nicht mal den Ansatz einer Ahnung hatten, was genau da alles zu gehören würde. Im TV klöppelte es vor sich hin und es kamen immer mehr Bilder. Die sprachen anfänglich noch von einem eventuellem Unfall und ich wusste, dass das gelogen war, denn keinem wäre so etwas ausversehen passiert. Ich rannte runter zum T. und erzählte ihm ganz aufgeregt was passiert sei. Er zuckte mit den Achseln und mixte weiter an seinem Tape. Der Fernseher lief dann biis zum nächsten Tag ohne Unterbrechung.

Momente die sich eingebrannt haben.

Ein Kommentar

Manchmal fällt mir einfach nichts mehr ein. Da fehlen mir die Worte. Selten nur, aber dafür dann ganz vehement.

Ein Kommentar

Beckmann? Also nur mal heute? Geht ja eigentlich nicht. Nachher ärgere ich mich sowieso wieder über den Klops.

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